Chelsea-Flüge: Allgäu Airport springt in die Bresche
Foto: Bildarchiv Allgäu Airport
Das Champions-League-Finale des FC Bayern gegen Chelsea am Samstagabend hat nun auch Auswirkungen auf den Allgäu Airport. Nachdem am Münchner Großflughafen schon vor Tagen das Nachtflugverbot aufgehoben wurde, um aus Sicherheitsgründen möglichst vielen englischen Fußball-Fans die schnelle Heimreise zu ermöglichen, springt nun auch der Allgäu Airport in die Bresche. „München ist so gut wie voll, nun weichen die Airlines auf Oberpfaffenhofen und Memmingen aus“, berichtet Allgäu Airport Geschäftsfrüher Ralf Schmid. „Die Sicherheit steht im Vordergrund, deshalb helfen wir gerne, möglichst viele Fans auf den direkten Rückweg zu schicken.“ Das Luftamt Süd genehmigte deshalb für die Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Flüge in Oberpfaffenhofen und Memmingen. Bisher handelt es sich in Memmingen um fünf Flüge kleinerer Privatmaschinen. Zwei Sonderflüge von Ryanair starten erst am Sonntag während der üblichen Betriebszeiten. Ralf Schmid bittet schon jetzt die Bevölkerung im Umfeld des Flughafens um Verständnis für diese einmalige Aktion. „Die öffentliche Sicherheit und Ordnung haben dieses Mal Vorrang.“ Am Airport hat sich auch die Polizei auf die englischen Fluggäste eingestellt und ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.
Quelle: PM Allgäu Airport
Der airportzentrale.de NEWSLETTER – jede Woche alle Artikel als Übersicht per Email
hier
Hauptstadtflughafen soll erst im kommenden Jahr öffnen
Terminal BBI: Richtfest Terminal Foto: Marion Schmieding / Alexander Obst / Flughäfen Berlin
Berlins neuer Großflughafen soll erst am 17. März 2013 eröffnet werden. Wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Donnerstag mitteilte, beschloss dies der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Anfang Mai war bekannt geworden, dass der ursprüngliche Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 wegen Problemen mit der Brandschutztechnik nicht eingehalten werden kann. Schon zuvor gab es Meldungen über die mangelnde Funktionsfähigkeit der Belüftungsanlage im Fall eines Brandes im Terminal. Ersten Angaben zufolge sollte sich die Eröffnung jedoch nur um zwei Monate verzögern. Es ist bereits die zweite Verschiebung der Eröffnung des Hauptstadtflughafens. Ursprünglich sollte der Airport schon im November 2011 in Betrieb gehen und die bisherigen Berliner Airports Tegel und Schönefeld ablösen.
Quelle: dts Nachrichtenagentur
Der airportzentrale.de NEWSLETTER – jede Woche alle Artikel als Übersicht per Email
hier
Klimaabgabe: EU setzt ausländischen Fluglinien Ultimatum
Rollverkehr am Flughafen Frankfurt Foto: Fraport AG
Der Konflikt um die Einführung einer Klimaabgabe für Fluggesellschaften hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Bis Ende März mussten über 1.200 in- und ausländische Airlines den Behörden der EU-Mitgliedsländer ihren im Jahr 2011 angefallenen CO2-Ausstoß melden, berichtet das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” vorab. Die meisten Fluglinien hätten die umstrittene Auflage erfüllt, wenn auch unter Protest. Acht chinesische und zwei indische Fluglinien hätten den EU-Kontrolleuren dagegen die geforderten Informationen verweigert. Die Beamten wollen sich das nicht bieten lassen. Am 7. Mai verschickten sie zehn gleichlautende Briefe an die säumigen Airlines. “Wir haben Ihren Bericht bis heute nicht erhalten”, heißt es darin, “und fordern Sie freundlich auf, die notwendige und hinreichend belegte Information nachzureichen.” Sollten die Empfänger sich bis Mitte Juni nicht gemeldet haben, würden “weitere Maßnahmen” ergriffen. Nach Angaben eines EU-Sprechers drohen den Verweigerern dann in Deutschland Strafen von bis zu 50.000 Euro. Nächstes Jahr würde sogar das zehnfache Bußgeld fällig werden.
Quelle: dts Nachrichtenagentur
Der airportzentrale.de NEWSLETTER – jede Woche alle Artikel als Übersicht per Email
hier
Lufthansa: Multi-Kino – So kommt das Programm an Bord
Monitor in der neuen Lufthansa Business-Class Foto: Bildarchiv Lufthansa
„Bei einem Langstreckenflug schaut sich ein Fluggast durchschnittlich bis zu 240 Minuten Filme oder Dokumentationen an“, sagt Michael Manstein-Spanblöchl, der Mann, der bei Lufthansa für die Auswahl und Zusammensetzung des gesamten Unterhaltungsprogramms verantwortlich ist.
