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Filmfestspiele Cannes: "Auch Geld ist ein Stimulans"

Ulrich Seidl zeigt in Cannes seinen Film “Paradies: Liebe” über Sextouristinnen in Afrika. Im Interview erzählt der Regisseur, wie er die intimen Bilder einfangen konnte.

Szene aus Paradies: Liebe

Szene aus “Paradies: Liebe”

ZEIT ONLINE: In Ihrem Film Paradies: Liebe geht es um Sextouristinnen, die sich am Strand von Kenia gegen Geld einen schwarzen Beachboy fürs Bett suchen. Die Frauen im Film sind Schauspielerinnen, die schwarzen Männer aber keine Schauspieler. Wie haben Sie die von Ihrem Projekt überzeugt?

Ulrich Seidl: Ich arbeite mit einer langen Vorbereitungszeit. Zwei Jahre vor Drehbeginn habe ich begonnen, Beachboys und deren Lebensumstände kennenzulernen. Ich habe mit ihnen Zeit verbracht, bin mit ihnen in ihr Dorf gefahren, habe ihre Eltern und ihre Frauen kennengelernt. Ich wollte wissen, wie ihr Alltag funktioniert und wie diese Männer denken. Vieles von diesen Recherchen ist dann ins Drehbuch eingeflossen.

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Ich habe zum Beispiel Paare aus Sugarmammas – so werden die weißen Sextouristinnen genannt – und Schwarzen kennengelernt und dabei gesehen, dass die weiße Frau den schwarzen Mann immer wie ein kleines Kind bevormundet. Dauernd sagt sie: “So musst du das machen.” Und: “So ist’s schon besser.” Diese Erfahrung ist später eingeflossen in die Bettszene, in der Teresa Munga erklärt, wie er sie anfassen soll.

ZEIT ONLINE: Eine Szene ist besonders frappierend: Da bekommt Teresa von drei anderen Touristinnen einen Beachboy zum Geburtstag geschenkt und er tanzt für die Frauen – nackt. Irgendwann binden sie dem Mann gar ein pinkfarbenes Schleifchen um sein Geschlecht. Wie bringt man seine Darsteller dazu, eine solche Szene zu spielen?

Seidl: Indem man sie lange darauf vorbereitet. Nicht auf die Szene, sondern auf die Intention des Films. Wir haben ihnen auch Arbeiten von mir gezeigt. Danach weiß man, dass es ans Eingemachte gehen wird.

ZEIT ONLINE: Ist es eine Art Verblendung, dass die Frauen nicht gleich erkennen, dass es den Männern nur ums Geld geht?

Seidl: Sie wissen, dass man zahlen muss, aber sie sind damit vorerst einverstanden. Es ist nicht so eine direkte Prostitution, wie das bei Männern der Fall ist. Den Frauen geht es zunächst ums Verliebtsein: Man lernt sich kennen, man trifft sich, geht am Strand spazieren. Dabei spielt Geld erst einmal keine Rolle. Und irgendwann geht man vielleicht miteinander ins Bett und noch später heißt es: “Meine Mutter ist krank und die Schwester liegt im Spital.” Dann werden die Forderungen immer größer.

ZEIT ONLINE: Sie zeigen die Entwicklung Teresas von einer beinahe romantischen Urlaubsflirterin hin zur postkolonialistischen Sexkundin. Als ob sie mit ihren Kleidern auch ihre Zivilisiertheit nach und nach ablegte. In ihrer letzten Begegnung mit einem schwarzen Mann verzichtet sie schließlich auf jede gespielte Zuwendung und äußert ihre sexuellen Wünsche direkt.

Seidl: Ja, sie verroht und denkt sich jetzt ebenfalls: Wenn mir die Ware nicht passt, schick ich sie zurück.

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    • cvnde
    • 20.05.2012 um
      22:22 Uhr

    und dann fallen sie auf die Nase, werden augenommen und landen beim Sozialamt.

    Aber es ist der “Status” der B’wana…

  1. Irgendwie drängt sich hier der Verdacht auf, daß auf einmal zwischen guten (weiblichen) und bösen (männlichen) Sextouristen und Prostituierten unterschieden und mal wieder das gängige Vorurteil: Frauen wollen liebe, Männer wollen Sex bedient wird.

    @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

    @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

  2. @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

    “Seidl: O, sehr ausgeprägt. Es gibt ein dickes Buch für Sextouristinnen über die weltweiten Hot Spots…
    ZEIT ONLINE: Interessant. Gibt es das auch für Männer?
    Seidl: Kiloweise! Kistenweise!”

