Marathonmann Djokovic: "Alles fight haarsträubend"
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Nach 2008 und 2011 gewann Novak Djokovic (r.) die Australian Open bereits zum dritten Mal
Melbourne – Als es nach dem nächtlichen Feuerwerk fast schon wieder hell wurde über Melbourne, hatte endlich auch Rafael Nadal sein Lachen wiedergefunden.
Auf die Frage, ob er sich irgendwann das historische und knapp sechsstündige Finale der Australian Open 2012 auf DVD anschauen werde, entgegnete der Spanier um 3.15 Uhr in der Früh: “Nein, zu lang. Höchstens die Highlights.” (DIASHOW: Das Finale der Herren)
Und Nadal, der Verlierer, der nach einem Gänsehaut-Match bei 30 Grad wie ein zweiter Sieger gefeiert worden war, zeigte sein schönstes Lausbubenlachen.
Djokovic “könnte weinen”
Nur wenig später gab der strahlende Triumphator Novak Djokovic, der nach dem Matchball in bester Robert-Harting-Manier sein Shirt zerrissen hatte, Einblicke in sein Seelenleben.
1000 Gedanken seien ihm im fünften Satz durch den Kopf geschossen. Der Fokus lag einzig darauf, “das Richtige vom Falschen” zu unterscheiden.
“Ich hatte noch nie dermaßen ausgeprägten Gefühle: Schmerzen, Leidenschaft, deine Zehen brennen, alles war haarsträubend. Wenn ich höre, dass dies das längste Grand-Slam-Finale der Geschichte war, könnte ich weinen”, sagte der Serbe nach dem 5:7, 6:4 6:2, 6:7 (5:7), 7:5 in der Rekordzeit von 353 Minuten (
DATENCENTER: Die Australian Open).
Presse überschlägt sich
Was die Presse dazu veranlasste, nach Superlativen zu suchen.
“Das größte Match aller Zeiten”, titelte “The Age” und setzte zur Sicherheit noch ein klitzekleines Fragezeichen dahinter, während die Schlagzeile der “Herald Sun” einer Lebensweisheit glich: “Gib niemals auf.”
Daneben war Djokovic abgebildet, wie er im Stile eines Leichtathleten nach einem Weltrekord mitsamt seinem Siegerpokal neben der Anzeigetafel mit den geschichtsträchtigen Zahlen hockte: 5:53.
Gesprächsthema Tennis vorerst tabu
Der “Djoker” war nach der “Schlacht” (“The Australian”) in der Rod-Laver-Arena ebenso ausgepumpt wie fasziniert von der Magie des Moments.
Insgesamt 17 Punkte mehr als Nadal hatte der amtierende Wimbledon- und US-Open-Sieger in der gefühlten Ewigkeit gemacht (193:176).
57 Gewinnschlägen standen 44 gegenüber, 69 unerzwungene Fehler unterliefen Djokovic, 71 dem Spanier.
Seinen Freunden und Teammitgliedern, die er in den Katakomben der Rod-Laver-Arena einzeln abgebusselt hatte, gab Djokovic allerdings einen Hinweis mit auf den Weg.
“Jetzt will ich erst einmal ein paar Wochen nicht über Tennis reden”, sagte der weltbeste Spieler, der zwei Wochen die Füße hochlegen will, ehe er das nächste Ziel angeht.
French-Open-Titel angepeilt
Was da heißt: French Open. Der Sandplatz-Titel von Roland Garros fehlt dem 24-Jährigen noch in seiner Grand-Slam-Sammlung.
“In Paris möchte ich unbedingt ins Finale. Ich habe das Gefühl, dass ich das erreichen kann”, sagte Djokovic, ehe er um kurz nach 4 Uhr früh die Pressekonferenz verließ.
Frühstück gefällig? “Nein”, antwortete der siegreiche Marathonmann, “an Essen denke ich jetzt nicht.”
Djokovic Nadals Angstgegner
Hinter Nadal lag derweil eine seiner bittersten Niederlage, die sich für den “Kampfstier von Manacor” aber irgendwie anfühlte wie eine Wiederauferstehung.
Sechsmal hatte er im vergangenen Jahr in Finals gegen Djokovic gespielt – und sechsmal verloren.
Am Ende der abgelaufenen Saison, gemessen an den Titeln die schwächste seit 2004, hatte Nadal sogar zugegeben, ein bisschen Leidenschaft für sein große Leidenschaft eingebüßt zu haben.
“Das war aber nicht Rafaels wirkliches Problem. Sein einziges Problem war Djokovic”, hat Tommy Haas in den Tagen von Melbourne gesagt.
