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Boulevard News

Tarifabschluss: Metaller erhalten 4,3 Prozent mehr Geld

Der Tarifstreit in Baden-Württemberg ist vorbei: Die Beschäftigten bekommen dort nun deutlich mehr Geld. Die IG-Metall möchte den Abschluss bundesweit übernehmen.

Der Bezirksleiter der IG Metall, Jörg Hofmann (l.), mit dem Vorsitzenden der Südwestmetall, Rainer Dulger

Der Bezirksleiter der IG Metall, Jörg Hofmann (l.), mit dem Vorsitzenden der Südwestmetall, Rainer Dulger

In der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg mit rund 800.000 Beschäftigten ist der Tarifstreit beigelegt. Die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeber einigten sich nach langen Verhandlungen unter anderem auf ein Einkommensplus von 4,3 Prozent. Der Abschluss soll nun bundesweit übernommen werden.

Der Vertrag in Baden-Württemberg hat eine Laufzeit von 13 Monaten. Der April ist dabei ein Nullmonat, die Erhöhung greift also erst von Mai an. Umgerechnet auf ein Jahr ergeben sich damit etwa 4,0 Prozent. Mit Blick auf die seit vielen Monaten gut zweiprozentige Inflationsrate liegt diese Lohnzahl deutlich über den anziehenden Preisen für Dinge des täglichen Lebens. Aus Sicht der Arbeitgeberseite ist die Einigung teuer – fast zu teuer. “Mit dem Abschluss ist die Grenze der Belastbarkeit der Betriebe erreicht”, sagte Südwest-Metall-Chef Rainer Dulger.

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IG-Metall-Bezirkschef Jörg Hofmann sagte, dass der Kompromiss auch neue Regelungen zur Gestaltung der Leiharbeit enthalte sowie die prinzipiell unbefristete Übernahme aller Lehrlinge festschreibe. So ist die unbefristete Azubi-Übernahme künftig die Regel. Allerdings haben sich die Arbeitgeber einige Klauseln mit Ausnahmen offengehalten, etwa wenn die Betriebe mit wirtschaftlich schlechten Zeiten zu kämpfen haben.

Gesamtmetall empfiehlt Übernahme des Abschlusses

Bei der Leiharbeit sollen die Betriebsräte künftig individuelle Vorgaben aushandeln. Arbeitet ein Leiharbeiter zwei Jahre im selben Unternehmen, muss er dort ein Übernahmeangebot erhalten. Die IG Metall räumte aber ein, dass an dieser Stelle mehr drin gewesen wäre. “Die Fortschritte hätten noch deutlicher ausfallen können”, sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber.

Die Arbeitgeberspitze empfahl bereits, den Abschluss auch in anderen Tarifbezirken zu übernehmen. Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser sagte, es gebe lediglich eine Enthaltung aus dem Tarifbezirk Sachsen. Die Gewerkschaft empfahl dagegen einstimmig, die Einigung deutschlandweit zu übernehmen. In der Schlüsselindustrie arbeiten bundesweit 3,6 Millionen Menschen.

Die IG Metall im Südwesten hatte die Verhandlungen von Ende April an mit einer Warnstreikwelle begleitet. Zudem hatten die Gewerkschafter gedroht, Urabstimmungen über einen unbefristeten Arbeitskampf zu beschließen, sollte bis Pfingsten keine Einigung erzielt werden. Mit dem Abschluss ist die Gefahr des ersten groß angelegten Streiks in der Schlüsselbranche seit zehn Jahren gebannt. Einen Arbeitskampf hatte es zuletzt 2002 gegeben.

Vor dem Tarifabschluss der Metaller waren bereits die Verhandlungen im öffentlichen Dienst zu Ende gegangen. Dort erhalten die Beschäftigten 6,3 Prozent mehr Gehalt. Auch im Baugewerbe waren die Löhne nach einer Einigung angehoben worden.

  • Tarifstreit
  • Opel
  • BAU Schlichtung

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  1. Zeit, daß die Löhne steigen, nachdem die Reallöhne faktisch seit Jahren eher gesunken sind; 2 Prozent ist nicht viel, aber ein Anfang. Auch daß die Leiharbeit in den Tarifvertrag mit aufgenommen wurde, ist ein guter Anfang, man wird aber noch weitergehen müssen.
    Aus Sicht der Arbeitgeber ist die Einigung zu teuer – nun ja, dieses Argument wurde schon früher benutzt, als die Lohnabschlüsse mehr als zwei Prozent hergaben – aber damals gings auch; m.W. hat kein Metallbetrieb wegen höherer Löhne schließen müssen, die Ursachen waren stets andere.
    Wie gesagt, ein Anfang; später wird man weitersehen müssen.

  2. Da können sich die IG-Metall-Vertreter noch so gegenseitig auf die Schultern klopfen, bei der Übernahme der arg geschundenen Leiharbeiter wird sich auch durch die neue “Regelung” nix ändern. Nach einem fast 2-jährigen Einsatz eines modernen Sklaven wird – wie durch ein Wunder – der Vertrag einfach nicht verlängert. Dies geschieht in meiner großen – dem IGMetallbereich zugehörigen Firma seit Jahren unverändert. Und es wird sich auch nicht durch die neue “Regelung” ändern. Selbst im Hause gibt es so eine “Regelung” der Übernahme, doch üblicherweise werden die Leihmitarbeiter vor Ablauf der 2 Jahre ausgetauscht.
    Also nix neues…

    • Wombel
    • 19.05.2012 um
      13:25 Uhr

    Also wenn mann keine Ahnung hat einfach mal …..
    Der öffentliche Dienst hat 3,5% und später noch 2 x 1,4% oder wenn mann will auch 6,3% in 2 Jahren dann gehört aber auch dazu gesagt das die Inflation in 2 Jahren auch bei 6% liegt also netto im Portemonnaie weider nichts ankommt.

    …rein rechnerisch und bezieht die 4,3% auf’s Jahr und kommt auf 4,0%, schreibt dann aber unrelativiert von 6,3% im Öffentlichen Dienst, so als bekämen “Beamte” und welche kleinen Angestellten man “an der Theke” dafür hält neidauslösende Superabschlüsse!?

    @Wombel #3 hats deutlich gemacht: “Der öffentliche Dienst hat 3,5% und später noch 2 x 1,4% oder wenn man will auch 6,3% in 2 Jahren”

    …rein rechnerisch und bezieht die 4,3% auf’s Jahr und kommt auf 4,0%, schreibt dann aber unrelativiert von 6,3% im Öffentlichen Dienst, so als bekämen “Beamte” und welche kleinen Angestellten man “an der Theke” dafür hält neidauslösende Superabschlüsse!?