    EIN dickes Buch für Sextouristinnen weltweit – und KILOWEISE – KISTENWEISE Bücher für Männer!

    Frage an den Filmemacher Herrn Seidl: Wieso haben Sie dann nicht zuerst einen Film über männliche Sextouristen in Osteuropa, Thailand, Singapur und auf den Philippinen usw. gemacht und dann den weiblichen Sextourismus als marginalen Untertitel mit eingebaut?
    Sie haben nichts von Zuhältern der Beachboys erzählt – sie scheinen es also freiwillig zu machen und es hebt auch – paradoxerweise – ihren Status- während die weiblichen Armutsprostituierten in Südostasien, Osteuropa und deutschen Flatrate-Bordellen(!) vielfach in grausamen Zuhälterringen versklavt werden und gesellschaftlich ganz unten stehen, wie Lydia Cacho in “Sklaverei” beschreibt.
    Wieso prangern Sie die “Verrohung” der “freienden” Frauen an? Natürlich ist das, was sie tun, zu kritisieren und kann als Neokolonialismus benannta werden. Nur: Ist es nicht viel verrohter, was männliche Sextouristen seit JAHRZEHNTEN (!) (eigentlich: was Männer seit Jahrhunderten!) mit Prostituierten machen? Da ist nämlich gar kein Gefühl und Gewissen mehr dabei! Sie messen mit zweierlei Maß, Herr Seidl!

    “Seidl: O, sehr ausgeprägt. Es gibt ein dickes Buch für Sextouristinnen über die weltweiten Hot Spots…
    ZEIT ONLINE: Interessant. Gibt es das auch für Männer?
    Seidl: Kiloweise! Kistenweise!”

    EIN dickes Buch für Sextouristinnen weltweit – und KILOWEISE – KISTENWEISE Bücher für Männer!

    Frage an den Filmemacher Herrn Seidl: Wieso haben Sie dann nicht zuerst einen Film über männliche Sextouristen in Osteuropa, Thailand, Singapur und auf den Philippinen usw. gemacht und dann den weiblichen Sextourismus als marginalen Untertitel mit eingebaut?
    Sie haben nichts von Zuhältern der Beachboys erzählt – sie scheinen es also freiwillig zu machen und es hebt auch – paradoxerweise – ihren Status- während die weiblichen Armutsprostituierten in Südostasien, Osteuropa und deutschen Flatrate-Bordellen(!) vielfach in grausamen Zuhälterringen versklavt werden und gesellschaftlich ganz unten stehen, wie Lydia Cacho in “Sklaverei” beschreibt.
    Wieso prangern Sie die “Verrohung” der “freienden” Frauen an? Natürlich ist das, was sie tun, zu kritisieren und kann als Neokolonialismus benannta werden. Nur: Ist es nicht viel verrohter, was männliche Sextouristen seit JAHRZEHNTEN (!) (eigentlich: was Männer seit Jahrhunderten!) mit Prostituierten machen? Da ist nämlich gar kein Gefühl und Gewissen mehr dabei! Sie messen mit zweierlei Maß, Herr Seidl!

  3. ZEIT ONLINE: “Interessant. Gibt es das auch für Männer?”

    Niedlich, sehr niedlich die Frage….!

  4. Sehr erhellend. Ich wusste gar nicht, dass sowas existiert. Generell nicht und das man sich damit bei Zeit-Online beschäftigt. Aber ich bin positiv überrascht.

  5. Es handelt sich um Entwicklungshilfe.

    Und dafür werden die Frauen auch noch emotional von den Loverboys betrogen.

    Das hier teilweise in Richtung von Prostitution überhaupt nur gedacht wird, das zeigt nur, dass wenn wir die menschliche Gesellschaft wollen, wir noch viel männliches zu überwinden haben.

  6. whow. satire ohne smilie. mutig.

  7. Was mich berührt, am Film, dessen Trailer ich sah, und bei den vielen Rezensionen im Netz, dass die gemütliche, runde Frau,die im Mittelpunkt steht, als sexuell so derartig unattraktiv beschrieben und angesehen wird.
    Mir gefällt die Schauspielerin, mir gefällt auch die Film-Frau, die durchaus eine erotische Ausstrahlung hat, wenn auch sicher nicht gerade für 20jährige Jungs.

    In einer Rezension hieß es, sie müsse die “ultimative Demütigung” erleben, als ihr Lover “keinen hochkriegt”.
    Als wenn sowas nicht ständig vorkommt und als wenn es nicht auch andere Spielartes des Sexes gäbe.

