Massa wehrt sich gegen Gerüchte
Nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf hat sich Ferrari-Pilot Felipe Massa gegen die anhaltenden Gerüchte gewehrt, Monaco könnte bereits sein letzter Grand Prix für Ferrari sein.
“Das ganze Team steht hinter mir. Sie sind natürlich nicht glücklich über die Ergebnisse, aber ich ja auch nicht. Wir alle wollen, dass sich das normalisiert”, erklärte er im Interview bei “MotorsportTotal.com”.
Ein Leistungsgefälle zu seinem Teamkollegen Fernando Alonso kann Massa aber nur bedingt erkennen. “Ich finde, das einzige Rennen, bei dem es dieses Jahr einen großen Unterschied ziwschen mir und Fernando gab, war Australien”, sagte Massa.
Massa, der als Siebzehnter des Gesamtklassements unter Druck steht, findet dennoch Zeit, die Leistung Alsonsos zu würdigen: “Alonso fährt momentan außergewöhnlich. Er ist super in Form, vielleicht sogar perfekt.”
Ferrari stellt Massa bloß
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Felipe Massa steht in der Fahrer-Wertung bislang nur auf Platz 16
Von Tobias Wiltschek
München – Der kommende Grand Prix von Monaco könnte der letzte für Felipe Massa im Ferrari sein.
Denn Platz 15 in Barcelona bedeutete eine weitere Enttäuschung und war weit weniger als das, was sich die Scuderia vom Brasilianer vor dem Großen Preis von Spanien
(Bericht) erwartet hatte (DIASHOW: Die Bilder des Rennens).
Die Quittung kam prompt – und in aller Öffentlichkeit. Per Pressemitteilung verglich das Team den Saisonstart des 30-Jährigen mit dem seines Kollegen Fernando Alonso, der nach Platz zwei in Barcelona die WM-Wertung zusammen mit Sebastian Vettel anführt (
DATENCENTER: WM-Stand Fahrer).
“Felipes Leistungsabfall”
In der Mitteilung heißt es: “Fernando hat sein hohes Niveau beibehalten. Felipes Leistungsabfall hat sich aber bemerkbar gemacht. Der Brasilianer hatte vor zwei Jahren 49 Punkte und im Vorjahr 24 Punkte auf dem Konto – bisher sind es in dieser Saison erst zwei.”
Deutlicher als mit einem Vergleich mit der klaren Nummer 1 im Team kann man die Schwäche von Massa nicht herausstreichen.
Doch das ist nicht alles. Vor dem kommenden Grand Prix richteten die Verantwortlichen eine klare Forderung an den Vize-Weltmeister von 2008: “Jeder erwartet nun, dass er ab dem Monaco-Grand-Prix einen anderen Gang einlegt.”
Enttäuschte Hoffnungen
Über eventuelle Konsequenzen für den Fall einer weiteren Enttäuschung wurde zwar nichts bekannt. Es ist allerdings schwer vorstellbar, dass Massa danach noch eine Chance bekommen würde.
Zumal es schon vor dem Rennen in Barcelona aus Maranello hieß, dass die umfangreichen Updates am Auto Massa helfen würden, den Rückstand auf Alonso zu verringern.
Stattdessen aber demonstrierte der Spanier bei seinem Heimspiel so eindrucksvoll wie selten zuvor, dass er seinem Teamkollegen um Längen voraus ist. Auch diese Demütigung dürfte zu der ungewöhnlich scharfen Kritik an Massa geführt haben.
Der machte zwar geltend, dass er ohne die seiner Meinung nach ungerechte Durchfahrtstrafe wegen Missachtung der gelben Flaggen unter die Top Ten gekommen wäre (
DATENCENTER: Rennergebnis).
Doch schon im Qualifying war Massa auf Platz 17 mehr als eine Sekunde langsamer als sein drittplatzierter Teamkollege.
Alonso: Kein Durchbruch
Er könne die Scuderia auf Dauer aber nicht allein an die Spitze führen, machte Alonso deutlich. “Ich traue mich erst von einem Durchbruch zu sprechen, wenn wir auf Platz eins und zwei ins Ziel kommen”, erklärte der zweimalige Weltmeister
(DATENCENTER: WM-Stand Teams).