    @Wombel #3 hats deutlich gemacht: “Der öffentliche Dienst hat 3,5% und später noch 2 x 1,4% oder wenn man will auch 6,3% in 2 Jahren”

  3. 4% mehr ist ordentlich. Die Regelung mit den Auszubildenden ist auch OK. Sollten sie wirklich so gebraucht werden, ist das eh kein Thema. Was allerdings äusserst schlecht ist, ist die “Einnigung” in Sachen Leiharbeiter. Die durchschnittliche Verweildauer im Unternehmen liegt unter 12 Monaten. Also überhaupt keine Verbesserung. Ein schwerer Fehler der Gewerkschaften.

  4. Und doch immer wieder dieses eklig scheinheilige Gehabe sich für die Zeitarbeiter einzusetzen. Mindestens gleicher Lohn für gleiche Arbeit – das ist die Ansage! Es darf nicht sein dass bei ‘Vollbeschäftigung’ noch Aufstockerlöhne und -Gehälter gezahlt werden.

  5. …rein rechnerisch und bezieht die 4,3% auf’s Jahr und kommt auf 4,0%, schreibt dann aber unrelativiert von 6,3% im Öffentlichen Dienst, so als bekämen “Beamte” und welche kleinen Angestellten man “an der Theke” dafür hält neidauslösende Superabschlüsse!?

    @Wombel #3 hats deutlich gemacht: “Der öffentliche Dienst hat 3,5% und später noch 2 x 1,4% oder wenn man will auch 6,3% in 2 Jahren”

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Camp David: G-8-Länder sprechen sich für Verbleib Griechenlands in Euro-Zone aus

Die Staats- und Regierungschefs der G 8 plädieren einhellig dafür, dass Griechenland den Euro behält. Sparpolitik und Wachstumsanreize müssten vereinbar sein.

US-Präsident Obama, Frankreichs Präsident Hollande, Kanadas Premierminister Harper und Bundeskanzlerin Merkel in Camp David

US-Präsident Obama, Frankreichs Präsident Hollande, Kanadas Premierminister Harper und Bundeskanzlerin Merkel in Camp David

Die wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russland haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Camp David für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. “Alle G-8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande der Beratungen. Voraussetzung sei aber, dass das Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalte. “Das ist von allen gleichermaßen hier so geteilt worden”, sagte Merkel.

In einer gemeinsamen Erklärung hoben die G 8 dabei die Bedeutung einer “starken und geschlossene Euro-Zone” für die weltweite Stabilität und wirtschaftliche Erholung hervor.

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Merkel unter Druck

Die G 8 sei sich auch einig gewesen, dass in der Euro-Zone sowohl Wachstum als auch Haushaltskonsolidierung nötig sei, sagte Merkel. “Konsolidierung und Wachstum sind zwei Seiten einer und derselben Medaille.” An dieser Stelle gebe es auch Einigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Wachstum könne durch Haushaltskonsolidierung, strukturelle Reformen und Zukunftsinvestitionen geschaffen werden. “Es geht nicht um Konjunkturprogramme im herkömmlichen Sinne”, sagte sie.

Merkel stand bei dem Treffen unter Druck, von ihrem strikten Sparkurs im Kampf gegen die Euro-Krise abzurücken. US-Präsident Barack Obama und Frankreichs neuer Staatschef François Hollande hatten kurz vor dem Gipfel gemeinsam einen stärkeren Fokus auf Wachstum verlangt. Auch der britische Premierminister David Cameron sprach sich dafür aus, durch eine Stärkung der Nachfrage die Konjunktur in Europa zu beleben.

Die G-8-Staaten verpflichteten sich in ihrer Erklärung zu “allen notwendigen Schritten, um unsere Wirtschaften zu stärken und neu zu beleben sowie finanzielle Turbulenzen zu bekämpfen”. Allerdings seien “die richtigen Maßnahmen nicht für jeden von uns gleich”, hieß es weiter.

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  1. Weiter so!

    Hat ja auch gut funktioniert bisher…..die paar Griechen und Italiener, die sich umgebracht haben, waren wahrscheinlich eh Steuerhinterzieher – in jedem Fall aber korrupt! (das sind sie ja alle, wenn man der Mehrheitsmeinung hier glauben schenkt).

    Ausserdem ist doch der Verbleib Griechenlands in der Eurozone ohnedies alternativlos, da man ansonsten erklären müsste, warum jetzt die Schulden nicht mehr bei irgendwelchen Banken und Superreichen sondern bei uns allen liegen.

    Wahrscheinlich stoßen Cameron und unser Merkel gerade auf ein “faires” Spiel zwischen Kehlsee (oder wie die heißen) und Bayern aus München an. Obama wird dazu sagen, dass bei ihnen eigentlich nur die Mädchen Fußball spielen….jaja….es ist halt “nicht alles gleich”.

  2. Ja, die Griechen sollen den Euro haben, aber Deutschland sollte diesen aufgeben.

  3. Lächerlich. Aber es war vorherzusehen, dass Griechenland in der Eurozone verbleiben soll, deswegen wurde dort ja jetzt ein diktatorischer “Experte”/ Statthalter installiert. So werden die Provinzen gesichert. Und Trichet gab ja auch erst gestern/ vorgestern den Takt vor: Nationalstaaten müssten eben “temporär” auf Demokratie verzichten, damit der Staatsbankrott verhindert werden kann.

    Das coole an der ganzen Chose ist, dass es mit jedem Tag klarer wird, wie unumstößlich undemokratisch die sog. Eliten über ihre Bevölkerungen herrschen. Reichensteuern erheben, damit die Löhne nicht um 20 % gesenkt werden müssen? Ach, wieso denn? Babuschka aus Deutschland/ Italien/ Griechenland zahlt’s ohne Murren. Die nationalen Medien, unser Bundespräsident, die Kanzlerin (“Demokratie wird nicht ewig herrschen”), alle stoßen in das gleiche Horn.

    Meine einzige Hoffnung: dass die Massen sich politische so bilden, dass es im Falle des Zusammenbruches zu einer zivilisierten Abwicklung dieser selbstherrlichen Eliten kommt. Man kann das dann “Revolution” nennen oder auch “Chaos”. Jedenfalls haben auch unsere Eliten keine uneingeschränkte Herrschaft mit Ewigkeitsanspruch.

