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Hafen Hamburg

Wachstum und Weitblick beim Workshop der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH

Die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH wächst über Deutschlands Grenzen hinaus und hat mit dem Hafen Havneby auf Rømø einen neuen Partner und Servicehafen. Der weitere Expansionskurs wird zukünftig auch die Luft- und Hinterlandanbindung in die Offshore-Logistikketten integrieren. Uniconsult präsentiertdie Möglichkeiten der Einführung eines Offshore-Shuttles Schleswig Holstein, um Potentiale für die Versorgung der Offshore-Windparks zu heben.

Rund 100 Teilnehmer folgten am 16. Mai der Einladung der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH und der Rendsburg Port GmbH zum dritten Workshop der Hafenkooperation. Das weitere Wachstum der Hafenkooperation und der Ausbau und die Optimierung von Offshore-Logistikketten waren die Kernthemen des Workshops. Ein Highlight des eingeschlagenen Expansionskurses ist der Sprung über die Landesgrenze Schleswig-Holsteins und Deutschlands hinaus mit einem neuen Kooperationspartner in Dänemark. Der Hafen Havneby auf Rømø kooperiert mit der Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH und übernimmt die Funktion eines Servicehafens. Er ist der zehnte und nördlichste Hafenstandort der Kooperation. Rømø wird sich auf die nah gelegenen Offshore-Windparks des Sylt-Clusters fokussieren. Mit dieser vergrößerten Vernetzung der Kooperationshäfen wurden die Voraussetzungen zur dauerhaften Versorgung und Wartung der Windparks auf See noch verbessert.

Die Hafenkooperation Offshore-Häfen Nordsee SH präsentierte einen weiteren Wachstumsansatz, um einer optimierten Offshore-Logistik Rechnung zu tragen und rückt die Luft- und Hinterlandanbindung in ihr Augenmerk. Während die Kooperation sich bislang auf die Hafenstandorte und die seeseitige Anbindung konzentriert hat, werden ab sofort Flugplätze, Speditionen und landseitige Transportunternehmen angesprochen und als Kooperationspartner integriert. „Unser Expansionskurs richtet sich sowohl auf weitere Standorte und die Gewinnung von Kooperationshäfen als auch auf die Integration zusätzlicher Verkehrswege. Damit bündeln wir Kompetenzen und können den Betreibern der Offshore Windparks die komplette Logistikkette anbieten. Kurze Wege und ein effektives Logistikmanagement sind unsere Stärken, von denen unsere Kunden und Hafenstandorte profitieren. Genau diese Stärken bauen wir aus“, erklärt Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation und Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und der Rendsburg Port GmbH.

Vor dem Hintergrund optimaler Transportwege für die Versorgung von Häfen und Offshore Windparks, zeigte die UNICONSULT Universal Transport Consulting GmbH ihre Untersuchungsergebnisse zur Etablierung eines Offshore-Shuttles Schleswig-Holstein. Im Fokus der schleswig-holsteinischen Nordseehäfen sind bis zum Jahr 2014 sieben Windparks in dem Helgoland- und Sylt-Cluster. Mit ihren insgesamt 544 geplanten Offshore Windenergieanlagen besteht ein sehr hoher Bedarf an Transporten, die von Personen über Versorgungsgüter bis zu Großkomponenten reichen. Uniconsult errechnete eine Marktnachfrage von ca. 4.000 Shuttle-Fahrten pro Jahr für diese sieben Windparks.

Mit der Einführung eines Offshore-Shuttles werden einerseits für die bedarfsgerechte Vernetzung der Basishäfen mit den Produktions- und Servicestandorte Potentiale gehoben.

