München ist rot-weiß
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Die Fans des FC Bayern bereiten sich schon früh auf das große Finale vor
München – Ganz München fiebert dem großen Finale entgegen – und der Wetter-Gott zeigt sich pünktlich als echter Bayer.
In bestem Blau-Weiß erstrahlt der Himmel über München am Tag des Champions-League-Endspiels zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea.
Die Stunden bis zum Anpfiff verrinnen, die Fans beider Lager singen sich in der Stadt bereits warm.
SPORT1 begleitet die Ereignisse rund um das “Finale dahoam”:
+++18 Uhr+++: Das war’s vom News-Ticker. In 165 Minuten pfeift Schiedsrichter Pedro Proenca das Finale an. Ab sofort hält Sie der
SPORT1-LIVE-Countdown auf dem Laufenden. Viel Spaß dabei – und beim Spiel!
+++17.35 Uhr+++: Bislang ist es übrigens weitgehend friedlich geblieben: Die Feiern der Fans in der Innenstadt verliefen fast ohne Zwischenfälle. Selbst das Zusammentreffen der Fangruppen verlief größtenteils problemlos. Nur vereinzelt musste die Polizei eingreifen. Etwa am Hauptbahnhof, dort wurden am Nachmittag zwei bengalische Feuer gezündet. Fröhliche Wett-Fangesänge und feucht-fröhliche Verbrüderungen waren bislang in der Überzahl.
“Die Stadt ist inzwischen gut gefüllt, es geht zum Teil lautstark zu, aber überall friedlich”, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei der Nachrichtenagentur “dpa”.
+++17.05 Uhr+++: So langsam wird es eng: Im Olympiastadion und auf der Theresienwiese steigen heute große Public-Viewing-Veranstaltungen. Alleine bei diesen Veranstaltungen gibt es fast 100.000 Plätze – und die sind längst ausverkauft. Auch die großen Münchner Biergärten platzen bereits aus allen Nähten, die U-Bahn-Steige der U 6, die zur Arena nach Fröttmanning fährt, quellen über.
+++16.25 Uhr+++: Weiter Ausnahmezustand in München. Die Chelsea-Fans schmücken die Fehldherrnhalle mit ihren Fahnen. Die Züge nach München sind randvoll. Noch gut vier Stunden bis zum Anpfiff.
+++15.30 Uhr+++: Der Oligarch ist da! Wie die “Süddeutsche Zeitung” am Münchner Flughafen beobachtet hat, ist Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch um kurz vor 14 Uhr mit seinem Jet in der Final-Stadt gelandet. Erfüllt sich heute Abramowitschs großer Traum vom Champions-League-Triumph?
+++14.50 Uhr+++: Mit Inter Mailand erklomm Marco Materazzi 2010 den größten Gipfel im Vereinsfußball. Gegner damals: der FC Bayern. Der Italiener hat seitdem großen Respekt vor dem deutschen Rekordmeister, vor allem nachdem die Münchner es erneut bis in Champions-League-Finale geschafft haben. “Sie wussten von Beginn der Saison an, dass sie ins Finale kommen wollten und haben das umgesetzt”, lobt Materazzi im Gespräch mit SPORT1.
“Bayern hat eine sehr starke, sehr gut organisierte Mannschaft”, schätzt er den FCB vor der Finalpartie gegen Chelsea als “Favorit” ein. Zugleich warnt Materazzi aber auch mit erhobenem Zeigefinger vor den Londonern. “Chelsea ist schwer zu spielen, vor allem mit einem Drogba, der im Moment gerade wie mit 20 erscheint”, sagte er mit Blick auf den 34-Jährigen Angreifer und fügte an: “Alle haben große Erfahrung, allerdings haben sie durch die Sperren etwas Probleme in der Verteidigung.”
+++14.05 Uhr+++: Partymeile München: Auf dem Marienplatz machen die Bayern-Fans schon die “Humba”, auch die Chelsea-Anhänger sind aber weder zu übersehen, noch zu überhören. Das ein oder andere Kaltgetränk ist da ganz offensichtlich auch schon geflossen, von unschönen Szenen oder Krawallen ist aber noch nichts bekannt.