    Vielleicht empfindet die Frau im Film es als “ultimative Demütigung”, aber das ist was anderes, als wenn es von außen so beurteilt wird.

    Klar – Sextouristinnen reden sich die Loverboy-Affaire sicher allermeistens schön. Und das muss man wohl auch, wenn man nicht wirklich der Meinung ist, man dürfe sich problemlos Sex einkaufen, weil man in der stärkeren Position ist.
    Wie die alten Männer es wohl machen, die sich in Thailand Kindfrauen kaufen?

    Jedenfalls: Ich empfinde die meisten Rezensionen als ziemlich verächtlich allgemein in Bezug auf ältere, mollige Frauen, und ich bin sehr neugierig darauf, ob der Film das zu verantworten hat oder diejenigen, die die Rezensionen schreiben.

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Filmfestspiele Cannes: "Auch Geld ist ein Stimulans"

Ulrich Seidl zeigt in Cannes seinen Film “Paradies: Liebe” über Sextouristinnen in Afrika. Im Interview erzählt der Regisseur, wie er die intimen Bilder einfangen konnte.

Szene aus Paradies: Liebe

Szene aus “Paradies: Liebe”

ZEIT ONLINE: In Ihrem Film Paradies: Liebe geht es um Sextouristinnen, die sich am Strand von Kenia gegen Geld einen schwarzen Beachboy fürs Bett suchen. Die Frauen im Film sind Schauspielerinnen, die schwarzen Männer aber keine Schauspieler. Wie haben Sie die von Ihrem Projekt überzeugt?

Ulrich Seidl: Ich arbeite mit einer langen Vorbereitungszeit. Zwei Jahre vor Drehbeginn habe ich begonnen, Beachboys und deren Lebensumstände kennenzulernen. Ich habe mit ihnen Zeit verbracht, bin mit ihnen in ihr Dorf gefahren, habe ihre Eltern und ihre Frauen kennengelernt. Ich wollte wissen, wie ihr Alltag funktioniert und wie diese Männer denken. Vieles von diesen Recherchen ist dann ins Drehbuch eingeflossen.

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Ich habe zum Beispiel Paare aus Sugarmammas – so werden die weißen Sextouristinnen genannt – und Schwarzen kennengelernt und dabei gesehen, dass die weiße Frau den schwarzen Mann immer wie ein kleines Kind bevormundet. Dauernd sagt sie: “So musst du das machen.” Und: “So ist’s schon besser.” Diese Erfahrung ist später eingeflossen in die Bettszene, in der Teresa Munga erklärt, wie er sie anfassen soll.

ZEIT ONLINE: Eine Szene ist besonders frappierend: Da bekommt Teresa von drei anderen Touristinnen einen Beachboy zum Geburtstag geschenkt und er tanzt für die Frauen – nackt. Irgendwann binden sie dem Mann gar ein pinkfarbenes Schleifchen um sein Geschlecht. Wie bringt man seine Darsteller dazu, eine solche Szene zu spielen?

Seidl: Indem man sie lange darauf vorbereitet. Nicht auf die Szene, sondern auf die Intention des Films. Wir haben ihnen auch Arbeiten von mir gezeigt. Danach weiß man, dass es ans Eingemachte gehen wird.

ZEIT ONLINE: Ist es eine Art Verblendung, dass die Frauen nicht gleich erkennen, dass es den Männern nur ums Geld geht?

Seidl: Sie wissen, dass man zahlen muss, aber sie sind damit vorerst einverstanden. Es ist nicht so eine direkte Prostitution, wie das bei Männern der Fall ist. Den Frauen geht es zunächst ums Verliebtsein: Man lernt sich kennen, man trifft sich, geht am Strand spazieren. Dabei spielt Geld erst einmal keine Rolle. Und irgendwann geht man vielleicht miteinander ins Bett und noch später heißt es: “Meine Mutter ist krank und die Schwester liegt im Spital.” Dann werden die Forderungen immer größer.

ZEIT ONLINE: Sie zeigen die Entwicklung Teresas von einer beinahe romantischen Urlaubsflirterin hin zur postkolonialistischen Sexkundin. Als ob sie mit ihren Kleidern auch ihre Zivilisiertheit nach und nach ablegte. In ihrer letzten Begegnung mit einem schwarzen Mann verzichtet sie schließlich auf jede gespielte Zuwendung und äußert ihre sexuellen Wünsche direkt.