Andererseits profitiert die Versorgung der Offshore-Windparks von dem Shuttle-Einsatz. Dabei entstehen für jeden Transport und für jede Ladung individuelle Anforderungen, so dass es verschiedene Lösungsansätze für den Shuttle-Einsatz gibt: Eine Betriebsvariante ist die Versorgung der Plattformen mit Betriebsstoffen und Ersatzteilen durch ein Offshore-Shuttle. Sie hat den Vorteil, mehrere Kooperationshäfen in eine Route einzubinden. Weitere Shuttle-Möglichkeiten sind tägliche Transporte von Servicepersonal zu den Offshore-Windparks, die Versorgung von Umspann- und Konverterplattformen sowie der Großkomponententransport zwischen Rendsburg-Osterrönfeld und Brunsbüttel. Damit wird die Produktionsstätte der Turmsegmente in Rendsburg direkt in die Transportkette eingebunden, deren Weg zum Basishafen Brunsbüttel zur Konsolidierung führt.

Abschluss des Workshops bildete die Führung über das Gelände des neuen Rendsburg Port. Der neue Schwerlasthafen verfügt über optimale land- und seeseitige Verkehrsanbindungen und steht im Fokus des neuen Clusters für Regenerative Energien in Rendsburg. Ab Juli 2012 wird der Hafen mit zwei schwerlastfähigen Kränen betriebsbereit sein, die im Tandembetrieb bis zu 250 Tonnen heben können. In Verbindung mit einem 80 Hektar großen Gewerbegebiet weist Rendsburg Port perfekte Standortbedingungen für Produzenten und Zulieferer von Windenergieanlagen oder von Maschinen und Anlagen sowie für Logistikunternehmen, die auf Containerumschlag ausgerichtet sind.

Das Tagesresümee zeigt einen roten Faden: Der Kooperationsgedanke schafft für alle Teilnehmer und Partner eine hohe Branchentransparenz und kurbelt die Möglichkeiten für neue Lösungen und Dienstleistungen an. Die Hafenkooperation resultiert in Mehrwerten, die sich für die Beteiligten in kurzen und schnellen Transportwege, Kosteneffizienz und gebündelten Know-how messen lassen.

Ansprechpartner:
Frank Schnabel
Sprecher der Hafenkooperation
c/o Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
Tel.: 04852/884-35

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Terminalmodernisierung belastet Quartalsergebnis, Strukturveränderungen verbessern Ertragsperspektiven

  • Containerumschlag steigt um 4,7 %, Transportvolumen auf Vorjahresniveau
  • Übergangsweise hohe Belastung aus Terminal-Reorganisation
  • Betriebsergebnis (EBIT) verringert sich im ersten Quartal um 22,6 %
  • Für das Gesamtjahr strebt die HHLA ein EBIT von mindestens 200 Mio. Euro an

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im ersten Quartal 2012 den Containerumschlag auf 1,7 Mio. Standardcontainer (TEU) gesteigert. Der Umsatz ging bei veränderter Konsolidierung um 1,0 Prozent auf 286,8 Mio. Euro zurück. Infolge einer geringeren Erlösqualität und durch Belastungen aus einer Terminal-Reorganisation im Segment Container verringerte sich das Betriebsergebnis EBIT um 22,6 Prozent auf 34,0 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet die HHLA nicht zuletzt aufgrund der Neuausrichtung ihrer Intermodalaktivitäten jedoch mit einem EBIT von mindestens 200 Mio. Euro und einem Konzernumsatz von 1,1 Mrd. Euro.

„Wir sind mit einem unbefriedigenden Betriebsergebnis in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Ursache hierfür waren vor allem eine Reihe von Faktoren, die das Ergebnis im Segment Container belastet haben. Wir bleiben aber zuversichtlich, im Lauf des Jahres unsere operative Rentabilität zu steigern und ein Betriebsergebnis von mindestens 200 Millionen Euro zu erreichen. Dazu wird die Neuausrichtung unserer Intermodalaktivitäten maßgeblich beitragen“, sagte der HHLA-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Peters anlässlich der Vorlage des HHLA-Zwischenberichts für Januar bis März 2012.