+++13.34 Uhr+++: Die alten Helden stehen den Bayern zur Seite. Nach dem “Spiel der Legenden” im Olympiastadion zwischen den “World All Stars” und “FC Bayern and Friends” stellen sich die Champions-League-Gewinner Alexander Zickler und Carsten Jancker klar auf die Seite des Ex-Klubs. Beide 2001er-Sieger setzen auf einen Sieg heute Abend. Ze Roberto lässt sich bei “Sat 1″ sogar zu einem klaren Tipp hinreißen: “Bayern wird auf jeden Fall gewinnen. Ich glaube 2:1″, sagt der Brasilianer. Das Legenden-Spiel gewann allerdings die Weltauswahl mit 3:2, Paul Breitner verschoss für die Bayern sogar einen Elfmeter. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen.
+++13.18 Uhr+++: Die Nationalmannschaft bereitet sich inzwischen im zweiten Trainingslager in Südfrankreich auf die EM vor – und auch bei den DFB-Kickern steigt das Final-Fieber. Unabhängig von der Vereinszugehörigkeit wird kräftig Daumen gedrückt. “Ein knappes 1:0 für die Bayern “, erwartet Youngster Julian Draxler von Schalke 04. Double-Gewinner Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund glaubt sogar an ein 2:0 und hofft, “dass ich nicht falsch liege”.
+++12.39 Uhr+++: Rückkehr der Bayern ins Teamhotel. Nach einem kleinen Anschwitzen klettern die Münchner vor der Herberge im Vorort Unterschleißheim aus dem Bus und werden von einer Handvoll Fans gefeiert. Konzentriert sehen sie aus, die Münchner – noch acht Stunden bis zum Anpfiff.
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Final-Blamage für Sporting
Der portugiesische Traditionsklub Academica de Coimbra hat überraschend den nationalen Pokal gewonnen.
Der Außenseiter, der 1939 mit dem Pokalsieg seinen einzigen großen Titel geholt hatte, siegte im Endspiel gegen den Favoriten Sporting Lissabon mit 1:0 (1:0).
Das Tor des Tages vor 38.000 Zuschauern im ausverkauften Estadio Nacional von Lissabon schoss Mittelfeldspieler Marinho bereits in der vierten Minute.
Hearts holen schottischen Pokal
Heart of Midlothian hat zum achten Mal den schottischen Pokal gewonnen.
Nach dem 2:1-Coup im Halbfinale gegen Rekordsieger Celtic Glasgow (35 Titel) bezwangen die Hearts den Stadtrivalen Hibernian Edinburgh im Hampden Park von Glasgow 5:1 (2:1).
Zuletzt hatte es diese Finalpaarung 1896 gegeben – das Spiel endete damals 3:1 für die Hearts.
Hertha-Einspruch: Urteil vertagt
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Anwalt Christoph Schickardt (l.) und Hertha-Manager Preetz bei der Verhandlung
Frankfurt – Hängepartie statt Wiederholungsspiel und jede Menge blaue Augen am Grünen Tisch:
Die Urteilsverkündung über den Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des chaotischen Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) ist auf Montag vertagt worden.
“Es gab kontroverse Anträge. Wir wollten nichts übers Knie brechen. Das muss in Ruhe entschieden werden”, begründete der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Hans E. Lorenz, am Freitagabend nach knapp siebenstündiger Verhandlung.
Das mit Spannung erwartete Urteil wird am Montagnachmittag um 15.00 Uhr verkündet.
Nach den Pläydoyers der beiden Seiten wurde die emotional geführte Verhandlung unterbrochen. Für die Hertha wurde der Freitag auch ohne das Urteil zum PR-Desaster, nachdem zahlreiche Spieler vor dem Sportgericht extrem ins Zwielicht geraten waren.