    Ich habe hier oft geschrieben: die klugen Konservativen sollten die LINKEN schätzen, nur hohe Vermögenssteuern können jetzt noch verhindern, dass es zu immer wieder kehrenden Finanzkrisen kommen wird und alles implodiert. Die Konservativen begreifen es nicht, und es wird ihnen auch nicht klar gemacht…

    Mit der Sozialisierung von privatwirtschaftlichen (Banken- und Großanleger-)Schulden und Verlusten wird die Enteignung breiter Bevölkerungschichten betrieben und die soziale Ungleichheit verschärft. Andererseits werden Gewinne selbstverständlich nicht vergesellschaftet sondern verbleiben möglichst steuerfrei in privater Hand (Pfui Finanztransaktionssteuer)

    Eine Abhilfe durch politisch gebildete “Massen” ist nicht zu erhoffen, denn die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und verblödendem TV (politisch gewollt durch Einführung des Privat-TV und Verfall des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) ruhiggestellt.

    kassandra

    Mit der Sozialisierung von privatwirtschaftlichen (Banken- und Großanleger-)Schulden und Verlusten wird die Enteignung breiter Bevölkerungschichten betrieben und die soziale Ungleichheit verschärft. Andererseits werden Gewinne selbstverständlich nicht vergesellschaftet sondern verbleiben möglichst steuerfrei in privater Hand (Pfui Finanztransaktionssteuer)

    Eine Abhilfe durch politisch gebildete “Massen” ist nicht zu erhoffen, denn die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und verblödendem TV (politisch gewollt durch Einführung des Privat-TV und Verfall des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) ruhiggestellt.

    kassandra

  4. Was die Politiker der G8 wollen interessiert doch wirklich niemand, die Griechen müssen alleine entscheiden was sie wollen und das sollte man respektieren. Unabhängig davon müssen die Griechen natürlich ihre Verbindlichkeiten begleichen, zur Not auch über eine längere Laufzeit.

  5. wie den Euro einzuführen und dann noch Länder, bei denen absehbar war, dass es Probleme geben wird, auf Teufel komm raus reinzuwinken.

    Aber einen solchen Fehler darf man natürlich nie zugeben.

    Ferner hat das Ausscheiden eines oder mehrerer Länder aus der Eurozone natürlich schlimme Folgen. Also hofft man, dass das Problem sich mit der Zeit erledigt, wenn man nur noch etwas rumwerkelt und bis zur jeweils nächsten Wahl überbrückt und immer größere und teuerere Versprechungen macht, von denen schon jetzt abzusehen ist, dass sie im Ernstfall nicht eingehalten werden können.

    Im Ergebnis wird das am Ende natürlich teurer und bitterer, als jetzt klare Entscheidungen zu treffen und das Übel an der Wurzel zu packen.

    Wenn wir allerdings dabei bleiben wollen, dass zumindest innerhalb der gesamten EU demokratische Grundsätze gelten sollen, wird es offenbar schwierig, ein ganzes Volk auf unabsehbare Zeit in die Schuldknechtschaft zu zwingen, ohne dass irgendwelche Perspektiven bestehen.

  6. Mit der Sozialisierung von privatwirtschaftlichen (Banken- und Großanleger-)Schulden und Verlusten wird die Enteignung breiter Bevölkerungschichten betrieben und die soziale Ungleichheit verschärft. Andererseits werden Gewinne selbstverständlich nicht vergesellschaftet sondern verbleiben möglichst steuerfrei in privater Hand (Pfui Finanztransaktionssteuer)

    Eine Abhilfe durch politisch gebildete “Massen” ist nicht zu erhoffen, denn die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und verblödendem TV (politisch gewollt durch Einführung des Privat-TV und Verfall des öffentlich-rechtlichen Rundfunks) ruhiggestellt.

    kassandra

    “…die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und…”

    Weder Brot noch Spiel, denk ich.

    Oder verstehe ich was nicht?

    “…die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und…”

    Weder Brot noch Spiel, denk ich.

    Oder verstehe ich was nicht?

  7. …ist die einzig sinnvolle Maßnahme – und wäre es auch vor zwei Jahren schon gewesen, und billiger dazu. http://ef-magazin.de/2011…

  8. “…die Bevölkerung wird zunehmend durch “Brot und Spiele”, sprich Hartz4 und…”

    Weder Brot noch Spiel, denk ich.

    Oder verstehe ich was nicht?

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Börsengang: Facebook-Aktie enttäuscht beim Börsendebüt

Die Facebook-Aktie ist mit Schwankungen in den Markt gestartet: Wer an der New Yorker Börse auf starke Gewinne gehofft hatte, sah sich eines Besseren belehrt.

Am Börsengebäude in New York

Am Börsengebäude in New York

Der mit Spannung erwartete Handelsstart der Facebook-Aktien hat den Wert der Anteilsscheine zunächst gesteigert: Facebook-Aktien erzielten in den ersten Momenten nach Beginn des Handels ein Plus von fast fünf Dollar und stiegen auf 43 Dollar, was knapp zwölf Prozent entspricht (hier der aktuelle Börsenkurs). Der Handelsstart hatte sich verzögert, erst um 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit gab es erste Kurse.

Später sank der Kurs leicht, um eine halbe Stunde nach Handelsstart vorübergehend den Ausgabekurs von 38 Dollar zu streifen. In der ersten Stunde schlug die Börse fast 300 Millionen Aktien um, mehr als die Hälfte davon allein in den ersten beiden Handelsminuten.

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Aus dem Silicon Valley hatte Facebook-Mitgründer Mark Zuckerberg anderthalb Stunden nach Handelsauftakt via Videoverbindung die Eröffnungsglocke der New Yorker Technologiebörse Nasdaq geläutet. Hunderte Unternehmensmitarbeiter hatten sich unter freiem Himmel um den Firmengründer geschart, um den größten Internetbörsengang aller Zeiten zu feiern. Viele von ihnen hatte der Börsengang zu Millionären gemacht.

Facebook hatte seine Aktien am Donnerstag zum Höchstpreis von 38 Dollar je Stück platziert und damit 16 Milliarden Dollar erlöst. Insgesamt wollte der Konzern 421 Millionen Anteilsscheine ausgeben. Das Unternehmen selbst veräußert dabei 180 Millionen Aktien, was 6,84 Milliarden Dollar entspricht. Den Rest des Erlöses erhalten Investoren, die frühzeitig in das Unternehmen eingestiegen waren und nun einen Teil ihrer Anteile zu Geld machen wollen.

US-Börsen von Facebook angesteckt

Mit Ausgabe der Aktien ist Facebook 104 Milliarden Dollar wert. Die reinen Geschäftszahlen geben dies aber nicht wirklich her. Facebook verdiente im vergangenen Jahr eine Milliarde Dollar. Ein Verhältnis von 1:100 zwischen Gewinn und Börsenwert ist außergewöhnlich hoch. Es ist eher eine Wette auf künftige Erfolge von Facebook. Die lassen sich aber nur durch Werbung erzielen. Facebook hatte kürzlich selbst eingeräumt, das die Mobilnutzer Probleme bereiteten, weil sich dort Werbung nicht platzieren lasse. General Motors deutete jüngst an, keine Werbung mehr bei Facebook zu schalten.

Bei vielen Börsenstarts der vergangenen Jahre waren Anleger zunächst stark interessiert, bei Apple, Google, Groupon und anderen passte sich der Kurs aber später dem realen Unternehmenswert an.