Umschlagwachstum der HHLA Container Terminals

Mit einer Zunahme um 4,7 Prozent auf 1,7 Millionen Standardcontainer (TEU) haben die HHLA Container Terminals in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Damit hat die HHLA ihre Position gegenüber den großen Wettbewerbshäfen Rotterdam (Umschlagrückgang um 3,8 Prozent) und Antwerpen (Umschlagwachstum von 0,7 Prozent) weiter gestärkt. Die Gesellschaften für den Containertransport im europäischen Hinterland der Seehäfen konnten im ersten Quartal 2012 das hohe Niveau des Vorjahres mit einem Transportaufkommen von 454 Tausend TEU behaupten. Umsatz und Ergebnis konnten diesen Trends jedoch nicht folgen. So ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 1,0 Prozent auf 286,8 Millionen Euro zurück. Ursache hierfür war neben dem Umsatzrückgang im Segment Container eine Änderung der Konsolidierungsmethode bei den Gesellschaften der Fruchtlogistik, durch die ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag im Umsatz entfiel. Für den Rückgang des Betriebsergebnisses EBIT um 22,6 Prozent auf 34,0 Mio. Euro zeichnen Belastungen aus dem Segment Container verantwortlich. Die Segmente Intermodal und Logistik konnten ihr Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich jeweils deutlich verbessern.

Verschiedene Faktoren belasten das Segment Container

Der starke EBIT-Rückgang des Segments Container um 29,2 Prozent bzw. 11,8 Mio. Euro auf 28,7 Mio. Euro im ersten Quartal 2012 geht auf mehrere Faktoren zurück:

  • den höheren Anteil von ertragsschwachen europäischen Zubringerverkehren (Feeder) im Umschlagmix,
  • den Rückgang der Lagergelderlöse gegenüber dem Vorjahresquartal 2011, in dem die lange Eisperiode in der Ostsee zu einem Containerstau in Hamburg geführt hatte,
  • die Verzögerung der Elbvertiefung, die erhebliche Zusatzkosten bei der Schiffsabfertigung zur Folge hat, sowie
  • die hohen temporären Zusatzkosten am HHLA Container Terminal Burchardkai, dessen Neustrukturierung und Systemumstellung der Terminalsteuerung, bei der erstmals größere Teile der Anlage teilautomatisch arbeiten, bei laufendem Betrieb 2012 in die entscheidende Phase tritt.

Neuausrichtung der Transportgesellschaften

Für eine Verbesserung der Ergebnisqualität der HHLA wird die Ende April 2012 bekannt gegebene Entflechtung der Gesellschafteranteile zwischen Deutscher Bahn (DB) und HHLA sorgen. Sobald die zuständigen Kartellbehörden zugestimmt haben, wird die HHLA die Anteile der DB an den Intermodalgesellschaften Polzug (33,3 Prozent) und Metrans (35 Prozent) übernehmen. Im Gegenzug geht die bisherige 50-Prozent-Beteiligung der HHLA an der TFG Transfracht auf die DB über. Nach der Realisierung der Transaktionen wird die HHLA 86,5 Prozent an der Metrans und inklusive einer Kapitalerhöhung 74,5 Prozent an der Polzug Intermodal halten, die DB Mobility Logistics AG 100 Prozent an der TFG Transfracht. Die Neuausrichtung ermöglicht es, die Container¬transporte der HHLA im europäischen Hinterland jetzt verstärkt mit eigenen Produktionsmitteln noch konsequenter am Anforderungsprofil der maritimen Logistik zu orientieren.

Ausblick auf das Ergebnis im Gesamtjahr 2012

Für das Gesamtjahr 2012 strebt die HHLA angesichts der Strukturveränderungen infolge der Neuausrichtung ihrer Intermodalaktivitäten sowie der veränderten Konsolidierung bei den Gesellschaften der Fruchtlogistik jetzt einen Konzernumsatz von 1,1 Mrd. Euro sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) auf Konzernebene von mindestens 200 Mio. Euro an. Gegenüber den Vorjahreswerten entspricht dies einem annähernd vergleichbaren Betriebsergebnis auf einer verringerten Umsatzbasis und damit einer Steigerung der operativen Profitabilität.