Nadal sieht Steigerung
Im Endspiel der Australian Open vertrieb der 25-Jährige dann endgültig alle Dämonen aus seinem Kopf.
“Es war schön zu merken, dass ich keine mentalen Probleme hatte. Ich habe Novak in Situationen gebracht, in die ich ihn 2011 nicht bringen konnte”, sagte “Rafa” zufrieden.
Vergessen war da schon die entscheidende Phase im fünften Satz, als er nach einem Break eine 4:2-Führung nicht ins Ziel retten konnte.
Freude und Erleichterung
Aber Nadal schien erstmals seit langem wieder mit sich und der Tennis-Welt im Reinen zu sein.
1998
Herren: Petr Korda
Damen: Martina Hingis
1999
1999:
Herren: Jewgeni Kafelnikow
Damen: Martina Hingis
2000
Herren: Andre Agassi
Damen: Lindsey Davenport
2001
Herren: Andre Agassi
Damen: Jennifer Capriati
2002
Herren: Thomas Johansson
Damen: Jennifer Capriati
2003
Herren: Andre Agassi
Damen: Serena Williams
2004
Herren: Roger Federer
Damen: Justine Henin-Hardenne
2005
Herren: Marat Safin
Damen: Serena Williams
2006
Herren: Roger Federer
Damen: Amelie Mauresmo
2007
Herren: Roger Federer
Damen: Serena Williams
2008
Herren: Novak Djokovic
Damen: Maria Sharapova
2009
Herren: Rafael Nadal
Damen: Serena Williams
2010
Herren: Roger Federer
Damen: Serena Williams
2011
Herren: Novak Djokovic
Damen: Kim Clijsters
“Ich habe viel mit Herz und mit Köpfchen gespielt, und ich habe gelitten. Aber es war richtig schön, den Körper ans Limit zu bringen”, berichtete Nadal – und die Freude war ihm in den historischen Augenblicken von Melbourne deutlich anzusehen.
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Blumen-Allergie? Nasen-Diskussion überschattet Traumfinale
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Im Juli 2011 wurde Rafael Nadal von Novak Djokovic als Nummer 1 der Welt abgelöst
Melbourne – Rafael Nadal mochte die Geschichte von der verstopften Nase nicht so ganz glauben.
Zumindest reagierte der spanische Herausforderer vor dem Finale der Australian Open am Sonntag (
JETZT im LIVE-TICKER) recht verschnupft, wenn wieder einmal die angeblichen Allergie-Beschwerden seines Gegners Novak Djokovic diskutiert wurden.
“Es ist schwer, sich vorzustellen, dass er diese Probleme hat”, sagte Nadal mit Blick auf das Halbfinale von Titelverteidiger Djokovic gegen den Schotten Andy Murray: “Novak hat sich im fünften Satz phantastisch bewegt. Er war in perfekter Verfassung” (DIASHOW: Die Bilder der 2. Woche).
Atemprobleme nur ein Bluff?
Alles also nur Bluff vor dem Endspielduell der beiden derzeit besten Spieler im Melbourne Park?
Djokovic jedenfalls hatte nach dem Fünfsatzkrimi erzählt, wegen seiner Atemprobleme in den letzten Tagen sogar einen Arzt aufgesucht zu haben.
Im zweiten Satz gegen Murray hatte der “Djoker” auch seltsam matt und kurzatmig gewirkt, ehe er plötzlich die zweite Luft bekam.
“Viele Spieler haben in diesem Jahr derartige Atemprobleme. Es scheint eine Allergie zu sein. Wir sind eben von Blumen umgeben”, meinte der topgesetzte Serbe nach der Energieleistung beim 6:3, 3:6, 6:7 (4:7), 6:1, 7:5 gegen Murray (
BERICHT: Epischer Schlagabtausch: “Djoker” mit längerem Atem).
Djokovic leichter Favorit
Ungeachtet der Nasen-Diskussion geht Djokovic nicht nur wegen seiner beiden Melbourne-Titel (2008 und 2011) als leichter Favorit in das Endspiel.
Mittlerweile ist der 24-Jährige längst zum Trauma für French-Open-Sieger Nadal geworden. Die letzten sechs Matches, allesamt Finals im vergangenen Jahr, hat der Linkshänder gegen Djokovic verloren.
Darunter zwei Partien auf Nadals sandigem Lieblingsbelag, was dem sensiblen “Rafa” schwer zusetzte.
Problemfall Djokovic
Er hatte am Ende der abgelaufenen Saison sogar zugegeben, nicht mehr die letzte Leidenschaft verspürt zu haben.