Verbreitung

Das Netzwerk Facebook gibt es mittlerweile in mehr als 70 Sprachen, in 20 Staaten unterhält Facebook Niederlassungen oder Datenbanken. Besonders eifrig wird Facebook in den USA genutzt. Hier leben dem Marktforschungsunternehmen Socialbakers zufolge 157 Millionen Mitglieder. Indien zählt 45,9 Millionen Nutzer, Brasilien 45,3 Millionen, Indonesien 42,4 Millionen und Mexiko 32,9 Millionen. Facebook ist in fast allen Ländern das beliebteste Onlinenetzwerk, Ausnahmen sind unter anderem Polen, Russland und China. Peking hat den Zugang zu Facebook gesperrt.

Deutschland

Mit 23,5 Millionen Nutzern liegt Deutschland in der weltweiten Facebook-Liga auf dem zehnten Rang. Damit ist mehr als jeder vierte Deutsche bei dem Netzwerk angemeldet. In den vergangenen sechs Monaten sind nach Angaben von Socialbakers fast zwei Millionen neue Mitglieder dazugekommen. Mehr als die Hälfte der deutschen Nutzer ist zwischen 18 und 34 Jahren alt. 52 Prozent sind männlich, 48 Prozent weiblich. Die deutsche Facebook-Zentrale ist in Hamburg.

Aktivitäten

Der durchschnittliche Facebook-Nutzer ist über das Netzwerk mit 130 Nutzern verbunden, 125 Milliarden Freundschaftsbeziehungen werden insgesamt gepflegt. Nach Unternehmensangaben werden täglich mehr als 300 Millionen Fotos auf die Profilseiten hochgeladen. Im Dezember griffen mehr als 488 Millionen Nutzer mobil über ihre Smartphones auf Facebook zu.

Personal

Mehr als 3.500 Menschen arbeiten bei dem 2004 gegründeten Unternehmen, im Jahr des Börsengangs sollen Tausende weitere eingestellt werden. Das Vermögen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wird auf 17,5 Milliarden Dollar (13,3 Milliarden Euro) geschätzt. Sein Jahresverdienst lag 2011 mit mehr als 1,4 Millionen Dollar deutlich niedriger als der von Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Die vom Internetkonzern Google abgeworbene Managerin verdiente im vergangenen Jahr rund 30,9 Millionen Dollar – 30,5 Millionen davon wurden in Aktien ausgezahlt.

Die US-Börsen legten zum Handelsauftakt durch die Euphorie des Facebook-Börsengangs zu. Hoffnungen der Händler, der Konzernbörsengang würde die Kurse dauerhaft beflügeln, erfüllten sich nicht. Der Dow Jones Index geriet nach dem positiven Auftakt wieder ins Minus. 

In Europa ließ die Hoffnung auf eine Bewältigung der Schuldenkrise die Aktienmärkte ihre starken Anfangsverluste wettmachen. Der Euro erholte sich ebenfalls. Investoren stützten ihren vorsichtigen Optimismus unter anderem auf die Aussicht eines Wahlsieges der Sparpaket-Befürworter in Griechenland. Denn einer Umfrage zufolge könnten die konservative Nea Dimokratia und die sozialistische Pasok bei der Neuwahl im Juni eine Mehrheit erringen.

Stimmung könnte schnell kippen

“Wenn die Wähler weiter zu den etablierten Parteien tendieren, wird Griechenland sicher nicht die Euro-Zone verlassen”, sagte Mike Lenhoff, Chef-Stratege des Anlageberaters Brewin Dolphin. Außerdem erhalte das hoch verschuldete Land eine Führung, die anerkenne, was getan werden müsse. Dies könnte eine deutliche Erleichterungsrally auslösen.

Nach Aussage des Hedgefonds-Managers Lex van Dam, der bei Hamstead Capital ein Vermögen von 500 Millionen Dollar verwaltet, kann die Stimmung aber schnell wieder kippen. Schließlich sei die Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands oder einer Ansteckung anderer europäischer Schulden-Staaten noch lange nicht gebannt.

Dax und EuroStoxx50 drehten nach ihren Mehrmonatstiefs zur Eröffnung ins Plus und notierten jeweils etwa 0,2 Prozent fester bei 6.319 beziehungsweise 2.159 Punkten. Der griechische Leitindex, der zunächst auf ein Rekordtief von 532,15 Zählern gefallen war, gewann drei Prozent auf 552,34 Stellen. Der Euro erholte sich von seinem Viermonatstief von 1,2640 Dollar und verteuerte sich auf 1,2719 Dollar.

  • facebook-abuses-users
  • Mark Zuckerberg im Kapuzenpulli – nach seinem Auftritt vor Analysten und potentiellen Investoren.

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    • topzz
    • 18.05.2012 um
      17:46 Uhr

    1999/2000 welcome!

  1. zurzeit 37,9

  2. Ich freue mich schon auf das Geheule, wenn die Aktien ins bodenlose fallen. Das ist keine Frage ob, sondern wann.

    Abgesehen davon “Facebook kann am Datenschutz zusammenbrechen”
    http://www.golem.de/news/…

  3. Da kommt die nächste Blase, in der viele Kleinanleger abgezockt werden. Der Einstiegskurs ist völlig absurd. Wie soll eine reine Datenkrake wie Facebook, deren Umsatz ohnehin nicht mehr so rasant steigt, mehr wert sein, als die Deutsche Bank, die Deutsche Post und die Lufthansa zusammengenommen?

    Ich sehe da keinen sinnvollen Zusammenahng zwischen den Aktivitäten von Facebook und der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Firma. Zumal ja völlig schleierhaft bleribt, was eigentlich das Geschäftsmodell sein soll.

    Ich weiß nicht, ob ich hoffen oder fürchten soll, dass diese Blaser so schnell wie möglich platzt.

  4. Wenn die Prekär-Gemeinde von Facebook sich beruhigt hat, dürfte sich die Vorratsdatenspeicheraktie zwischen 5 und 15 $ einpendeln.

    äh…m

    Sie haben vermutlich eine 0 und ein , vor den beiden Zahlen vergessen!

    äh…m

    Sie haben vermutlich eine 0 und ein , vor den beiden Zahlen vergessen!

  5. Ich finde es erschreckend, wie viele Leute – wahrscheinlich aus Gier – solchen Monopolisten ihr Geld hinterherwerfen. Die Finanzblase wird immer mehr angeheizt. Alle, die sich hier mit Aktien versorgt haben, brauchen überhaupt nicht über die Finanzindustrie herziehen, denn genau solch ein Verhalten hat die Finanzindustrie dahingebracht, wo sie jetzt ist. Anscheinend haben sie alle nichts gelernt oder sie wollen diesen Turbokapitalismus…

    Vielleicht brauchen sie einfach einen Sündenbock, um von ihrer eigenen Gier abzulenken… Deshalb immer schön weiter anheizen, dann kann man schön schimpfen, wenn es brennt… ;-)

  6. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden die Dinger für Pfennigbeträge verscherbelt. Mir wird nicht klar, welche Motivation dahinter stecken kann, seine Kohle auf diese Weise los zu werden. Als Spende an eine Bedürftigenorganisation wäre das Geld sicher besser investiert. Dann könnte man ausserdem noch was von der Steuer absetzen.