Entwicklung wichtiger Konzernzahlen im Überblick (Januar bis März 2012)

  • Die Umsatzerlöse verringerten sich bei veränderter Konsolidierung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,0 % auf 286,8 Mio. Euro.
  • Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 64,0 Mio. Euro um 14,7 % unter dem Vorjahreswert.
  • Das Betriebsergebnis (EBIT) ging im Vorjahresvergleich um 22,6 % auf 34,0 Mio. Euro zurück.
  • Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter verringerte sich um 40,8 % auf 9,7 Mio. Euro, da die Belastungen aus der laufenden Terminal-Reorganisation eine Gesellschaft im Alleinbesitz der HHLA und damit nicht die Ergebnisanteile der Minderheits¬gesellschafter betrifft.

Der Umsatz im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik, dem Kerngeschäft der HHLA, lag im Zeitraum Januar bis März 2012 mit 280,2 Mio. Euro um 1,2 % unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Teilkonzerns ging um 22,6 % auf 31,5 Mio. Euro zurück. Der Teilkonzern Hafenlogistik hat damit 98 % des Konzernumsatzes und 93 % des Konzern-EBIT erwirtschaftet.

Über die HHLA

Die Hamburger Hafen und Logistik AG ist ein führender Hafenlogistiker in Europa. Mit ihren Segmenten Container, Intermodal und Logistik ist die HHLA vertikal entlang der Transportkette aufgestellt. Effiziente Containerterminals, leistungsstarke Transportsysteme und umfassende Logistikdienstleistungen bilden ein komplettes Netzwerk zwischen Überseehafen und europäischem Hinterland.

 

Verantwortlich für den Inhalt:Florian Marten, Leiter Unternehmenskommunikation; Tel. +49-(0)40-3088-3503, Mark Krümpel, Pressesprecher; Tel. +49-(0)40-3088-3521

 

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Der Hamburger Hafen bleibt auch im ersten Quartal 2012 weiter auf Wachstumskurs

Der Hamburger Hafen erreicht in den ersten drei Monaten 2012 einen Gesamtumschlag von 32,6 Millionen Tonnen (+ 3,8 Prozent). Der im Universalhafen Hamburg dominierende Containerumschlag kommt mit einem Umschlagergebnis von 2,2 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf ein Plus von 5,2 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2011. Gegenüber den Westhäfen konnte Hamburg damit in den ersten drei Monaten des Jahres im Containerverkehr weitere Marktanteile gewinnen und seine Position als nordeuropäischer Hub für den Containerverkehr ausbauen: Rotterdam erzielte ein Minus von 3,9 Prozent, Antwerpen erreichte eine vergleichsweise geringe Steigerung von 0,7 Prozent.

Der gesamte Seegüterumschlag in Deutschlands größtem Universalhafen erreichte im ersten Quartal 2012 ein Volumen von 32,6 Millionen Tonnen (+ 3,8 Prozent). Vor allem im Stückgutumschlag zeigte sich der Hamburger Hafen stark und konnte trotz Rückgängen im Massengutbereich ein positives Umschlagergebnis erzielen.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 legte der Hamburger Hafen im Stückgutumschlag um 7,9 Prozent auf 23,1 Millionen Tonnen zu. Das Wachstum wurde vor allem durch die sehr gute Exportentwicklung von containerisiertem Stückgut getragen. Hier kommt der Hamburger Hafen in den ersten drei Monaten des Jahres auf eine Ausfuhrmenge von 11,4 Millionen Tonnen, was eine Steigerung von 11,1 Prozent bedeutet. Gleichzeitig zeigte sich Europas zweitgrößter Containerhafen auch im Import von containerisiertem Stückgut stark: Mit einem Importvolumen von 11,2 Millionen Tonnen erreichte Hamburg ein Wachstum von 5,5 Prozent.