Dass er dieses Ziel noch mit Massa erreichen wird, erscheint nach derzeitigem Stand so gut wie ausgeschlossen.
Viele Anwärter auf Ferrari-Cockpit
Anwärter auf den Platz neben Alonso gebe es zur Genüge. Schon länger spekuliert Adrian Sutil auf das rote Cockpit. “Ferrari ist mein Lieblingsteam”, sagte der ehemalige Force-India-Pilot kürzlich bei “Eurosport”.
“Es gibt noch keinen direkten Kontakt, aber ich denke, dass sie wissen, dass ich bereit stehe. Und wenn sie mich wollen, dann werden sie mich anrufen”, so Sutil weiter.
Bessere Chancen als dem Deutschen werden derzeit allerdings anderen Piloten eingeräumt. So soll Ferrari eine unverbindliche Anfrage an Lotus wegen Testfahrer Jerome d’Ambrosio gestellt haben.
Kandidat di Resta?
Auch die beiden derzeitigen Force-India-Piloten gelten als Kandidaten für die Massa-Nachfolge. Vor allem Paul di Resta überzeugte bislang mit drei Top-Ten-Platzierungen in diesem Jahr.
2011
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2010
Sebastian Vettel (Deutschland, Red Bull Racing)
2009
Jenson Button (England, Brawn GP)
2008
Lewis Hamilton (England, McLaren-Mercedes)
2007
Kimi Räikkönen (Finnland, Ferrari)
2006
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2005
Fernando Alonso (Spanien, Renault)
2004
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2003
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2002
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2001
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
2000
Michael Schumacher (Deutschland, Ferrari)
1999
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1998
Mika Häkkinen (Finnland, McLaren-Mercedes)
1997
Jacques Villeneuve (Kanada, Williams-Renault)
1996
Damon Hill (England, Williams-Renault)
1995
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Renault)
1994
Michael Schumacher (Deutschland, Benetton-Ford)
1993
Alain Prost (Frankreich, Williams-Renault)
1992
Nigel Mansell (England, Williams-Renault)
1991
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1990
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1989
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Honda)
1988
Ayrton Senna (Brasilien, McLaren-Honda)
1987
Nelson Piquet (Brasilien, Williams-Honda)
1986
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1985
Alain Prost (Frankreich, McLaren-Porsche)
1984
Niki Lauda (Österreich, McLaren-Porsche)
1983
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-BMW)
1982
Keke Rosberg (Finnland, Williams-Ford)
1981
Nelson Piquet (Brasilien, Brabham-Ford)
1980
Alan Jones (Australien, Williams-Ford)
1979
Jody Scheckter (Südafrika, Ferrari)
1978
Mario Andretti (USA, Lotus-Ford)
1977
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1976
James Hunt (England, McLaren-Ford)
1975
Niki Lauda (Österreich, Ferrari)
1974
Emerson Fittipaldi (Brasilien, McLaren-Ford)
1973
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1972
Emerson Fittipaldi (Brasilien, Lotus-Ford)
1971
Jackie Stewart (Schottland, Tyrrell-Ford)
1970
Jochen Rindt (Österreich, Lotus-Ford)
1969
Jackie Stewart (Schottland, Matra-Ford)
1968
Graham Hill (England, Lotus-Ford)
1967
Denis Hulme (Neuseeland, Brabham-Repco)
1966
Jack Brabham (Australien, Brabham-Repco)
1965
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1964
John Surtees (England, Ferrari)
1963
Jim Clark (Schottland, Lotus-Climax)
1962
Graham Hill (England, BRM)
1961
Phil Hill (USA, Ferrari)
1960
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1959
Jack Brabham (Australien, Cooper-Climax)
1958
Mike Hawthorne (England, Ferrari)
1957
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati)
1956
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Ferrari)
1955
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Mercedes)
1994
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Maserati/Mercedes)
1953
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1952
Alberto Ascari (Italien, Ferrari)
1951
Juan Manuel Fangio (Argentinien, Alfa Romeo)
1950
Dr. Nino Farina (Italien, Alfa Romeo)
In Barcelona hat sich Sutil die meiste Zeit bei seinem Ex-Team aufgehalten. Ein Hinweis darauf, dass er sich auch bei Force India ins Gespräch bringen will für den Fall, dass di Resta oder Nico Hülkenberg bei Ferrari anheuern?