Seidl: Ja, sie verroht und denkt sich jetzt ebenfalls: Wenn mir die Ware nicht passt, schick ich sie zurück.

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      22:22 Uhr

    und dann fallen sie auf die Nase, werden augenommen und landen beim Sozialamt.

    Aber es ist der “Status” der B’wana…

  1. Irgendwie drängt sich hier der Verdacht auf, daß auf einmal zwischen guten (weiblichen) und bösen (männlichen) Sextouristen und Prostituierten unterschieden und mal wieder das gängige Vorurteil: Frauen wollen liebe, Männer wollen Sex bedient wird.

    @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

    @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

  2. @ HiTechHobo

    Finden Sie wirklich? Der Artikel stellt vielleicht die Hypothese auf, dass männliche Sextouristen nur Sex ohne viel emotionales Beiwerk kaufen, während ihre weiblichen Pendants für die Illusion einer Beziehung plus Sex bezahlen. Warum sollte der Handel mit Emotionen moralisch weniger verwerflich sein als der mit Sex?
    Ich hatte eher den Eindruck, dass der weibliche Sextoursimus als verlogener als der männliche dargestellt wird.

    “Seidl: O, sehr ausgeprägt. Es gibt ein dickes Buch für Sextouristinnen über die weltweiten Hot Spots…
    ZEIT ONLINE: Interessant. Gibt es das auch für Männer?
    Seidl: Kiloweise! Kistenweise!”

    EIN dickes Buch für Sextouristinnen weltweit – und KILOWEISE – KISTENWEISE Bücher für Männer!

    Frage an den Filmemacher Herrn Seidl: Wieso haben Sie dann nicht zuerst einen Film über männliche Sextouristen in Osteuropa, Thailand, Singapur und auf den Philippinen usw. gemacht und dann den weiblichen Sextourismus als marginalen Untertitel mit eingebaut?
    Sie haben nichts von Zuhältern der Beachboys erzählt – sie scheinen es also freiwillig zu machen und es hebt auch – paradoxerweise – ihren Status- während die weiblichen Armutsprostituierten in Südostasien, Osteuropa und deutschen Flatrate-Bordellen(!) vielfach in grausamen Zuhälterringen versklavt werden und gesellschaftlich ganz unten stehen, wie Lydia Cacho in “Sklaverei” beschreibt.
    Wieso prangern Sie die “Verrohung” der “freienden” Frauen an? Natürlich ist das, was sie tun, zu kritisieren und kann als Neokolonialismus benannta werden. Nur: Ist es nicht viel verrohter, was männliche Sextouristen seit JAHRZEHNTEN (!) (eigentlich: was Männer seit Jahrhunderten!) mit Prostituierten machen? Da ist nämlich gar kein Gefühl und Gewissen mehr dabei! Sie messen mit zweierlei Maß, Herr Seidl!

    “Seidl: O, sehr ausgeprägt. Es gibt ein dickes Buch für Sextouristinnen über die weltweiten Hot Spots…
    ZEIT ONLINE: Interessant. Gibt es das auch für Männer?
    Seidl: Kiloweise! Kistenweise!”

    EIN dickes Buch für Sextouristinnen weltweit – und KILOWEISE – KISTENWEISE Bücher für Männer!

    Frage an den Filmemacher Herrn Seidl: Wieso haben Sie dann nicht zuerst einen Film über männliche Sextouristen in Osteuropa, Thailand, Singapur und auf den Philippinen usw. gemacht und dann den weiblichen Sextourismus als marginalen Untertitel mit eingebaut?
    Sie haben nichts von Zuhältern der Beachboys erzählt – sie scheinen es also freiwillig zu machen und es hebt auch – paradoxerweise – ihren Status- während die weiblichen Armutsprostituierten in Südostasien, Osteuropa und deutschen Flatrate-Bordellen(!) vielfach in grausamen Zuhälterringen versklavt werden und gesellschaftlich ganz unten stehen, wie Lydia Cacho in “Sklaverei” beschreibt.
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  3. ZEIT ONLINE: “Interessant. Gibt es das auch für Männer?”

    Niedlich, sehr niedlich die Frage….!

  4. Sehr erhellend. Ich wusste gar nicht, dass sowas existiert. Generell nicht und das man sich damit bei Zeit-Online beschäftigt. Aber ich bin positiv überrascht.

  5. Es handelt sich um Entwicklungshilfe.

    Und dafür werden die Frauen auch noch emotional von den Loverboys betrogen.