„Wir freuen uns, dass der Hamburger Hafen mit einem Plus von 5,2 Prozent im Containerumschlag im ersten Quartal deutlich über dem durchschnittlichen Zuwachs von 2,4 Prozent der vier großen Nordrange Häfen liegt“, kommentiert Hafen Hamburg Marketing Vorstandsvorsitzende Claudia Roller: „Das gute Ergebnis in diesem Segment ist ausschlaggebend für das Gesamtwachstum im Hamburger Hafen im ersten Quartal 2012. Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Umschlagzahlen.“

„Wir sind weiter auf einem sehr guten Weg und haben deutlich Marktanteile gewonnen. Das spricht für die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens“, so HPA-Geschäftsführer Jens Meier: „Beim Containerumschlag und den Marktanteilen in der Nordrange liegt der Hamburger Hafen sogar über den Prognosen aus der Potentialanalyse von ISL aus dem Jahr 2010.“

Im seeseitigen Containerverkehr mit Asien wurden im ersten Quartal 2012 insgesamt 1,2 Millionen TEU (- 5,0 Prozent) umgeschlagen. Die Marketingorganisation des Hamburger Hafens geht davon aus, dass die Entwicklung der Containermengen im Asienverkehr vor allem durch Kapazitätsreduzierungen und durch die Einstellung von Liniendiensten seit Anfang des Jahres beeinflusst wurde. „Die Rückgänge im Asienverkehr sind eine Momentaufnahme, die den Umstrukturierungen verschiedener Liniendienste geschuldet sind. Im Laufe des ersten Halbjahres erwarten wir aber wieder neue Fernost-Containerliniendienste im Hamburger Hafen“, so Claudia Roller.

Die Entwicklung im Containerumschlag mit der Ostseeregion ist im ersten Quartal 2012 sehr positiv verlaufen. Steigerungen wurden auch im Europa- und Amerikaverkehr erzielt. Der Containerverkehr mit dem Ostseeraum erreichte demnach eine deutliche Steigerung von 19,6 Prozent und kommt auf 531.000 TEU. Der Hamburger Hafen als östlichster Seehafen in der Nordrange ist die bedeutendste Drehscheibe für den Außenhandel in die Ostseeregion: Ein Großteil der ausgetauschten Güter zwischen den nord- und osteuropäischen Ländern und Übersee wird im Transhipmentverkehr per Feederschiff über den Hamburger Hafen abgewickelt. Russland und Finnland sind in der Ostseeregion die bedeutendsten Handelspartner im seeseitigen Containerverkehr des Hamburger Hafens. Hamburg bietet in Nordeuropa mit rund 151 Abfahrten pro Woche unverändert das dichteste Netz an Feederverbindungen in den gesamten Ostseeraum. Hinzu kommen neue Feederdienste nach England und die skandinavischen Staaten, die mit 41.000 TEU (+ 37,6 Prozent) und 232.000 TEU (+ 8,1 Prozent) für ein deutliches Plus sorgten. Insgesamt sind die Europa-Containerverkehre des Hamburger Hafens im ersten Quartal mit 694.000 TEU um 18,4 Prozent gewachsen.

Das gesamte Fahrtgebiet Amerika erzielte in den ersten drei Monaten mit 279.000 TEU ein deutliches Plus von 33,3 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren vor allem neue und erweiterte Liniendienste von Kanada, über die USA bis nach Südamerika, die dem Hamburger Hafen ein Wachstum im Containerumschlag einbrachten. Die Container-Fahrtgebiete Afrika und Australien/Pazifik lagen im ersten Quartal mit 55.000 TEU (- 6,2 Prozent) und 8.000 TEU (- 9,7 Prozent) im Minus.