“Das Problem von Rafael war aber nicht seine Einstellung. Sein Problem hieß Djokovic”, meinte Tommy Haas, der in der zweiten Runde von Melbourne in drei Sätzen gegen Nadal verlor.
Seit November 2010 wartet der Spanier auf einen Erfolg gegen Djokovic. “Die Bilanz kann natürlich ein Vorteil für mich sein”, sagte der Branchenführer, der am Sonntag seinen dritten Grand-Slam-Titel in Folge holen kann.
Dies ist bislang nur Roger Federer sowie Pete Sampras, Rod Laver und eben Nadal geglückt.
Beschwerde über Regenerationszeit
Der “Krieger” von der Sonneninsel Mallorca hat dafür ein anderes Ass im Ärmel.
Weil sein Halbfinale gegen Grand-Slam-Rekordsieger Federer bereits am Donnerstag gespielt wurde, hat Nadal vor dem Finale einen Tag mehr Regenerationszeit (
BERICHT: Nadal gewinnt nächsten Klassiker gegen Federer). Djokovic-Coach Marian Vajda hat sich bereits über diese “Ungerechtigkeit” beschwert.
Nadal hat dafür nur ein Schmunzeln übrig: “Wirklich unfair ist es bei den US Open, wenn du zwischen Halbfinale und Endspiel gar keinen Tag Pause hast”, betonte der zehnmalige Grand-Slam-Sieger.
1998
Herren: Petr Korda
Damen: Martina Hingis
1999
1999:
Herren: Jewgeni Kafelnikow
Damen: Martina Hingis
2000
Herren: Andre Agassi
Damen: Lindsey Davenport
2001
Herren: Andre Agassi
Damen: Jennifer Capriati
2002
Herren: Thomas Johansson
Damen: Jennifer Capriati
2003
Herren: Andre Agassi
Damen: Serena Williams
2004
Herren: Roger Federer
Damen: Justine Henin-Hardenne
2005
Herren: Marat Safin
Damen: Serena Williams
2006
Herren: Roger Federer
Damen: Amelie Mauresmo
2007
Herren: Roger Federer
Damen: Serena Williams
2008
Herren: Novak Djokovic
Damen: Maria Sharapova
2009
Herren: Rafael Nadal
Damen: Serena Williams
2010
Herren: Roger Federer
Damen: Serena Williams
2011
Herren: Novak Djokovic
Damen: Kim Clijsters
Im Duell mit Angstgegner Djokovic will “Rafa” aufs Ganze gehen: “Ich werde versuchen, aggressiver zu spielen und mehr direkte Gewinnpunkte zu machen.”
“Rafa ist ein guter Freund”
Das gute Verhältnis zwischen den beiden Finalisten hat unter den Psychospielchen nicht gelitten.
“Rafa ist ein guter Freund und einer der Besten in der Geschichte unseres Sports. Wir begegnen uns mit großen Respekt, alles ist völlig offen”, sagte Djokovic.
Hoffentlich auch die zuletzt so verstopfte Nase.
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Mattek-Sands/Tecau holen Titel
Die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands und der Rumäne Horia Tecau haben sich den Mixed-Titel bei den Australian Open in Melbourne gesichert.
Die an Position acht gesetzten Halbfinalisten von 2011 besiegten im Finale bei 36 Grad Celsius Jelena Wesnina/Leander Paes (Russland/Indien) mit 6:3, 5:7, 10:3. Der dritte Satz wurde im Champions-Tie-Break entschieden.
Mattek-Sands und Tecau kassierten eine Prämie in Höhe von umgerechnet rund 109.000 Euro.
Leander Paes blieb damit einen Tag nach seinem Doppel-Triumph an der Seite von Radek Stepanek (Tschechien) ein weiterer Coup verwehrt. Der 38-jährige Inder hatte am Samstag zusammen mit Stepanek die topgesetzten Titelverteidiger und Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan aus den USA mit 7:6 (7:1), 6:2 besiegt.
Für Paes war es der insgesamt 48. Doppel-Titel – und das mit elf verschiedenen Partnern.
First Ladys des Gekreisches bitten zum Showdown
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Scharapowa taucht als einzige Frau stets in den Top-20 der bestbezahlten Sportler auf
Melbourne – Die Gerüchte vor der “Schlacht der Schreihälse” wollten einfach nicht verstummen.
Ohrenstöpsel für alle, “Stöhn-O-Meter”-Rekordwetten und Beschwerden wegen Ruhestörung bei der Stadt Melbourne (
BERICHT: Stöhn-O-Meter am Anschlag: McEnroe fordert Schrei-Verbot).