    Das hier teilweise in Richtung von Prostitution überhaupt nur gedacht wird, das zeigt nur, dass wenn wir die menschliche Gesellschaft wollen, wir noch viel männliches zu überwinden haben.

  6. whow. satire ohne smilie. mutig.

  7. Was mich berührt, am Film, dessen Trailer ich sah, und bei den vielen Rezensionen im Netz, dass die gemütliche, runde Frau,die im Mittelpunkt steht, als sexuell so derartig unattraktiv beschrieben und angesehen wird.
    Mir gefällt die Schauspielerin, mir gefällt auch die Film-Frau, die durchaus eine erotische Ausstrahlung hat, wenn auch sicher nicht gerade für 20jährige Jungs.

    In einer Rezension hieß es, sie müsse die “ultimative Demütigung” erleben, als ihr Lover “keinen hochkriegt”.
    Als wenn sowas nicht ständig vorkommt und als wenn es nicht auch andere Spielartes des Sexes gäbe.

    Vielleicht empfindet die Frau im Film es als “ultimative Demütigung”, aber das ist was anderes, als wenn es von außen so beurteilt wird.

    Klar – Sextouristinnen reden sich die Loverboy-Affaire sicher allermeistens schön. Und das muss man wohl auch, wenn man nicht wirklich der Meinung ist, man dürfe sich problemlos Sex einkaufen, weil man in der stärkeren Position ist.
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Dietrich Fischer-Dieskau: "Ich habe nichts getan als gesungen"

Der verstorbene Bariton Dietrich Fischer-Dieskau war einer der bedeutendsten deutschen Künstler. Vor wenigen Monaten gab er unserem Autor eines seiner letzten Interviews.

Dietrich Fischer-Dieskau im Mai 2011 in seinem Haus in Berlin

Dietrich Fischer-Dieskau im Mai 2011 in seinem Haus in Berlin

Dietrich Fischer-Dieskau war die Ikone des Liedgesangs. Sein Tod bedeutet den Untergang einer ganzen Epoche. Im vergangenen Jahr besuchte ihn Burkhard Schäfer in in seinem Haus am Starnberger See und führte – wer hätte das ahnen können – eines der letzten Interviews mit dem großen Künstler.

ZEIT ONLINE: Herr Fischer-Dieskau, was halten Sie als einflussreichster Liedinterpret von all den Aktivitäten, die das deutsche Volkslied wieder ins öffentliche Bewusstsein bringen sollen?

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Dietrich Fischer-Dieskau: Hektische Betriebsamkeit allein bringt gar nichts. All diese Aktionen sollten sich umschauen und ein Vorbild nehmen an Nationen wie Japan, Frankreich oder auch England. Dort gibt es eine große Auswahl an Volksliedschätzen, die normalerweise dann gesungen werden, wenn viele Menschen zusammenkommen. Trifft sich ein Klub oder ein Verein und wird es bei dieser Gelegenheit irgendwie musikalisch, werden dort ganz selbstverständlich auch Volkslieder gesungen.

ZEIT ONLINE: Ist die Tradition des Volksliedes in Deutschland tot?

Fischer-Dieskau: Ja. Das Volkslied lebt bei uns kaum noch im Volksmund.

ZEIT ONLINE: Liegt es vielleicht auch daran, dass dem Volkslied in Deutschland entweder der Ruch des Nationalen oder des Gesangskränzchenhaften anhaftet?

Fischer-Dieskau: Das mag sein. Dabei leidet doch noch ganz anderes Liedgut, zum Beispiel das Klavierlied als Kunstgattung. Bei großen Komponisten wie Haydn, Beethoven oder Weber finden sich wirklich lohnende Hinweise auf deren frühere Forschungsarbeit, was das Volkslied betrifft. Beethoven hat ein ganzes Jahr lang keine eigenen Kompositionen geschrieben und die Zeit dafür genutzt, mit Klaviertrios aller Nationen Volkslieder zu sammeln und wiederzugeben. Zum Teil sind da sehr schöne Lieder entstanden. Zum Teil sind sie allerdings auch nicht so wichtig.

ZEIT ONLINE: Wie beurteilen Sie die verschiedenen Versuche zeitgenössischer Komponisten, in der Gegenwartsmusik neue Liedformen zu erarbeiten?