  7. Telekom hoch: 103,5

    heute: 8,75

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Euro-Krise: Gewinn ist kein Menschenrecht

Auch in Krisenzeiten müssen Regierungen die Menschenrechte achten.

Marktwirtschaft und Menschenrechte gelten oft als Gegensätze. Aber eines haben sie gemeinsam: Beide Konzepte setzen dem Staat Grenzen. Die Marktwirtschaft hält den Staat fern vom Bereich des Handelbaren; die Menschenrechte entziehen ihm den Bereich des Nichtverhandelbaren. Nur: Mit der Schuldenkrise ist der Handlungsspielraum der Staaten zwischen dem marktwirtschaftlich Möglichen und dem menschenrechtlich Erlaubten unerwartet klein geworden.

Spätestens wenn die Behörden die Schulzimmer nicht mehr heizen, der Abfall liegen bleibt oder die Krankenhäuser keine Patienten mehr aufnehmen, stellt sich die Frage, wie weit ein Staat bei seinen Sparbemühungen gehen darf. Auf den ersten Blick scheint es, dass es dem souveränen Staat freisteht, wie er die Schuldenkrise meistern will.

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Diese nationale Perspektive ist jedoch zu eng: Der einzelne Staat ist international eingebettet und hat damit auch Verpflichtungen übernommen. Beispielsweise hat Griechenland – wie alle anderen EU-Länder – die Europäische Menschenrechtskonvention ratifiziert und ist an deren Standards gebunden.

Professor für Banking an der Universität Zürich

Die meisten Menschenrechte darf der Staat zwar unter bestimmten Voraussetzungen einschränken. Sie sind aber nicht nur als Schönwetterprogramm gedacht. Gerade in Krisenzeiten ist das Individuum darauf angewiesen, dass ihm elementare Menschenrechte nicht entzogen werden. Im Einzelfall muss das Interesse am Individualschutz einerseits und das jeweilige Staatsinteresse (beispielsweise die Sicherheit oder öffentliche Ordnung) gegeneinander abgewogen werden. So darf ein Staat im Kriegsfall etwa die Pressefreiheit einschränken, aber er darf nicht foltern.

Wie steht es mit den Sozialrechten, die in der Krise nicht mehr garantiert werden können? Sobald der Staat Menschenrechte nicht einfach nur respektieren, sondern für ihre Garantie aktiv etwas leisten soll, sieht die Güterabwägung anders aus. Die körperliche Integrität und das Verbot der unmenschlichen Behandlung setzen etwa Krankenhäusern, Strafanstalten oder psychiatrischen Kliniken klare Grenzen. So hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) festgehalten, dass Finanzknappheit keine Überfüllung von Gefängnissen rechtfertigt. Entsprechend darf mangelnde Abfallbewirtschaftung die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden. Auch das Recht auf Bildung verpflichtet den Staat, ein Minimum an schulischen Leistungen aufrechtzuerhalten. Ebenso betonen die Menschenrechtsorgane der UN, dass Kürzungen bei Sozialansprüchen nur zulässig sind, wenn strenge Bedingungen eingehalten werden. Speziell muss der Staat darauf achten, dass die Sparmaßnahmen nicht gerade die besonders verletzlichen Menschen – Kinder, Alte, Behinderte – am härtesten treffen und dass der Kerngehalt der Garantien nicht angetastet wird.

Professorin für Völkerrecht an der Universität Zürich und Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Inwieweit ist der Staat aber verpflichtet, auch das wirtschaftliche Wohlergehen seiner Bürger zu schützen? Diese menschenrechtliche Dimension der Finanzkrise geriet kürzlich in die Schlagzeilen, als Hedgefonds am EGMR Beschwerden einreichten: »Gibt es ein Menschenrecht auf Gewinn?« Dieses Menschenrecht gibt es zwar nicht, aber das erste Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention garantiert das Eigentum. Im Staatsbankrott gibt es aber keine bindenden Konkursregeln.

Die Sanierung eines bankrotten Staats ist somit eine Gratwanderung. Auf der einen Seite kann man einem Geldgeber nicht das Recht absprechen, die Kreditgewährung an Bedingungen zu knüpfen. Auf der anderen Seite ist der politische Prozess häufig nicht mehr imstande, den Menschenrechten das nötige Gewicht zu verleihen und für deren Gewährleistung die erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Die internationalen Gläubiger täten gut daran, ihre finanzielle Hilfe künftig nicht einseitig nur an wirtschaftliche Bedingungen, sondern auch an die Einhaltung der Menschenrechte zu knüpfen. Die menschenrechtswidrige Umsetzung von Sparprogrammen würde keine Gnade vor den internationalen Menschenrechtsorganen finden.

  • Ein Obdachloser kauert in einem Hauseingang im Zentrum von Athen.

  • Alte Menschen können die Stromrechnung nicht mehr zahlen, Arbeitslose betteln um Essen. Der Sparkurs treibt viele Griechen in die Armut. Aus Athen berichtet Gerd Höhler. [weiter…]

  • FS Portaits Teaser

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  1. Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke, die Redaktion/au.

  2. Man unterstelle den Eliten einfach mal antidemokratische Umtriebe. Dann läse sich folgender Satz wie eine Drohung: “So darf ein Staat im Kriegsfall etwa die Pressefreiheit einschränken, aber er darf nicht foltern.”

    Und: “das erste Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention garantiert das Eigentum. Im Staatsbankrott gibt es aber keine bindenden Konkursregeln.”

    Ich bekenne hiermit öffentlich: ich glaube daran, dass gewisse Kreise den Krieg als politisches Mittel nicht nur aus Großmannssucht und Durchsetzung imperialer Interessen legitimieren wollen, sondern auch, weil das Kriegsrecht die Einschränkung der Rechenschaftspflicht der Eliten ermöglicht. Und ich glaube daran, dass in kapitalistischen Gesellschaften die Machtkonzentration derart kritisch werden kann, dass das “Recht auf Eigentum” durch einige Wenige zum “Recht auf Enteignung anderer” missbraucht wird. Jeden Tag.

    Die Europäische Union steht am Scheideweg. Wieder einmal. Die Konservativen begreifen es nicht, und tun sie es doch, überlassen sie die Wertekritik irgendwelchen Linken, von denen sie sich nicht einmal distanzieren müssen. Es gibt keinen Schulterschluss zwischen denjenigen, die die “Demokratie” verwalten und denjenigen, deren Rechte durch sie garantiert werden. Das ist die Tragik dieser Krise. Die Demokratie ist dabei sich selbst abzuschaffen.

  3. Und Wertschöpfung die notwendige Voraussetzung seiner Existenz.

  4. “…die Machtkonzentration derart kritisch werden kann, dass das “Recht auf Eigentum” durch einige Wenige zum “Recht auf Enteignung anderer” ….”
    was gibt es da zu glauben? der esm sagt es ihnen doch direkt ins gesicht!