Die Erwartungen und Vorlieben eines international bunt gewürfelten Publikums sollen erfüllt werden. „Wir berücksichtigen die kulturelle und religiöse Vielfalt unserer Gäste und achten darauf, dass keine Scherze auf Kosten religiöser Gruppen gemacht werden“, sagt Manstein-Spanblöchl. Ein Tabu besteht auch für Filme mit extremen Katastrophenszenarien, Handlungen, in denen Krieg oder Terrorismus eine zentrale Rolle spielen, ebenso Epidemien, die Furcht und Angst auslösen könnten. Generell werden keine Filme mit brutalen Szenen gezeigt, auch keine Tiere, vor denen Passagiere sich fürchten oder ekeln könnten, zum Beispiel Spinnen oder Schlangen.
Wie Manstein-Spanblöchl berichtet, sind zwar nach wie vor Kinofilme gefragt, die erst vor kurzem in den deutschen Kinos gestartet sind. Indes seien auch die TV-Produktionen auf dem Vormarsch, da auch diese sich in den vergangenen Jahren qualitativ gesteigert haben und – anders als das Kino – heute stärker als früher auf epische Erzählungen konzentrieren. Mit Blick auf beliebte Sendungen, wie etwa die US-amerikanische TV-Serie Mad Men, bieten Fernsehsender heutzutage attraktive Formate, die von den Fluggästen besonders geschätzt werden.
Bis zu acht Sprachen
Neue Lufthansa Business Class Sitze Foto: Bildarchiv Lufthansa
Ein wesentliches Kriterium für die Auswahl der Filme, die an Bord gezeigt werden, sind die Sprachen. Und dabei kann Lufthansa für sich in Anspruch nehmen, das wohl vielfältigste Angebot im internationalen Vergleich machen zu können. Bis zu acht Sprachen werden angeboten, deutsch und englisch sind Standard. Neben französisch und italienisch kann es je nach Film auch koreanische, chinesische, spanische, portugiesische und arabische Synchronisationen oder Untertitelungen geben.
In dem Lufthansa-Flaggschiff Airbus A380 und auch in dem neuen Jumbo Boeing 747-800 werden in der First- und Business Class 50 Filme und 78 TV-Programme angeboten. Hinzu kommen unter anderem bis zu 222 CDs, Hörbücher, Spiele sowie Serviceinformationen und eine sogenannte Moving Map mit dem aktuellen Flugstreckenverlauf in 3D-Auflösung. Zweimal täglich aktualisierte Nachrichten und Sportmeldungen, beispielsweise von der Fussballbundesliga oder den olympischen Sommerspielen werden außerdem angeboten.
Wie kommen die Programme an Bord? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Zunächst werden die in Europa, den USA, Asien und der arabischen Halbinsel ausgesuchten Filme elektronisch nach Los Angeles übertragen. Dort werden sie zu einem Datenpaket geschnürt, kodiert und verschlüsselt auf eine Festplatte gebrannt. Diese wird per Kurier zur Lufthansa Technik nach Frankfurt gebracht, in einem Sicherheitsraum wieder entschlüsselt und auf einen Laptop übertragen.
Danach werden die Daten schließlich in das Entertainmentsystem der Flugzeuge übergespielt. Aktiviert werden die neuen Programme allerdings erst am Ersten eines Monats um null Uhr – bezogen auf die koordinierte Weltzeit UTC. Aber viele Flugzeuge der Lufthansa-Flotte befinden sich während dieser Zeit in der Luft. Eine Umschaltung des Bord-Entertainmentsystem wäre zu diesem Zeitpunkt nicht sinnvoll. Die laufenden Programme würden unterbrochen. Deshalb erfolgt der Neustart des Systems erst nach der Landung. Sensoren am Fahrwerk geben den entsprechenden Befehl dazu (Weight on Wheels).
Quelle: Beitrag Lufthansa Newslink Ausgabe 56, März 2012
Der airportzentrale.de NEWSLETTER – jede Woche alle Artikel als Übersicht per Email
hier
Flughafen Berlin Brandenburg: Neuer Eröffnungstermin 17. März 2013, Technikgeschäftsführer Körtgen verlässt das Unternehmen, Vertrag mit Generalplaner pg bbi wird beendet
So soll der Großflughafen nachts aus der Vogelperspektive aussehen. Foto: gmp Architekten, JSK International / Visualisierung Björn; Flughäfen Berlin
Der Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat in seiner gestrigen Sitzung die Gründe für die Verschiebung des Eröffnungstermins sowie die nächsten Schritte bei der Realisierung des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt erörtert. Das Gremium traf folgende Entscheidungen:
Der Eröffnungstermin für den Flughafen wird auf den 17. März 2013 verschoben
Technikgeschäftsführer Dr. Manfred Körtgen wird das Unternehmen verlassen
Das Vertragsverhältnis mit der für Generalplanung und Objektüberwachung zuständigen Planungsgemeinschaft Flughafen Berlin Brandenburg International (pg bbi) wird beendet
Brandschutz-Vollautomatisierung dauert bis Dezember 2012
Zu den Gründen für die Verschiebung und die Festlegung des neuen Eröffnungstermins: Am 08. Mai 2012 hatte die Flughafengesellschaft bekannt gegeben, dass der Eröffnungstermin 03. Juni 2012 verschoben werden muss, da Fertigstellung und anschließende bauliche Abnahme der sicherheitstechnischen Anlagen bis zum geplanten Eröffnungstermin nicht mehr zu realisieren sind. Wie in den zurückliegenden Tagen bereits mehrfach berichtet, hatten sich die BER-Planer entschieden, die Brandschutzanlage zum 03. Juni übergangsweise in einer teilautomatisierten Version fertigzustellen und in den Monaten nach der geplanten Eröffnung die Vollautomatisierung herzustellen.