Fischer-Dieskau: Es hat sich in der Neuzeit nicht ergeben, dass wir so überzeugende Liedproduktionen wie die aus dem vorigen Jahrhundert besitzen. Selbst Komponisten wie Aribert Reimann, der wirklich eigene Töne, eigene Formen gefunden hat, um moderne Lyrik musikalisch auszudrücken, hat damit die moderne Liedgattung nicht wieder zum Leben erweckt. Aber er weiß es auch – und die meisten, die es versucht haben, wissen es. Ich selbst habe von Aribert Reimann und anderen Komponisten sehr viele zeitgenössische Sachen uraufgeführt, aber das war eher die Befriedigung einer gewissen Neugierde und nicht, dass ich mein Bedürfnis danach stillen musste.

ZEIT ONLINE: Welche Musik haben Sie dagegen als Notwendigkeit für sich empfunden?

Fischer-Dieskau: Ich würde vielleicht sagen: Musik bis zu den Werken von Alban Berg. Seine Stücke haben Energie, Neuartigkeit im Zusammenklang mit Akkorden und sind durchaus nicht unlyrisch, wie Adorno etwa behauptet hat. Berg hatte ein kolossales Gespür für alle Musikgattungen, ob es sich nun um Konzerte handelte oder um Lieder. Lieder sind es natürlich nur wenige. Ich habe damals selber von der Familie einen Stapel von Noten erworben. Das war eine Reihe von Liedern, die der ganz junge Alban Berg zwischen 16 und 19 Jahren für seinen Bass singenden Bruder komponiert hat – die mir dann aber zum Teil überhaupt nicht erträglich waren.

ZEIT ONLINE: Haben Sie sich gern mit modernen Komponisten beschäftigt?

Fischer-Dieskau: Ich habe aus Einsatzfreude und Wagemut unendlich viele Uraufführungen gesungen. Viel mehr, als ich je gedacht habe – was ich anschließend gemerkt habe, als ich mich um die Daten kümmerte. Die meisten dieser Stücke haben nicht mal mehr eine einzige Wiederholung erlebt. Das ist natürlich traurig, aber wiederum auch realistisch.

ZEIT ONLINE: Im Laufe Ihres Lebens haben Sie auch viele Werke komplett aufgenommen. Sind Sie ein enzyklopädischer Mensch?

Fischer-Dieskau: Es gibt Zeiten, in denen die Sammelleidenschaft der Sänger – bei der Riesenanzahl an Liedern, die es gibt – zum Vorschein kommt. Um so etwas zu machen, muss man wirklich eine Art von Mixtur in sich beherbergen: Eine forschende, eine rein musikalische, eine literarisch interessierte – und man muss Dirigent sein wollen. Da gibt es eine ganze Reihe von Punkten.

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J. G. Fichte: Ich, das Absolute

Vor 250 Jahren wurde der Philosoph Johann Gottlieb Fichte geboren. Es lohnt, den riskanten Klassiker wiederzuentdecken.

Die Akte »Johann Gottlieb Fichte« kann, nachdem sie vor 250 Jahren am 19. Mai 1762 mit dessen Geburt in Rammenau eröffnet wurde, nunmehr geschlossen werden – jedenfalls dann, wenn es nach dem in Boston lehrenden Philosophiehistoriker Manfred Kühn geht. Der zu Recht viel gelobte Biograf Immanuel Kants fällt am Ende seiner neuen Studie folgenden Richterspruch: »Das Urteil der Geschichte ist eindeutig: Fichte hatte einen unheilvollen Einfluss auf die deutsche Geschichte. Allen Beschönigungsversuchen zum Trotz muss er als einer der Vorväter zum unseligen deutschen Nationalismus gelten und spielt damit auch eine Rolle in der Entstehung des Nationalsozialismus.« Bei allem Talent, das Fichte gehabt habe: Mehr als die Rolle des »Vermittlers zwischen Kant und Hegel« und eine »hervorragende Inspiration für Romantiker und Transzendentalisten« könne ihm nicht zugestanden werden. Das ist eindeutig. Aber ist es auch richtig?

Bevor man diese Frage beantwortet, sollte man auf die Fakten schauen. Fichtes Werke und Korrespondenzen umfassen in der kritischen Edition der Bayerischen Akademie der Wissenschaft 42 Bände. Zudem wurden in separaten Veröffentlichungen zeitgenössische Besprechungen und Kommentare zugänglich gemacht. Die im Verlag Frommann-Holzboog erschienenen Schriften stellen nicht nur ein Dokument herausragender Editionsphilologie dar, sondern liefern tatsächlich das erste Gesamtbild eines deutschen Klassikers im 18. und 19. Jahrhundert. Gewiss, das ist keine Totalrevision des Fichte-Bildes in der Ideengeschichte, doch damit werden erst mal die Besonderheiten seines Leben-Werk-Zusammenhanges umfassend wahrnehmbar.