    • ThorHa
    • 18.05.2012 um
      20:04 Uhr

    dauerhaft betrieben gefährdet es aber Menschenrechte. Was hätte ich mich gefreut, diese Überschrift in der ZEIT zu lesen. Ein einziges Mal in den ganzen vergangenen dreissig Jahren.

  5. [...]

    wie im vorletzten absatz beschrieben, haben einige hedgefonds vor, beim EGMR ihr recht auf eigentum einzuklagen. dabei soll eine form des “finanzsystem-resets” rechtlich ausgeschlossen werden. nämlich der schuldenschnitt. laut klägern soll niemand dazu gezwungen werden können sich daran zu beteiligen, selbst wenn 80%-99% der anderen gläubiger dem zustimmen. diesen gläubigern geht es demnach genau darum, ihre auszahlung mit jedem mittel durchzusetzen und sie wissen ziemlich genau, was den entsprechenden ländern blüht. soviel zur “kindergartenebene” die der artikel beschreibt.

    zu den “erwachsenenthemen”. die meisten gläubiger sind banken oder deren anteilseigner in anderer form. diese firmen haben direkt/indirekt das geldmonopol. was will jemand, der sowieso die lizenz zum gelddrucken hat, eigentlich mit zinszahlungen? genau. nichts. es geht genau darum, dass staaten ihre rückzahlungen NICHT leisten. dann kann man nämlich so tolle dinge wie gas, öl, erze, gold,..als zins ratenersatz fordern. kann man natürlich auch “privatisierung” von energieunternehmen nennen.

    Gekürzt. Bitte üben Sie Kritik auf einer sachlichen, respektvollen Ebene. Danke. Die Redaktion/vn

  6. darf die Menschenrechte nicht negieren, aber – die Menschenrechte werden schleichend außer Kraft gesetzt. Es beginnt schon bei der Pressefreiheit; wenn ich Informationen zu Ereignissen in Griechenland und Spanien haben möchte, sind die offiziellen Presseorgane meist nicht sehr ergiebig, ich muß mir dann meine Informationen im Netz selber zusammensuchen, um in der Art und Weise informiert zu werden, wie ich es selber möchte.
    Es geht weiter mit der Frage des Eigentums – natürlich hat jeder das Recht auf Eigentum, aber die Väter des GG haben auch erkannt, daß Eigentum verpflichtet – darum steht das so im GG. Eigentum ist also kein Freibrief, den man auch zum Schaden anderer Menschen nutzen kann, sei es nun Waffenhandel, Ausbeutung der Ressourcen, Dumpinglöhne, Bankerboni etc. Trotzdem wird Eigentum zu all diesen Dingen genutzt, es dient nur einigen und nicht der Gesellschaft insgesamt und unsere Regierungen unterstützen diese Meinung. Auch hier wird das GG schleichend außer Kraft gesetzt.
    Formal werden die Menschenrechte nicht angetastet, faktisch aber sehr wohl, und meist, ohne daß dies Konsequenzen nach sich zöge – die sehr wohl möglich wären, wenn man dies wollte.
    Gerade darum ist es auch notwendig, die Menschenrechte per se und für ALLE Menschen zu verteidigen und dafür zu sorgen, daß sie faktisch umgesetzt werden. Sonst ist eine der größten Errungenschaften der Neuzeit hinfällig.

    • Mithra
    • 18.05.2012 um
      22:08 Uhr

    So interessant der Artikel ist, so unpassend sind seine Beispiele gewählt:

    Zitate:
    “Spätestens wenn die Behörden die Schulzimmer nicht mehr heizen, der Abfall liegen bleibt oder die Krankenhäuser keine Patienten mehr aufnehmen …”

    “… dass Finanzknappheit keine Überfüllung von Gefängnissen rechtfertigt. Entsprechend darf mangelnde Abfallbewirtschaftung die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden. Auch das Recht auf Bildung verpflichtet den Staat, ein Minimum an schulischen Leistungen aufrechtzuerhalten.”

    Wenn der Müll liegenbleibt, dann liegt das entweder an mafiösen Zusatänden wie in Neapel, oder (weitaus häufiger) an Streiks. Jedenfalls nicht an Sparmaßnahmen.

    Ungeheizte Schulzimmer hindern nicht am Lernen, falls die Schüler das wirklich wollen. Sie bieten aber natürlich eine Gelegenheit, demonstrativ und empört den Unterricht ausfallen zu lassen.

    Der Artikel gleitet auch elegant und unauffällig vom Thema “Menschanrechte” zum Thema “Sozialrechte”. Letztere sind ein wesentlich schwammigerer Begriff und (so weit ich weiß) nicht international definiert.

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Facebook: Ein glanzloser Start an der Börse

Der Börsengang von Facebook wurde in den USA mit unglaublichem Aufwand zelebriert. Am Ende verlief er jedoch weniger spektakulär als erhofft. Von Thorsten Schröder, New York

Mark Zuckerberg läutet aus Kalifornien zum Börsengang.

Mark Zuckerberg läutet aus Kalifornien zum Börsengang.

Alles war perfekt inszeniert. Die Szenen vom Hauptsitz im kalifornischen Menlo Park erinnerten an die Bilder, die einen sonst von Oscar-Verleihungen oder Pop-Konzerten erreichen. Eine gigantische Bühne hatte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg aufbauen lassen, an dem roten Teppich drängten sich schon am frühen Morgen hunderte Mitarbeiter und dutzende Fernsehteams. Hubschrauber hielten das Geschehen aus der Luft fest. Gigantomanie, so schien es, war das Gebot der Stunde.

Um 6.30 Uhr Ortszeit schließlich läutete Zuckerberg per Fernschalte die Eröffnungsglocke an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq – und leitete damit den bislang größten IT-Börsengang der Geschichte ein. Zeitgleich verkündete die Facebook-Seite des Gründers: “Mark Zuckerberg hat ein Unternehmen an die Nasdaq gebracht.”

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“Die Wall Street gleicht einem Hexenkessel”, verkündete der US-Nachrichtensender CNN bereits am frühen Morgen. Der Börsengang von Facebook sei ein wichtiger Moment für das Land und verkörpere “die Kernidee des amerikanischen Traums”, jubelten die Kollegen von CNBC. Vor dem blauen Halbrund der Nasdaq am New Yorker Times Square drängten sich Schaulustige, als verfolgten sie die Ernennung des nächsten Papstes. Wann habe man so etwas zum letzten Mal gesehen, fragten US-Journalisten, die den “bedeutenden Moment” mit zahlreichen Live-Schalten verfolgten. Etwas anderes als ein riesiger Erfolg schien kaum möglich.

Doch dann kam das Spektakel ins Stocken.