Dass am Samstag im Kreisch-Finale der Australian Open (JETZT im
LIVE-TICKER) zwischen Maria Scharapowa und Wiktoria Asarenka auch die Entscheidung über die neue Besetzung des Tennis-Throns fällt, ging in den wilden Diskussionen der letzten Tage fast unter.
“Wenig Hoffnung auf ruhige Zeiten”
Und die Weißrussin Asarenka, in Down Under zur “First Lady des Gekreisches” (“The Age”) ernannt, machte den vom Gequieke beider Spielerinnen genervten Fans vor ihrem ersten Grand-Slam-Endspiel wenig Hoffnung auf ruhige Zeiten.
“Ich werde Maria hören, sie wird mich hören, 15.000 Zuschauer werden uns hören. Und vielleicht nicht nur die”, sagte die Weltranglistenzweite Asarenka, die im Gegensatz zur stöhnenden Scharapowa eher die spitzere “Iihh”-Variante bevorzugt (DIASHOW: Die Bilder der 2. Woche).
Scharapowa schweigt
Auch die Russin Scharapowa kann die Vorwürfe nicht mehr hören und schweigt – anders als auf dem Court – bei diesem Thema am liebsten.
Viel angenehmer ist der 24-jährigen da die Diskussion über das große Match am Samstag.
“Dieses Finale bedeutet mir so viel. Es sind genau diese Dinge, für die man trainiert”, sagte die bestverdienende Sportlerin der Welt (rund 19,5 Millionen Euro jährlich), die den letzten ihrer bislang drei Major-Titel 2008 ausgerechnet im Melbourne Park holte (
BERICHT: Scharapowa fightet sich ins Finale).
Nummer eins nicht so wichtig
Mit einem Erfolg gegen Wimbledon-Halbfinalistin Asarenka könnte Scharapowa nach rund dreieinhalb Jahren (190 Wochen) Abstinenz die Rückkehr an die Spitze des Rankings perfekt machen.
Nur die Amerikanerin Serena Williams (265 Wochen) und Kim Clijsters (256) hatten noch länger gebraucht, um den Platz an der Sonne zurückzuerobern.
“Aber eigentlich denke ich momentan mehr an den Turniersieg als an die Nummer eins”, verriet “La Schara”.
Beschwerde bei Stadt
Die sportliche Brisanz interessierte zumindest die australischen Medien und die Fans im Vorfeld des Endspiels nur am Rande (DIASHOW: Die Bilder der 1. Woche).
Vielmehr wurde über Möglichkeiten diskutiert, die Stöhnerei im Keim zu ersticken. Die Herald Sun riet zur Mitnahme von Ohrenstöpseln.
Der bekannte Radio-Moderator Anthony “Lehmo” Lehmann beschwerte sich in der Sendung “Gold FM Breakfast” offiziell bei der Stadtverwaltung über die Ruhestörung im Melbourne Park. Ohne Erfolg.
“Das war ein Geschreie”
Im gewonnenen Achtelfinale gegen Sabine Lisicki (Berlin) hatte Scharapowa laut des “Stöhn-O-Meters” des australischen TV Senders “Channel Seven” 96,9 Dezibel erreicht.
“Das war kein Gestöhne mehr, das war ein Geschreie”, klagte Lisicki.
Alleiniger Grand-Slam-Rekordhalter
5. Juli 2009: Roger Federer gewinnt gegen Andy Roddick im hochdramatischen Finale von Wimbledon seinen 15. Grand-Slam-Titel und überflügelt damit Pete Sampras. Am 31. Januar 2010 holt er bei den Australian Open Titel Nummer 16.
Der French-Open-Traum wird wahr
Am 07.06. 2009 schreibt Roger Federer Tennis-Geschichte. Der Schweizer setzt sich im Finale der French Open in Paris gegen Robin Söderling mit 6:1, 7:6 (7:1) und 6:4 durch und feiert seinen 14. Grand-Slam-Titel. In Paris komplettiert er seine Grand-Slam-Sammlung.