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Dass dem jungen Fichte der Aufstieg aus dem Bandweber-Milieu in der Oberlausitz an die Bildungsanstalt Schulpforta gelingt, ist zunächst nichts Besonderes. Er studiert Theologie und erleidet die üblichen Qualen eines Hofmeisters, die ihn nach Leipzig, Zürich, Warschau und an andere Orte treiben. Als Fichte dann 1792 den Versuch einer Kritik aller Offenbarung anonym veröffentlicht (und man kurze Zeit Kant für den Autor hält), scheint der erste Schritt in die bürgerliche Gelehrtenexistenz getan. Im Jahr darauf heiratet er Johanne Rahn, alles scheint in geordnete Bahnen überzugehen.

Doch Fichte entwickelt früh einen merkwürdigen Eigensinn, der sich weder durch die Wechselfälle seines Lebens noch durch seinen Charakter erklären lässt. Denn wie soll man Fichtes Unterstützung der Französischen Revolution (1793), seine grundstürzende Transformation der Kantischen Vernunftkritik in der Wissenschaftslehre (1794/95) und schließlich den »Streit« über die Bedeutung von Religion und Atheismus – wie soll man all das als Werk ein und desselben Autors verstehen?

Aber das ist nur der Anfang. Mit größter Aufmerksamkeit beobachtet Fichte die Bewegungen in Literatur, Philosophie, Theologie und Staatswissenschaften und verknüpft sie mit realgeschichtlichen Umbrüchen seiner Zeit. Dabei entsteht eine Vielzahl sogenannter populärwissenschaftlicher Schriften, die sich an ein gebildetes Publikum wenden. Zudem schreibt Fichte seine Wissenschaftslehre fort, um sie 1804 letztmalig der Öffentlichkeit vorzustellen. Dabei nimmt er die Herausforderungen an, die sich durch Schellings Systementwürfe, die unter dem Stichwort »Naturphilosophie« auftraten, ergeben haben.

Damit nicht genug. Fichte machte sich daran, die beiden Sphären von »Wissenschaftslehre« und »populären« Gegenwartsanalysen miteinander zu verbinden. In einem 1807 veröffentlichten Aufsatz über Machiavelli verschob er kunstvoll seine Geschichtsphilosophie in die Richtung eines neuen Verständnisses der Beziehung zwischen Theorie und Praxis, beide bildeten fortan eine denknotwendige Einheit für ihn. Für Fichte lautete die entscheidende Frage, wie die Philosophie ihre Verantwortung gegenüber dem Einzelnen, der Gesellschaft und der Menschheit wahrnehmen und sich ihnen gegenüber rechtfertigen kann. Philosophie versteht sich für Fichte nicht von selbst. Man kann sie nicht einfach erlernen, sondern sie verdankt sich, wie bei Plato, einer »Erleuchtung«. Damit hob Fichte die Philosophie, oder wie er sagte: die »Wissenschaftslehre«, allerdings in problematische metaphysische Höhen. Er machte sie zu einem Hochrisikoprojekt, dessen mögliches Scheitern im Moment des Denkens reflektiert werden muss.

Dieses uns heute fremd erscheinende Unterfangen vollzog sich inmitten aufregender Kontroversen. Fichte stand in einer Konstellation, deren verwirrende Vielschichtigkeit uns auch heute noch Rätsel aufgibt. Zwischen Weimar, Jena, Berlin, Königsberg, Göttingen und vielen anderen Orten gehen Briefe, Traktate, Bücher hin und her; ihre Autoren schauen parallel auf das Absolute und auf Napoleon, auf das Paradox, das Fragment und auf Gott. Die Deutungskonkurrenzen entzünden sich dabei stets am Höchsten, Prinzipiellen, auch die sogenannten »Vermittler« können ihre eigenen Interessenlagen im Kampf um die Wahrheit nicht verbergen.

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Showmaster: Kurt Felix ist tot

Sein Tod wurde bis zur Beerdigung geheim gehalten: Der “Verstehen Sie Spaß?”-Moderator Kurt Felix ist gestorben. Er erlag seiner langjährigen Krebserkrankung.

Kurt Felix mit seiner Frau Paola

Kurt Felix mit seiner Frau Paola

Der Showmaster Kurt Felix starb im Alter von 71 Jahren im schweizerischen St. Gallen. Das bestätigte sein Sprecher. Felix erlag den Angaben zufolge am vergangenen Mittwoch seiner langjährigen Krebserkrankung und wurde am Samstag in St. Gallen beigesetzt. Mit der Unterhaltungsshow Verstehen Sie Spaß? hat er deutsche Fernsehgeschichte geschrieben.