Stark spricht von Jagdszenen
Referee Wolfgang Stark berichtete von Schlägen, üblen Beschimpfungen und Jagdszenen nach dem Abpfiff am Dienstagabend (
EINWURF: Nicht erstligareif).
“Der Spieler Lewan Kobiaschwili hat mit ausgestreckter Faust in meine Richtung geschlagen. Ich habe mich weggeduckt, bin dann am Hinterkopf getroffen worden. Einzig das Treppengeländer verhinderte einen Sturz, und das wären fünf bis sechs Meter gewesen”, sagte der Unparteiische aus Ergolding, der als wichtigster Zeuge zur Klärung des Einspruchs beitragen sollte.
“Aufs Schärfste attackiert”
Von Christian Lell sei er zudem “aufs Schärfste attackiert und am Arm gepackt worden”, sagte Stark. “Die Beleidigung, die dabei gefallen ist, war: Du feiges Schwein!”
Auf dem Weg zur Schiedsrichterkabine seien die Unparteiischen dann von weiteren Spielern von Hertha BSC abgefangen und unter anderem als “Arschloch” und “Wichser” (Andre Mijatovic) beschimpft worden.
Die Berliner hätten “die Kabine stürmen” wollen (
BERICHT: Paragraphen auf Hertha-Seite).
Stark gegen Berliner Offizielle
“Wir mussten die Türen immer wieder zudrücken. Ich konnte Mijatovic und Kraft (Torhüter Thomas Kraft, d. Red.) erkennen. Ich hatte Angst und war den Tränen nahe und musste mir auf die Lippen beißen. So etwas habe ich noch nicht erlebt”, sagte der 42 Jahre alte FIFA-Schiedsrichter und stellte die entscheidende Behauptung der Berliner Offiziellen infrage:
“Wenn man unmittelbar nach dem Schlusspfiff so massiv und gezielt auf das Schiedsrichter-Team losgehen kann, stellt sich die Frage nicht, ob die Spieler Todesängste ausgestanden haben”.
Er habe, sagte Stark, nach einer 20-minütigen Unterbrechung wegen des verfrühten Platzsturms der Düsseldorfer Fans von der Polizei grünes Licht für die Fortsetzung bekommen.
Stark: Kein Druck der Polizei
“Ich habe das Spiel nicht abgepfiffen, sondern lediglich unterbrochen”, sagte Stark, der auch der Behauptung der Hertha-Verantwortlichen widersprach, er habe auf Druck der Polizei das Spiel fortgesetzt – wohl wichtige Gründe für die Entscheidung des Sportgerichts, kein Wiederholungsspiel anzusetzen.
Über persönliche Strafen soll in der kommenden Woche entschieden werden. Hertha-Keeper Kraft wies auf die Ängste der Berliner Profis während der Unterbrechung hin.
“Speziell Raffael und Ronny hatten Tränen in den Augen. Das waren keine Abstiegstränen. Es war die Angst vieler, was mit den Kindern auf der Tribüne passiert”, sagte der Schlussmann und berichtete von Frauen, Freundinnen und Familienangehörigen der Hertha-Spieler, die im Tribünenbereich hinter der Bank saßen.
Mijatovic klagt
Kapitän Andre Mijatovic klagte: “Keiner von uns hat mehr an Fußball gedacht. Wir haben uns nur gefragt, was passiert, wenn wir das dritte Tor schießen?” Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt sagte in seinem Plädoyer, dass an diesem “schrecklichen Abend Anarchie geherrscht” habe.
Zuvor waren in der emotionalen Marathon-Sitzung insgesamt zehn Zeugen vernommen worden. Nach dem 2:1-Hinspielerfolg der Fortuna in Berlin war es am Dienstag beim Rückspiel in Düsseldorf zu einem Chaos gekommen.
Nachdem beide Fanlager schon während der Partie Bengalische Feuer gezündet hatten, stürmten Tausende Fortuna-Anhänger den Platz in der Nachspielzeit in der Annahme, das Spiel sei beendet.