Nach der öffentlichen Team-Kritik an Massa wird dieses Gerücht nicht das einzige bleiben.
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Alle Williams-Mitarbeiter zu Hause
Erleichterung bei Williams.
Auch das letzte Team-Mitglied, das bei dem Brand in der Williams-Box verletzt wurde, konnte das Krankenhaus in Spanien verlassen.
“Sein Zustand ist stabil, er ist in guter Verfassung und ist heute zur weiteren Behandlung nach England zurückgekehrt”, erklärte Chefingenieur Mark Gillan gegenüber “Autosport”.
Augenzeugenberichten zufolge war das Feuer beim Entleeren des Benzintanks des Autos von Senna ausgebrochen.
“Die Untersuchung der Brandursache dauert an und wird gemeinsam mit den örtlichen Behörden und der FIA durchgeführt”, sagte Gillan.
Der Brand griff schnell auf die Boxeneinrichtung über und hüllte die Box in dichte Rauchschwaden. Insgesamt wurden bei dem Zwischenfall 31 Personen verletzt.
Räikkönen: Reifen überschätzt
Kimi Räikkönen kann die Klagen über den zu großen Einfluss der Reifen in dieser Saison nicht nachvollziehen.
In einem Interview mit der finnischen Zeitung “Turun Sanumat” erkärte der Iceman: “Ich finde nicht, dass sich das Wesen der Formel 1 durch die Reifen verändert hat.”
Für den Lotus-Piloten hat indes das Nachtankverbot, das seit 2010 gilt, einen viel größeren Einfluss auf die Rennen. Die vollbetankten Boliden seien der eigentliche Grund, warum sich die Kräfteverhältnisse in diesem Jahr regelmäßig verschieben.
“Es liegt an der Menge Sprit, die wir an Bord haben”, sagte der Finne und fügte an: “Ich glaube nicht, dass wir mit den Reifen derartige Probleme hätten, wenn wir mit 50 oder 60 Kilogramm Sprit in die Rennen gehen würden.”
Zuletzt hatten sich immer mehr Top-Teams darüber beklagt, dass sich die Formel 1 wegen der schwer einzuschätzenden Pirelli-Reifen immer zu einer Lotterie entwickelt.
Die ersten fünf Rennen brachten fünf verschiedene Sieger hervor.
Senna weg? Williams dementiert!
Williams hat in finnischen Medien verbreitete Gerüchte, wonach Testfahrer Valtteri Bottas bald den Platz im Cockpit von Bruno Senna übernehmen könnte, zurückgewiesen.
“Wir ersetzen gar niemanden. Das ist Unsinn”, sagte Williams-Großaktionär “Toto” Wolff: “Wir haben Verträge mit zwei Fahrern und wir unterstützen unsere Fahrer, so gut wir können.”
Senna erhielt den Platz bei Williams auch, weil er Sponsorengeldern mitbrachte – vor allem vom Telekommunikations-Unternehmen Embratel.
Angeblich reicht das von Embratel zur Verfügung gestellte Geld aber nur bis zum Kanada-Grand-Prix am 10. Juni. Sollte dann keine weitere Überweisung bei Williams eingehen, dann könnte Senna sein Cockpit verlieren. Und der 22-jährige Finne Bottas wäre der logische Nachfolger.
“Valtteri durchläuft eine Entwicklung, eine Ausbildung, und die Entscheidung, ihn an den Freitagen fahren zu lassen, war auch wohl überlegt. Wir werden ihn nicht verheizen, indem wir ihn in eine Situation bringen, die derzeit nicht angemessen ist”, stellte allerdings Wolff klar.

































































































































































