Baumeister Magath mistet aus
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Schon beim FC Bayern war Felix Magath (r.) Trainer von Hasan Salihamidzic
Wolfsburg/München – Beim VfL Wolfsburg beginnt nach einer enttäuschenden Saison das Großreinemachen.
(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Auch in diesem Sommer wird das Personalkarussell bei den “Wölfen” ordentlich durch gewirbelt. Und es erwischt ausgerechnet drei Routiniers im Team von Trainer Felix Magath.
Der 58-Jährige gab den Spielern Hasan Salihamidzic, Thomas Hitzlsperger und Chris den Laufpass. Alles Spieler, auf die Magath vor einem Jahr noch setzte.
Der Brasilianer zeigte sich am Rande des Trainings in Wolfsburg dennoch versöhnlich: “Ich bereue es nicht, hierhergekommen zu sein. Man muss das Beste mitnehmen. Ich habe gesehen, dass ich fit bin.”
Für welchen Verein Chris in Zukunft spielen wird, wolle er in der nächsten Woche bekannt geben. Er absolvierte für den VfL acht Spiele und erzielte ein Tor.
Aus für “Brazzo” nach einem Jahr
Er war im vergangenen Sommer vom damaligen Erstliga-Absteiger Eintracht Frankfurt nach Wolfsburg gewechselt. Auch Magaths Lieblingsspieler Salihamidzic hat keine Zukunft mehr in der Autostadt.
“Wir haben uns zusammengesetzt und uns dabei geeinigt, dass wir uns neu orientieren wollen”, sagte Magath über “Brazzo”. Der Bosnier hatte für die “Wölfe” in der abgelaufenen Saison in 15 Spielen drei Tore erzielt. (DIASHOW: Der 34. Spieltag)
Der dritte Leidtragende beim VfL ist Hitzlsperger. Der noch bis zum Jahr 2014 gültige Vertrag mit dem ehemaligen Nationalspieler wurde hingegen “in beiderseitigem Einvernehmen” frühzeitig aufgelöst.
Magath bedauert Hitzlspergers Ende
“Es ist bedauerlich, dass er von einer Verletzung in die nächste gestolpert ist und uns nicht weiterhelfen konnte”, zeigte Magath durchaus Verständnis für die Situation des 30-Jährigen.
Hitzlspergers Bilanz in Wolfsburg ist enttäuschend. Der Mittelfeldspieler brachte es im Trikot des Meisters von 2009 nach einer Vielzahl von Verletzungen nur auf sechs Einsätze und musste die Saison nach einem Anriss des Außenmeniskus bereits im März beenden.
Weiter bei den “Wölfen” spielen kann Christian Träsch, der auch im vergangenen Sommer vom VfB Stuttgart kam.
Träsch muss Binde abgeben
Doch richtig glücklich dürfte auch er nach einer Entscheidung Magaths nicht sein. Träsch muss nämlich die Kapitänsbinde abgeben. Und das Urteil von Magath fällt dementsprechend hart aus.
Der Team-Manager bezeichnete die Beförderung von Träsch zum Captain als Fehler. “Er hat meine und seine Erwartungen nicht erfüllt. Deshalb hat sich die Entscheidung, ihm die Binde zu geben, als falsch herausgestellt”, sagte Magath. “Es war für ihn anscheinend eher eine Belastung.”
Magath hatte vor der abgelaufenen Saison Marcel Schäfer als Kapitän abgesetzt und den Neuzugang vom VfB Stuttgart zum Spielführer ernannt.
Lenz wird Teammanager
Der 24-Jährige spielte bei den Niedersachsen allerdings eine durchwachsene Saison und verlor zeitweise sogar seinen Stammplatz. Chris weg, Hitzlsperger weg, Salihamidzic weg – zusammen mit Torhüter André Lenz, der zukünftig Teammanager beim VfL wird, verlassen damit vier VfL-Spieler den Verein.
Und Mario Mandzukic könnte der Fünfte sein. Um den Stürmer, der vor allem in der Rückrunde an der Seite von Patrick Helmes aufdrehte, gibt es Wechselgerüchte. Es sieht ganz danach aus, dass Magath zum Trainingsstart ein gutes Dutzend neue Spieler begrüßen kann.