Aufstiegsfeier abgesagt
Pal Csernai
13. November 1990 – 12. März 1991
Peter Neururer
13. März 1991 – 28. Mai 1991
Karsten Heine
28. Mai 1991 – 30. Juni 1991
Bernd Stange
1. Juli 1991 – 20. August 1992
Günter Sebert
21. August 1992 – 20. Oktober 1993
Uwe Reinders
21. Oktober 1993 – 23. März 1994
Karsten Heine
24. März 1994 – 31. Dezember 1995
Jürgen Röber
1. Januar 1996 – 6. Februar 2002
Falko Götz
7. Februar 2002 – 30. Juni 2002
Huub Stevens
1. Juli 2002 – 4. Dezember 2003
Andreas Thom
4. Dezember 2003 – 23. Dezember 2003
Hans Meyer
3. Januar 2004 – 30. Juni 2004
Falko Götz
1. Juli 2004 – 10. April 2007
Karsten Heine
10. April 2007 – 30. Juni 2007
Lucien Favre
1. Juli 2007 – 28. September 2009
Friedhelm Funkel
3. Oktober 2009 – 30. Juni 2010
Markus Babbel
1. Juli 2010 – 18. Dezember 2011
Michael Skibbe
1. Januar 2012 – 12. Februar 2012
Rene Tretschok
13. Februar 2012 – 19. Februar 2012
Otto Rehhagel
seit 19. Februar 2012
Die Düsseldorfer haben ihre für Samstag geplante Aufstiegsfeier in der Arena abgesagt. Begründet wurde dies mit organisatorischen und zeitlichen Abläufen. Auch die Politik hatte sich nach dem Skandalspiel eingeschaltet.
Innenminister Hans-Peter Friedrich setzte den 54 Profiklubs inzwischen ein Ultimatum und forderte, dass sie sich vor Saisonbeginn auf “Verhaltensregeln einigen” müssten.
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FCB mit Contento und Tymoshchuk
Trainer Jupp Heynckes vom Rekordmeister Bayern München schickt wie erwartet Diego Contento und Anatoliy Tymoshchuk ins “Finale dahoam” in der Champions League (JETZT bei SPORT1 im LIVE-COUNTDOWN).
Contento ersetzt in der Startelf auf der linken Abwehrseite den gelbgesperrten David Alaba, Tymoshchuk ist Ersatzmann für Holger Badstuber (Gelbsperre) im Abwehrzentrum.
Den Platz des ebenfalls nicht spielberechtigten Luiz Gustavo im defensiven Mittelfeld nimmt Toni Kroos ein, für den Thomas Müller hinter der Spitze Mario Gomez spielt.
Anders als bei den Bayern gibt es beim FC Chelsea eine Überraschung in der Anfangsformation: Teammanager Roberto Di Matteo verhilft Ryan Bertrand (22) zu seinem Debüt in der Königsklasse. Di Matteo muss auf vier gesperrte Stammkräfte verzichten, darunter Kapitän John Terry
Die Aufstellungen:
München: 1 Neuer – 21 Lahm, 17 Boateng, 44 Timoschtschuk, 26 Contento – 31 Schweinsteiger, 39 Kroos – 10 Robben, 25 Müller, 7 Ribery – 33 Gomez. – Trainer: Heynckes
Chelsea: 1 Cech – 17 Bosingwa, 4 David Luiz, 24 Cahill, 3 Cole – 12 Mikel, 8 Lampard – 34 Bertrand, 10 Mata, 21 Kalou – 11 Drogba – Trainer: Di Matteo
Schiedsrichter: Pedro Proenca (Portugal)






































































































































