Grand Slam
2003 in Wimbledon erster Schweizer Sieger bei einem Grand-Slam-Turnier
Grand Slam
Nach dem Sieg bei den Australian Open 2006 erster Spieler seit Richard Sears (USA) und Will Renshaw (Großbritannien) Ende des 19. Jahrhunderts, der seine ersten sieben Grand-Slam-Finals gewinnt
Grand Slam
Gewinnt als erster Spieler der Geschichte in vier Jahren hintereinander sowohl Wimbledon als auch die US Open
Grand Slam
Erreicht bei den US Open 2007 als erster Spieler der Open Era zum vierzehnten Mal in Folge das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers
Grand Slam
Mit zehn Grand-Slam-Finalteilnahmen hintereinander von Wimbledon 2005 bis zu den US Open 2007 ist er einsamer Rekordhalter
Grand Slam
Gewinnt mit seinem Melbourne-Sieg 2007 als erster Spieler der Open Era zweimal hintereinander Wimbledon, die US Open und die Australian Open
Weltrangliste
Am 2. Februar 2004 erster Schweizer an der Spitze der Weltrangliste
Weltrangliste
Sammelt 2006 mehr Weltranglistenpunkte in einem Jahr (8370) als jeder andere Spieler vor ihm
Weltrangliste
Begann am 26. Februar 2007 seine 161. Woche als Nummer eins der Weltrangliste in Folge und löst damit Jimmy Connors ab (160 Wochen von 1974 bis 1977)
Turniersiege
Gewinnt als erster Spieler der Open Era in drei Jahren hintereinander jeweils mindestens zehn Turniere (2004/11, 2005/11, 2006/12)
Turniersiege
Die Rekordserie von 24 aufeinanderfolgenden Finalsiegen endet erst mit der Niederlage gegen den Argentinier David Nalbandian beim Masters Cup 2005 in Schanghai
Preisgeld
Verdient 2006 als erster Spieler der Geschichte in einem Jahr acht Millionen Dollar Preisgeld (8.343.885)
Rasenspezialist
Löscht Björn Borgs Rekord von 41 aufeinanderfolgenden Siegen auf Rasen und baut diese Serie bis dato auf 54 aus
ATP-Masters
Am 28. November 2010 zieht er mit dem fünften Titelgewinn bei einem Masters-Turnier mit den beiden US-Amerikanern Pete Sampras und Ivan Lendl gleich
Während die Wahl-Monegassin Asarenka ihr Gequieke als Mittel “zum besseren Atmen” sieht, reagiert Scharapowa stets gereizt auf die Frage nach dem “Warum?”.
“Niemand, der wichtig genug wäre”, behauptet die Werbe-Ikone, “hat mir jemals geraten, etwas zu ändern.” Noch Fragen?
Wozniacki patzt doppelt
Die Siegerin des Endspiels wird am kommenden Montag die Nummer eins von Caroline Wozniacki übernehmen (
Bericht: Nach Demütigung: Wozniacki kontert Spöttern).
Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres war die topgesetzte Dänin im Viertelfinale ausgeschieden und hatte dadurch die Spitze des Rankings verspielt.
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17,5 Millionen Euro Preisgeld: Spieler sind unterbezahlt
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Martina Navratilova gilt als eine der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten
Melbourne – Tennis-Legende Martina Navratilova fordert bei den vier Grand-Slam-Turnieren mehr Geld für die Spieler.
“Verglichen mit dem, was ein Lehrer verdient, sind wir deutlich überbezahlt. Aber verglichen mit dem, was die Grand Slams für einen Umsatz machen, sind die Spieler unterbezahlt”, sagte Navratilova.
Sie reagierte damit auf die Diskussionen zwischen der Spielervereinigung ATP und den Profis im Vorfeld der Australian Open
(BERICHT: Roddicks Muskelspiele im Termin-Streit).
Bei den Australian Open (täglich im
LIVE-TICKER) werden insgesamt rund 25 Millionen australische Dollar (ca. 17,5 Mio. Euro) an Preisgeldern ausgeschüttet.
“Veranstalter verdienen mehr”
Für die Sieger in den Einzelwettbewerben bei Damen und Herren gibt es 2,2 Mio. Dollar (ca. 1,5 Mio. Euro).
Die unterlegenen Finalisten kassieren 1,1 Mio. Dollar (ca. 770.000 Euro).
Navratilova glaubt dennoch, dass “die Veranstalter viel mehr verdienen als sie mit den Spielern teilen”.
Streik angedroht
Die Akteure, angeführt vom Weltranglistenzweiten Rafael Nadal (Spanien), hatten nach einem internen Meeting mit 140 Teilnehmern in Melbourne harte Kritik am Status quo geübt und auch einen Streik nicht ausgeschlossen, sollte es keine Änderung geben.
Hauptstreitpunkt sind Verteilung und Höhe der Preisgelder bei den vier Grand-Slam-Turnieren, die Terminierung der Davis-Cup-Spiele sowie die Anzahl der zwingend zu bestreitenden Turniere.
Navratilova rief Spielerinnen und Spieler auf, gemeinsam vorzugehen. “Wenn Männer und Frauen sich zusammenschließen, werden die Veranstalter auf sie hören. Solange beide getrennt voneinander agieren, können die Grand-Slam-Organisatoren machen, was sie wollen”, sagte die 55-Jährige.
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