Der Massengutumschlag lag im ersten Quartal 2012 mit insgesamt 9,5 Millionen Tonnen (- 4,8 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis. Während sich der Greifergut-Umschlag in den ersten drei Monaten 2012 gegenüber 2011 um 5,0 Prozent auf 4,8 Millionen Tonnen verbesserte, verzeichnete der Umschlag von Flüssiggut und Sauggut einen Rückgang. Beim Umschlag von Greifergut zeigte sich der Hamburger Hafen vor allem im Import von Erzen stark und erzielte ein deutliches Plus von 27 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen. Der Umschlag von Flüssiggütern verbucht im ersten Quartal mit 3,1 Millionen Tonnen ein Minus von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rückgänge beim Rohölimport und Rückgänge beim Export und Import von Mineralölprodukten konnten durch das Plus von 11,9 Prozent beim Umschlag von anderen Flüssigladungen auf der Importseite nicht ausgeglichen werden. Der Sauggutumschlag blieb im ersten Quartal 2012 mit 1,5 Millionen Tonnen um 9,7 Prozent unter der vergleichbaren Vorjahresmarke. Ursache hierfür war vor allem die reduzierte Einfuhr von Getreide und Ölfrüchten, die einen Rückgang der gesamten Importmenge beim Sauggut um 10,4 Prozent auf 877.000 Tonnen zufolge hatte. Die restlichen Sauggutprodukte, überwiegend Futtermittel, indes kamen mit einem Wachstum von 33 Prozent auf ein äußerst positives Ergebnis, konnten mit einer Umschlagmenge von 60.000 Tonnen den reduzierten Import von Getreide und Ölfrüchten jedoch nicht auffangen. Der Export von Getreide und restlichem Sauggut brachte in den ersten drei Monaten ein Minus von 8,7 Prozent und erreichte 637.000 Tonnen.

Beim nicht-containerisiertem Stückgut wurde mit 528.000 Tonnen das Vorjahresergebnis um 6,1 Prozent unterschritten. Eine Ursache ist der Rückgang im Import konventionell verladener Südfrüchte (- 39,7 Prozent) auf 74.000 Tonnen. Diese Entwicklung ist der fortschreitenden Containerisierung im Stückgutumschlag im Hamburger Hafen geschuldet: Ein Großteil der in Hamburg abgefertigten Südfrüchte erreicht den Hafen heutzutage im Kühlcontainer. Für eine positive Entwicklung im konventionellen Stückgutbereich sorgte vor allem der Export von Fahrzeugen: Mit einer Umschlagmenge von 133.000 Tonnen ist dieser Bereich deutlich um 21 Prozent angestiegen. Auch beim Umschlag von Schwergut und Projektladung ist der Hamburger Hafen im ersten Quartal 2012 mit 142.000 Tonnen im Export (+ 21,8 Prozent) und 38.000 Tonnen im Import (+ 13,6 Prozent) weiter auf Wachstumskurs.

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Anbindung ans transeuropäische Netz wird zum kritischen Wettbewerbsfaktor für Hamburg

• Entfernungen und Transportvolumen innerhalb der EU wachsen

• Neue Wachstumsregionen erfordern Anpassungen bei Trassen und Kapazitäten

• EU-Leitlinien könnten Hamburgs Wettbewerbsposition schwächen

Die logistische Anbindung an das transeuropäische Transportnetz (TEN-T) wird in den kommenden Jahren zum kritischen Wettbewerbsfaktor für den Logistikstandort Hamburg. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Handelswege der Zukunft“, die das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) im Auftrag der Hamburger Sparkasse erstellt hat. „Die geplanten Korridore durch Europa werden die Wettbewerbsposition Hamburgs maßgeblich beeinflussen“, unterstreicht HWWI-Direktor Prof. Thomas Straubhaar. „Hamburg wird zwar von einigen TEN-T-Projekten wie der Fehmarnbelt-Querung direkt profitieren. Es gibt aber konkurrierende Hafenstandorte, die in den Planungen noch besser berücksichtigt sind und somit Wettbewerbsvorteile einstreichen“, so Straubhaar. „Politik und Wirtschaft sind gut beraten, die verbleibenden strategischen Handlungsspielräume bestmöglich auszuschöpfen“.