Wilfried Kemmer
30.04.1979 – 20.10.1983
Imre Farkaszinski
21.10.1983 – 30.06.1984
Wolf-Rüdiger Krause
01.07.1984 – 30.06.1988
Ernst Menzel
01.07.1989 – 30.06.1991
Uwe Erkenbrecher
01.07.1991 – 08.02.1993
Dieter Winter
09.02.1993 – 15.02.1993
Eckhard Krautzun
16.02.1993 – 05.04.1995
Gerd Roggensack
06.04.1995 – 22.10.1995
Willi Reimann
23.10.1995 – 17.03.1998
Uwe Erkenbrecher
18.03.1998 – 22.03.1998
Wolfgang Wolf
23.03.1998 – 04.03.2003
Jürgen Röber
04.03.2003 – 03.04.2004
Erik Gerets
04.04.2004 – 29.05.2005
Holger Fach
01.07.2005 – 19.12.2005
Klaus Augenthaler
29.12.2005 – 19.05.2007
Felix Magath
15.06.2007 – 30.06.2009
Armin Veh
01.07.2009 – 25.01.2010
Lorenz-Günther Köstner
25.01.2010 – 30.06.2010
Steve McClaren
01.07.2010 – 07.02.2011
Pierre Littbarski
07.02.2011 – 17.03.2011
Felix Magath
18.03.2011 – heute
Magaths Diego-Alternative
Natürlich wird Magath auch wieder einkaufen gehen. Er bekräftigt weiterhin öffentlich, dass eine Zusammenarbeit mit dem an Atletico Madrid verliehenen Diego möglich ist.
Aber: Er schaut sich auch nach Alternativen auf der Spielmacher-Position um. Die WAZ erfuhr: In dieser Woche war der marokkanische Nationalspieler Adel Taarabt in Wolfsburg.
Der offensive Mittelfeldspieler, der auch als hängende Spitze eingesetzt werden kann, wird schon seit Wochen beim VfL gehandelt.
Er hat gerade den Abstieg aus der ersten englischen Liga mit den Queens Park Rangers verhindert.
Da sein Vertrag nur noch ein Jahr läuft, soll er im Sommer verkauft werden. Dem Vernehmen nach traf sich Magath Mitte dieser Woche mit Taarabt in Wolfsburg zu einem ersten Sondierungsgespräch.
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Arnesen buhlt weiter um Kuyt
Der Hamburger SV hat das Interesse am niederländischen Nationalstürmer Dirk Kuyt vom ehemaligen englischen Rekordmeister FC Liverpool erneut bekräftigt.
“Wenn wir einen Spieler kriegen können, der viel Erfahrung hat, der uns viel geben kann, dann müssen wir dazu nicht nein sagen”, sagte Sportdirektor Frank Arnesen bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesligisten.
Kuyt habe eine fantastische Mentalität und könne in dem jungen HSV-Kader sofort eine Führungsposition übernehmen.
Der 31 Jahre alte Kuyt besitzt bei den Reds noch einen Vertrag bis 2013, spielte zuletzt in den Planungen des Traditionsklubs aber nur noch eine Nebenrolle und wäre wohl für etwa eine Million Euro zu haben. Allerdings ist der HSV nicht der einzige Interessent an dem Routinier.
Hängepartie mit Signalwirkung – Prozess
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Düsseldorfs Maximilian Beister versucht, die Gemüter zu beruhigen
Frankfurt/Main – Als die Anwälte beider Parteien nach knapp siebenstündiger Verhandlung in der Abenddämmerung den DFB-Hauptsitz im Frankfurter Stadtwaldt verließen, hatte jeder von ihnen ein siegessicheres Lächeln auf den Lippen.
Am Montagnachmittag (ab 15 Uhr) aber kann es erst einmal nur einen geben, der sich als Gewinner eines Musterprozesses fühlen darf, in dem es um mehr geht als einen Bundesliga-Abstieg von Hertha BSC oder die Erstliga-Zugehörigkeit von Fortuna Düsseldorf. (
Bericht)
Dass das von Freitag auf Montag vertagte Urteil eine immense Tragweite in puncto Fankultur haben wird, weiß auch Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt.
“Es sollte davon ein Signal ausgehen, bevor es irgendwann Tote gibt. Es geht darum, den Spielbetrieb vor Verrohung, Anarchie und Gewalt zu sichern. Vielleicht ist das die letzte Chance”, sagte Schickhardt. (
BERICHT: Paragraphen auf Hertha-Seite).