Um 11 Uhr Ortszeit sollte es losgehen, doch die Minuten bis zum Start zogen sich. Immer wieder wurden Händler und Zuschauer an der Nasdaq vertröstet. Bald hieß es, die Technologiebörse habe Schwierigkeiten, die bis zur letzten Minute eingehenden Aufträge von Großinvestoren abzuwickeln. Man wolle sicherstellen, teilte der Börsenbetreiber mit, dass man auch wirklich zum richtigen Preis starte und werde die Händler in Kürze informieren. Die warteten vergeblich auf elektronische Bestätigungen für getätigte Käufe und mussten mit handschriftlichen Kopien vertröstet werden. Das Ganze sei ein wenig peinlich, hieß es von Beobachtern.

Als die Facebook-Aktien mit einer halben Stunde Verspätung endlich gehandelt wurde, starteten die Papiere mit 42,05 Dollar rund elf Prozent über dem Ausgabepreis von 38 Dollar, den das Unternehmen am Tag zuvor festgesetzt hatte. Erst am Montag hatte Facebook die Preisspanne für den Ausgabepreis wegen der riesigen Nachfrage noch einmal deutlich nach oben korrigiert. Nach 30 Sekunden waren bereits mehr als 82 Millionen Aktien gehandelt worden.

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    • Asura
    • 18.05.2012 um
      22:58 Uhr

    des Ausgabewertes realistisch sein.
    Und die facebook-Macher haben sich mit dem Erlös des Börsengangs schon jetzt eine goldene Nase verdient…

  1. Das sind in meinen Augen substanzlose Spielchen die sich
    möglicherweise schneller tot laufen als es einigen Zeitgenossen lieb sein dürfte.
    Was mich persönlich irritiert, ist die Begeisterung für
    ein Luftschloß riesigen Ausmaßes und die damit verbundene
    Kapitalbewegung.

    • c2j2
    • 18.05.2012 um
      23:08 Uhr

    “Nur mit massiver Unterstützung der am Börsengang beteiligten Banken konnte ein weiterer Kursverfall verhindert werden. Die Großinvestoren, die längst auf dem Sekundärmarkt mit Anteilen an dem Netzwerk gehandelt hatten, hatten mit ihren Facebook-Papieren in den ersten Minuten schnelles Geld gemacht.”

    a) von wem stammt das Geld, mit dem die Investoren Gewinne gemacht haben?

    b) warum stützen die Banken dn Kurs? Wegen der höheren Verkaufsmarge? Oder weil sie selbst Aktien haben? Woher stammt dann aber das Geld für die Stützungsaktion?

    Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr.

    • smooki
    • 19.05.2012 um
      5:07 Uhr

    Zu A : Das Geld der Investoren stammt aus Eigenmittel.

    Sagen wir es sind so Leute wie Warren Buffet , der 30 Mrd rumliegen hat und sich sagt ich investiere in das Unternehmen.

    oder aus Fremdmitteln. Das wären Fonds die dann als der Investor auftretten. Heißt Leute die nicht genug Geld alleine aufbringen um eine Sinnvolle Order durchzuführen oder nicht im Primäre Market agieren können.
    (Primär ist das beziehen der Aktien direkt nach dem IPO , also dann kannst du schreien erster. )
    -Somit einer hat das Geld und will es anlegen , oder jemand anderes sammelt das Geld von anderen und verspricht denen das er es vermehrt. Das kann die liebe Oma sein oder der Familienvater der seine Altersplanung langsam umsetzen will.

    Zu B : So Banken haben Geld , von der Zentralbank ( hierzu lies dir im Wiki mal was durch ) , oder durch die Einlagen ihrer Kunden (Gläubiger). Beides wäre Fremdkapital im engeren Sinne. Im weitem Sinne sagt man auch gerne mal das Einlagekapital (Stammkapital ) benutzt wird.

    Und es kann noch Eigenkapital durch Gewinneinbehaltung generiert werden.

    Die Banken können wie Investoren auftretten , indem Sie ein Fonds eröffnen (Kundenauftrag) oder in dem sie Eigenhandel betreiben also mit ihrem Eigenkapital dazu kann auch Fremdkapital rangezogen werden es muss nur zurückgezahlt werden.

    Wenn die Banken Aktien gekauft haben und diese nicht weiter verkaufen erhöhen sie den Preis durch Verknappung.
    Oder sofort wieder welche aufkaufen , höhere Nachfrage,

    Hoffe es hilft

    • c2j2
    • 19.05.2012 um
      6:51 Uhr

    Zu a) Mit was die Aktien bezahlt werden, ist klar. Aber wenn “Investoren hier in den ersten Minuten große Gewinne” gemacht haben, muß das Geld dazu irgendwoher kommen. OK, vermutlich von der armen Omi, die Facebook zu 42 $ kauft und dann sieht, wie die Papiere auf 38 $ an Wert verlieren. Also so weit klar.

    Zu b) auch das war mir klar – aber es erklärt nicht, wieso die Banken den Kurs stützen – was sie sicher eine Menge Geld kostet. Nun, vielleicht haben sie auch Aktien, aber wie hoch ist der Aufwand, eine Aktie zu stützen, im Verhältnis zu der zu verhindernden Kursschwankung?

    Ich frage mich einfach, woher und wohin das Geld geht und kommt… aber ich schätze, das ist denen ganz egal, solange es funktioniert und niemand hinterfragt.

    • DDave
    • 19.05.2012 um
      8:47 Uhr

    Also zu a) habe ich wenig Ahnung, deshalb kommentiere ich da nichts,
    aber bei b) ist die Antwort relativ einfach:

    Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, dann bilden Banken ein Konsortium, welches vom Unternehmen den Mindestverkaufspreis und die Menge an ausgegebenen Aktien genannt bekommt. Das Bankenkonsortium gibt dann die Aktien zum Handel frei, wenn die Nachfrage mau ist, werden temporär keine Aktien mehr ausgegeben, damit der Mindestpreis nicht unterschritten wird. Wenn der Ansturm groß ist streut man die Aktien und weil immernoch ein Mangel herrscht zieht der Kurs direkt nach oben, zur Freude des Konsortiums und Facebooks.
    Das Bankenkonsortium selbst stößt in langer Hinsicht alle Aktien ab. Aber die Banken selbst können, wie mein Vorkommentator geschrieben hat, später selbst zu Börsenpreis einkaufen, ob auf eigene Rechnung oder auf Rechnung der Hausfrau durch einen Fond.
    Ich hoffe, dass ich bei b) alle Fragen ausräumen konnte

    • smooki
    • 19.05.2012 um
      5:07 Uhr

    Zu A : Das Geld der Investoren stammt aus Eigenmittel.

    Sagen wir es sind so Leute wie Warren Buffet , der 30 Mrd rumliegen hat und sich sagt ich investiere in das Unternehmen.

    oder aus Fremdmitteln. Das wären Fonds die dann als der Investor auftretten. Heißt Leute die nicht genug Geld alleine aufbringen um eine Sinnvolle Order durchzuführen oder nicht im Primäre Market agieren können.
    (Primär ist das beziehen der Aktien direkt nach dem IPO , also dann kannst du schreien erster. )
    -Somit einer hat das Geld und will es anlegen , oder jemand anderes sammelt das Geld von anderen und verspricht denen das er es vermehrt. Das kann die liebe Oma sein oder der Familienvater der seine Altersplanung langsam umsetzen will.