Diese zeitsparende Option, so berichteten die BER-Planer dem Aufsichtsrat, bestehe seit einem Brief des Bauordnungsamtes vom 09. Mai an die Flughafengesellschaft nicht mehr. Darin heißt es: „Ein weiterer Antrag, der die Nutzung des Terminals mit Interimsmaßnahmen wie zum Beispiel die Mensch-Maschine-Schnittstelle beinhaltet, wird nicht zum Erfolg führen.“ Demnach ist klar, dass der Flughafen nur mit der ursprünglich geplanten vollautomatisierten Brandschutzanlage in Betrieb gehen kann. Nach Auskunft der BER-Planer dauern die nun anstehenden Arbeiten an der Brandschutzanlage und insbesondere die Inbetriebnahme von deren zentralem Teil, der sogenannten Anlage 14, bis zum Dezember 2012.
Drei Monate für Prüfungen und Probebetrieb – Flughafenumzug im Winter nicht sinnvoll
Mit der neuen Zeitplanung soll das Risiko vermieden werden, dass die veranschlagte Zeitdauer für Abnahmen und Zertifizierungen wiederum nicht ausreicht. Zudem ist ein Flughafenumzug im Winter aufgrund der Schlechtwettergefahr und damit einhergehender operationeller Einschränkungen zu risikoreich und grundsätzlich nicht empfehlenswert. Der Aufsichtsrat folgte daher der Empfehlung der Geschäftsführung, die weiteren notwendigen Schritte bis zur Inbetriebnahme des Flughafens erst nach Fertigstellung der Bauarbeiten anzugehen. Im Einzelnen sind dies die sogenannte Wirk- und Komplexprüfung durch zertifizierte Gutachter, die anschließende Prüfung durch das Bauordnungsamt, weitere Probebetriebstage, die Widmung des Flughafengeländes als Sicherheitsbereich (sogenanntes Scharfschalten der §8-Sicherheitslinie) sowie die Anlieferung von Waren in Lagerräume, Laden- und Gastronomieeinheiten.
Kritik am Risikomanagement und Konsequenzen
Im Verlauf der Aufsichtsratssitzung wurde zudem Kritik am Risikomanagement der BER-Planer geübt. Die durch die verspätete Fertigstellung der anspruchsvollen Brandschutzanlage entstandenen Risiken seien unterschätzt worden. Die Situation auf der Baustelle hatte sich zuletzt auch dadurch verschärft, dass verschiedene Gewerke mit ihren Arbeiten im Rückstand waren und Planungen, Bauarbeiten, Mitarbeiterschulungen und Probebetrieb gleichzeitig vorangetrieben werden mussten. Daher konnten im Probebetrieb viele Szenarien nicht wie geplant getestet werden. Auch kam es immer wieder zu Störungen des Probebetriebs durch Bauarbeiten (etwa Stromklau durch Bauarbeiter, infolgedessen ganze Check-In-Inseln ausfielen). Weiteres Manko des gegenwärtigen Bautenstandes am BER ist die mangelnde Stabilität einzelner Systeme, vor allem in Teilen der Datentechnik und der sicherheitstechnischen Anlagen (z.B. LAN-Netze, Brandmeldeanlage, Türsteuerung).
Im Zuge der Aussprache zu den Gründen der Verschiebung des Eröffnungstermins fiel die Entscheidung, dass der Geschäftsführer Betrieb/BBI, Dr. Manfred Körtgen, das Unternehmen verlassen wird. Körtgen kam 2004 als Bereichsleiter Planung und Bau BBI zur Flughafengesellschaft. Er übernahm die Leitung des bereits existierenden Planungsteams und baute den Baubereich für den neuen Flughafen auf. Ab September 2008 verantwortete er den Bau des Flughafens Berlin Brandenburg als Geschäftsführer Betrieb/BBI. Bis ein neuer Geschäftsführer Betrieb/BBI gefunden ist, wird Flughafenchef Prof. Dr. Rainer Schwarz das Ressort interimistisch verantworten.
Zugleich entschied der Aufsichtsrat, das Vertragsverhältnis mit der pg bbi zu beenden. Die pg bbi als Generalplaner und Verantwortlicher für die Objektüberwachung besteht aus der J.S.K. International Architekten und Ingenieure GmbH und der gmp Generalplanungsgesellschaft mbH.
Quelle: PM Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Der airportzentrale.de NEWSLETTER – jede Woche alle Artikel als Übersicht per Email
hier


































































































































