In seinem flammenden Plädoyer hatte der 57-Jährige wegen der chaotischen Umstände “mit historischen Maßstäben” im Relegationsrückspiel (2:2) in Düsseldorf die Ansetzung eines Wiederholungsspiels gefordert: “Dazu bedarf es keines Blutvergießens”, fügte Schickhardt an. (
EINWURF: Verplemperte Zeit)
Kontrollausschuss empfiehlt Protest abzuschmettern
Allerdings empfahl der DFB-Kontrollausschuss in Person des Vorsitzenden Anton Nachreiner dem Sportgericht, den Hertha-Protest abzuschmettern.
Wohl auch, weil der als wichtigster Zeuge geladene Schiedsrichter Wolfgang Stark unmissverständlich klar gemacht hatte, dass er nach der 20-minütigen Spielunterbrechung “ohne Druck der Polizei” wieder angepfiffen habe.
Damit wurde das Argument der Berliner entkräftet, Stark habe die Partie auf Anraten der Sicherheitskräfte lediglich wieder fortgesetzt, um eine weitere Eskalation zu verhindern.
Düsseldorfs Anwalt denkt positiv
Fortuna-Anwalt Horst Kletke hat keinen Zweifel daran, dass das Spiel “ordnungsgemäß” zu Ende geführt worden sei. “Wir können positiv nach vorne gucken”, meinte Kletke mit Blick auf den Tag der Entscheidung.
Im Fall einer Niederlage in erster Instanz haben allerdings beide Parteien noch die Chance, das DFB-Bundesgericht anzurufen.
Und dieses Szenario erscheint sehr wahrscheinlich. Ein Gerichts-Marathon droht – und das Wochen nach Beendigung der Bundesliga-Saison.
“Psychologische Schwächung”
Die Hertha-Seite indes beruft sich auf die “psychologische Schwächung” ihrer Profis nach der Unterbrechung, die wegen des vorzeitigen Platzsturms Tausender Düsseldorf-Fans notwendig geworden war.
Nach dem Wiederanpfiff sei es für die Gästespieler “nur noch um die Rettung der eigenen Haut” gegangen, behauptete Schickhardt und sprach von irregulären Begleitumständen während der anderthalbminütigen Nachspielzeit.
Schickhardt: “Regelwerk nur Makulatur”
Nicht zuletzt, weil Eckfahnen fehlten und ein voreiliger Düsseldorfer Fan den Elfmeterpunkt ausgebuddelt und als Trophäe mitgenommen hatte.
“Zu einem ordentlichen Spielbetrieb gehört ein vollständiger Spielaufbau. Das Regelwerk war nur noch Makulatur”, erklärte Schickhardt.
Allerdings geriet die Hertha auch extrem ins Zwielicht und bat am Samstag für das Fehlverhalten einiger Spieler um Entschuldigung.
Hertha entschuldigt sich
“Wir entschuldigen uns offiziell und ausdrücklich für alle Verfehlungen unserer Spieler bei allen Beteiligten, insbesondere auch bei den Schiedsrichtern.”
Der Hertha-Profi Lewan Kobiaschwili soll Stark nach dem Abpfiff des chaotischen Spiels in den Nacken geschlagen haben.
Pal Csernai
13. November 1990 – 12. März 1991
Peter Neururer
13. März 1991 – 28. Mai 1991
Karsten Heine
28. Mai 1991 – 30. Juni 1991
Bernd Stange
1. Juli 1991 – 20. August 1992
Günter Sebert
21. August 1992 – 20. Oktober 1993
Uwe Reinders
21. Oktober 1993 – 23. März 1994
Karsten Heine
24. März 1994 – 31. Dezember 1995
Jürgen Röber
1. Januar 1996 – 6. Februar 2002
Falko Götz
7. Februar 2002 – 30. Juni 2002
Huub Stevens
1. Juli 2002 – 4. Dezember 2003
Andreas Thom
4. Dezember 2003 – 23. Dezember 2003
Hans Meyer
3. Januar 2004 – 30. Juni 2004
Falko Götz
1. Juli 2004 – 10. April 2007
Karsten Heine
10. April 2007 – 30. Juni 2007
Lucien Favre
1. Juli 2007 – 28. September 2009
Friedhelm Funkel
3. Oktober 2009 – 30. Juni 2010
Markus Babbel
1. Juli 2010 – 18. Dezember 2011
Michael Skibbe
1. Januar 2012 – 12. Februar 2012
Rene Tretschok
13. Februar 2012 – 19. Februar 2012
Otto Rehhagel
seit 19. Februar 2012
Im Zeugenstand berichtete Stark am Freitag von einer “Hetzjagd” auf das Schiedsrichtergespann und üblen Beschimpfungen seitens der Berliner Spieler.