    Zu B : So Banken haben Geld , von der Zentralbank ( hierzu lies dir im Wiki mal was durch ) , oder durch die Einlagen ihrer Kunden (Gläubiger). Beides wäre Fremdkapital im engeren Sinne. Im weitem Sinne sagt man auch gerne mal das Einlagekapital (Stammkapital ) benutzt wird.

    Und es kann noch Eigenkapital durch Gewinneinbehaltung generiert werden.

    Die Banken können wie Investoren auftretten , indem Sie ein Fonds eröffnen (Kundenauftrag) oder in dem sie Eigenhandel betreiben also mit ihrem Eigenkapital dazu kann auch Fremdkapital rangezogen werden es muss nur zurückgezahlt werden.

    Wenn die Banken Aktien gekauft haben und diese nicht weiter verkaufen erhöhen sie den Preis durch Verknappung.
    Oder sofort wieder welche aufkaufen , höhere Nachfrage,

    Hoffe es hilft

    • c2j2
    • 19.05.2012 um
      6:51 Uhr

    Zu a) Mit was die Aktien bezahlt werden, ist klar. Aber wenn “Investoren hier in den ersten Minuten große Gewinne” gemacht haben, muß das Geld dazu irgendwoher kommen. OK, vermutlich von der armen Omi, die Facebook zu 42 $ kauft und dann sieht, wie die Papiere auf 38 $ an Wert verlieren. Also so weit klar.

    Zu b) auch das war mir klar – aber es erklärt nicht, wieso die Banken den Kurs stützen – was sie sicher eine Menge Geld kostet. Nun, vielleicht haben sie auch Aktien, aber wie hoch ist der Aufwand, eine Aktie zu stützen, im Verhältnis zu der zu verhindernden Kursschwankung?

    Ich frage mich einfach, woher und wohin das Geld geht und kommt… aber ich schätze, das ist denen ganz egal, solange es funktioniert und niemand hinterfragt.

    • DDave
    • 19.05.2012 um
      8:47 Uhr

    Also zu a) habe ich wenig Ahnung, deshalb kommentiere ich da nichts,
    aber bei b) ist die Antwort relativ einfach:

    Wenn ein Unternehmen an die Börse geht, dann bilden Banken ein Konsortium, welches vom Unternehmen den Mindestverkaufspreis und die Menge an ausgegebenen Aktien genannt bekommt. Das Bankenkonsortium gibt dann die Aktien zum Handel frei, wenn die Nachfrage mau ist, werden temporär keine Aktien mehr ausgegeben, damit der Mindestpreis nicht unterschritten wird. Wenn der Ansturm groß ist streut man die Aktien und weil immernoch ein Mangel herrscht zieht der Kurs direkt nach oben, zur Freude des Konsortiums und Facebooks.
    Das Bankenkonsortium selbst stößt in langer Hinsicht alle Aktien ab. Aber die Banken selbst können, wie mein Vorkommentator geschrieben hat, später selbst zu Börsenpreis einkaufen, ob auf eigene Rechnung oder auf Rechnung der Hausfrau durch einen Fond.
    Ich hoffe, dass ich bei b) alle Fragen ausräumen konnte

  2. Entfernt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn

  3. Nochmal mit einer respektvollen Wortwahl: Wer sich den schwachen Börsenmonat Mai für einen IPO aussucht, muss damit rechnen, dass sein Titel beim allgemeinen Abwärtstrend der Börsen unter die Räder kommt.

    So lautet die Ergänzung des Spruchs.

    Hinfortgegangen sind die Milliarden der Kleinanleger.

    Gebündelt und investiert von Fondsgesellschaften, die sich dabei eine goldene Nase verdienen.

    Merke:

    1) Keine Fonds kaufen.
    2) Keine Blasen befeuern.

    So lautet die Ergänzung des Spruchs.

    Hinfortgegangen sind die Milliarden der Kleinanleger.

    Gebündelt und investiert von Fondsgesellschaften, die sich dabei eine goldene Nase verdienen.

    Merke:

    1) Keine Fonds kaufen.
    2) Keine Blasen befeuern.

  4. Ein Unternehmen, hinter dem kein reeller Wert steht, kann auf Dauer an der Börse nicht bestehen. Oder spielt die Börse nur noch mit virtuellem Geld?

    Ein Unternehmen, hinter dem kein reeller Wert steht, kann
    auf Dauer an der Börse nicht bestehen.

    Es ist nicht sicher. Trotz des Medienhypes fuer Facebook ist die Stimmung potenzieller Anleger sehr schlecht (wie in den Kommentaren zu lesen) – und die Kurse fallen nicht! Ich bin kein Facebook-Fan, aber realistisch gesehen tritt an der Boerse immer das ein, was die Masse nicht erwartet.

    Immerhin, Google hat auch ueberlebt und konnte seinen Wert steigern. Und es ist bei Facebook noch viel Gewinnmaximierung moeglich, indem es sein ‘social network’ weiter in ein ‘customer network’ umwandelt.

    Ein Unternehmen, hinter dem kein reeller Wert steht, kann
    auf Dauer an der Börse nicht bestehen.

    Es ist nicht sicher. Trotz des Medienhypes fuer Facebook ist die Stimmung potenzieller Anleger sehr schlecht (wie in den Kommentaren zu lesen) – und die Kurse fallen nicht! Ich bin kein Facebook-Fan, aber realistisch gesehen tritt an der Boerse immer das ein, was die Masse nicht erwartet.

    Immerhin, Google hat auch ueberlebt und konnte seinen Wert steigern. Und es ist bei Facebook noch viel Gewinnmaximierung moeglich, indem es sein ‘social network’ weiter in ein ‘customer network’ umwandelt.

  5. Na sicher, “Der Zuckerberg”, das ist von Thomas Mann.

    In der jetzt aktuellen Überarbeitung ist der “Berghof” mit “Wall Street” übersetzt. Der Rest scheint ja ziemlich ans Original angelehnt. Der Ausgang ist natürlich stark beunruhigend, Kanonendonner…

  6. Ein Unternehmen, hinter dem kein reeller Wert steht, kann
    auf Dauer an der Börse nicht bestehen.

    Es ist nicht sicher. Trotz des Medienhypes fuer Facebook ist die Stimmung potenzieller Anleger sehr schlecht (wie in den Kommentaren zu lesen) – und die Kurse fallen nicht! Ich bin kein Facebook-Fan, aber realistisch gesehen tritt an der Boerse immer das ein, was die Masse nicht erwartet.

    Immerhin, Google hat auch ueberlebt und konnte seinen Wert steigern. Und es ist bei Facebook noch viel Gewinnmaximierung moeglich, indem es sein ‘social network’ weiter in ein ‘customer network’ umwandelt.

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