Das HWWI geht davon aus, dass sich die innereuropäischen Handelsbeziehungen mit zunehmender Harmonisierung noch weiter intensivieren. Bereits heute verbleiben 71% aller europäischen Exporte auf dem Kontinent. Die Wachstumszonen konzentrieren sich bisher vor allem auf die Küstenregionen Westeuropas. Durch eine verbesserte Erreichbarkeit, Bevölkerungsverdichtung und hohe Wachstumsraten werden aber die Ballungsräume in Osteuropa an wirtschaftlicher Relevanz gewinnen. Damit verlängern sich die Verbindungen zwischen den Wachstumsregionen und den Häfen der Le Havre-Hamburg-Range. Der Druck auf die Hinterlandanbindungen steigt.

Als prosperierende Wirtschaftregion, wichtigster Eisenbahnhafen Europas und Umschlagsplatz für den Intercontinentalverkehr hat Hamburg zwar eine gute Ausgangsposition, dennoch sieht das HWWI den zügigen Ausbau der Hinterlandanbindungen als wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre. „Die Anbindung an die osteuropäischen Wachstumsregionen wird zum kritischen Erfolgsfaktor für die Westeuropäischen Häfen – im Wettbewerb untereinander aber auch in Konkurrenz zu den Häfen in Südeuropa und dem Baltikum“, so Straubhaar. „Projekte wie die Y-Bahntrasse in Niedersachen, der Ausbau der Mittel- und Oberelbe oder die Autobahnprojekte A26 und A39 haben mindestens die gleiche Dringlichkeitsstufe wie die Elbvertiefung.“

Die im Oktober 2011 von der EU-Kommission vorgestellten neuen Leitlinien für die Verkehrsentwicklung innerhalb Europas fokussieren auf ein Kernnetz mit zehn Korridoren, von denen sechs das Bundesgebiet durchlaufen. Hamburg berühren die Achsen Helsinki-Malta und Hamburg/Rostock-Schwarzes Meer. Bis 2020 will die Kommission 31,7 Mrd. Euro für den TEN-Ausbau bereit stellen, wovon rund 80 Prozent in das Kernnetz fließen sollen. Im TEN-Kernnetz befinden sich rund 80 europäische Häfen, deren Standortbedingungen durch die geplanten Investitionen neu definiert werden.

Der Wettbewerb des Hamburger Hafens mit den belgischen und niederländischen Häfen wird durch die Binnenwasserachse Rhein/Meuse-Main-Donau verschärft, welche Rotterdam und Antwerpen einen effizienteren Zugang nach Zentral- und Osteuropa bis zum Schwarzen Meer verschafft. Die Seine-Schelde-Wasserstraße und die Bahnachse Lyon/Genf-Basel-Duisburg-Rotterdam/Antwerpen verbessert zudem den Zugang zum Absatzmarkt Deutschland. Die polnischen Hafenstandorte Danzig und Gdynia profitieren von der Bahnachse durch Polen und Tschechien nach Wien. „Während die Standorte der Konkurrenzhäfen Hamburgs unmittelbar durch neue TEN-T-Verbindungen profitieren, lässt das TEN-T-Kernnetz Norddeutschland – von der Fehmarnbelt-Querung abgesehen – aus. Dabei wäre vor allem eine effiziente Verbindung Hamburgs nach Polen im Wettbewerb von großer Bedeutung, damit deutsche Unternehmen die polnischen Absatzmärkte noch besser erschließen können“, so Straubhaar.

Auch im Haspa-Kompetenz-Center Hafen/Logistik beobachtet man die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit: „Bis die Elbe vertieft und die Kaianlagen ausgebaut sind, ist im nahen und weiteren Hinterland noch jede Menge zu tun“, unterstreicht Andreas Mansfeld, Bereichsleiter Unternehmenskunden der Hamburger Sparkasse. „Gerade unsere mittelständischen Logistikkunden brauchen reibungslose Verkehrsströme in der Metropolregion, um erfolgreich am Standort arbeiten und von den internationalen Wachstumsimpulsen profitieren zu können.“

 Quelle: HWWI

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