Urteil nicht vor Montag
Persönliche Urteile werden nicht vor Mitte kommender Woche erwartet, zunächst geht es um die wichtigere Frage: Wiederholungsspiel oder nicht?
Der Sportgerichts-Vorsitzende Hans E. Lorenz verteidigte die Vertagung von Freitag auf Montag.
“Es gab kontroverse Anträge. Wir wollten nichts übers Knie brechen. Das muss in Ruhe entschieden werden”, sagte der Berufsrichter und machte damit die Bedeutung des Urteils deutlich.
Fortuna sagt Mallorca-Fahrt ab
Lorenz verwies andererseits auf den “ungeheuren Zeitdruck” für das Gremium, da die Saison ja eigentlich “schon längst abgeschlossen” sei.
Deshalb wollten die Fortuna-Spieler auch zu ihrer Mannschaftstour nach Mallorca starten, die sie am Samstag absagten. Stattdessen nahmen sie wieder das Training auf.
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Dante heiß auf das Finale
Bayern-Nezugang Dante wird sich das Finale zwischen Bayern München und dem FC Chelsea am Samstag (20.45 Uhr) nicht entgehen lassen.
“In Brasilien ist es Nachmittag, wenn die Partie angepfiffen wird. Ich werde mir das Spiel mit meiner Familie und Freunden gemeinsam in meinem Haus anschauen”, sagte Dante zu SPORT1.
Der 28-Jährige würde in der kommenden Spielzeit sehr gerne für den amtierenden Sieger der “Königsklasse” spielen: “Ich hoffe, dass Bayern gewinnt. Ich wünsche meinen zukünftigen Kollegen viel Glück”, erklärte der frühere Mönchengladbacher.
Hertha entschuldigt sich für Profis
Hertha BSC hat einen Tag nach der Verhandlung des Einspruchs gegen die Wertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) um Entschuldigung für das Fehlverhalten einiger Berliner Profis gebeten.
“Einzelheiten und Verantwortlichkeiten sind sicher noch aufzuklären, es bleibt jedoch schon jetzt beim Eindruck eines nicht ordnungsgemäßen und sportlich einwandfreien Verhaltens. Trotz der enormen Anspannung und Belastung für unsere Spieler kann Hertha BSC solche Verfehlungen nicht akzeptieren”, teilte der Klub mit.
Derlei Unsportlichkeiten seien “nicht mit den Grundsätzen und Werten” von Hertha BSC in Einklang zu bringen und würden von Vereinsseite verurteilt.
“Wir entschuldigen uns deshalb offiziell und ausdrücklich für alle Verfehlungen unserer Spieler bei allen Beteiligten, insbesondere auch bei den Schiedsrichtern.”
Der Hertha-Profi Lewan Kobiaschwili soll Schiedsrichter Wolfgang Stark nach dem Abpfiff des chaotischen Spiels in den Nacken geschlagen haben.
Im Zeugenstand berichtete Stark am Freitag in Frankfurt/Main von einer “Hetzjagd” auf das Schiedsrichtergespann und üblen Beschimpfungen seitens der Berliner Spieler.
Stark hatte das Spiel wegen eines verfrühten Platzsturms des Düsseldorfer Anhangs für 20 Minuten unterbrochen und dann noch einmal für rund eineinhalb Minuten fortgesetzt.
Hertha BSC hat wegen der angeblich irregulären Umstände ein Wiederholungsspiel beantragt. Die Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird am Montagnachmittag erwartet.







































































































































