Mit dem Fernsehklassiker machte Felix Filme mit der versteckten Kamera in Deutschland populär. Knapp elf Jahre lang moderierte er die Sendung in der ARD, er war damit einer der erfolgreichsten Showmaster im deutschen Fernsehen. Die Streiche mit der versteckten Kamera wurden zu seinem Markenzeichen.

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Felix hatte die Idee zu der Sendung. Er brachte sie im Januar 1981 ins deutsche Fernsehen und moderierte sie bis Dezember 1990 insgesamt 53-mal. Zunächst moderierte Felix allein, von 1983 an gemeinsam mit seiner Ehefrau, der Schweizer Sängerin Paola. 1980 hatte das Paar geheiratet.

In den vergangenen Jahren hatte sich Felix aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er kämpfte seit 2003 mit einer Krebserkrankung. An deren Folgen sei er im Kantonsspital St. Gallen gestorben, sagte seine Frau. Sein Tod war bis zur Beerdigung geheim gehalten worden.

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  1. Mir mangelt es (auch altersbedingt) gänzlich an Bezug zu diesem Menschen, aber dass man seinen Tod bis zuletzt geheim gehalten hat, erscheint mir sehr begrüßenswert! Es muss nicht alles instantant medial reflektiert werden.

  2. Kann es nicht sein, dass die versteckte Kamera schon einige Zeit vor Felix kreiert wurde, ich meine mich erinnern zu können, dass es eine englische Adaption war? Das ist nicht gegen den Verstorbenen, sondern lediglich im Rahmen der geschichtlich medialen Klärung.

    • lufkin
    • 19.05.2012 um
      14:06 Uhr

    Die ganzen verstecke Kamera Konzepte gehen auf “Candid Camera” von Allen Funt aus dem Jahre 1947 zurück.

  3. Ab dem 18. Juli 1961 wurde Chris Howland Moderator der Sendung Vorsicht Kamera, der deutschen Version der britischen Fernsehsendung Versteckte Kamera, die im Original Candid Camera hieß. (wikipedia)

  4. Wenn ich wikipedia.de zitieren darf:

    “[...] Die Sendung ist eine Weiterentwicklung der Fernsehsendung Teleboy des Schweizer Fernsehens, die von 1974 bis 1981 ausgestrahlt wurde und bei der bereits Filme mit der Versteckten Kamera regelmäßig eingestreut waren. Erfinder und Moderator dieser Show war auch Kurt Felix. Die Versteckte Kamera beruht auf der NDR-Sendung Vorsicht Kamera mit Chris Howland, die 1960 ins Deutsche Fernsehen kam und ihrerseits auf der US-amerikanischen Sendung Candid Camera von Allen Funt basierte.[...] Verstehen Sie Spaß? wurde erstmals 1980 als 30-minütige Sendung im Abendprogramm des Ersten als Koproduktion des SDR und des NDR ausgestrahlt und von Kurt Felix moderiert.

    1983 entwickelte Kurt Felix die Sendung zu einer großen Samstagabendshow, seine Ehefrau Paola Felix kam als Co-Moderatorin hinzu. [...]“

  5. ..für die vielen Fernsehstunden mit Spaß.

    Auf www.emorial.de brennt eine Kerze für dich.

  6. Chris Howland moderierte ab 1961 mit ‘Vorsicht Kamera – Beobachtungen von und mit Chris Howland’ als erster in Deutschland eine Sendung, die auf dem Medienformat der versteckten Kamera beruht, das auf die US-amerikanischen Sendungen ‘Candid Microphone’ und ‘Candid Camera’ von 1947 zurückzuführen ist. Kurt Felix entwickelte daraus die Fernsehshow Teleboy für das Schweizer Fernsehen von 1974-1981 und später die abendfüllende Fernsehshow ‘Verstehen Sie Spaß ?’.

  7. Aber wie ich es aus meiner Zeit, als ich noch TV geschaut habe, erinnere, war Felix der, der die Idee des inteligenten und verblüffenden Spaßes à la Chris Howland (der dann heimlich gefilmt wurde) in die Richtung des heute üblichen Entblößungs- und Blamagegedöhns gelenkt hatte. Manches war reichlich peinlich.

    De mortui usw… in Ordnung, aber als “Fernsehgröße” behalte ich Felix nicht in Erinnerung.

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