Rangers machen Heimpleite wett
Die New York Rangers haben die Heimniederlage in Spiel zwei gut verdaut und sich den Vorteil in den Finals der Eastern Conference der NHL zurückgeholt.
Die Mannschaft um den herausragenden Keeper Henrik Lundqvist (36 Paraden) feierte bei den New Jersey Devils einen 3:0-Erfolg und ging in der Best-of-seven-Serie mit 2:1 in Führung. Spiel vier findet am Montag erneut in Newark bei den Devils statt.
Nach zwei Dritteln hatte es im Prudential Center noch 0:0 gestanden. Im Schlussabschnitt sorgte dann ein Doppelschlag binnen zwei Minuten für die Vorentscheidung.
Nach Dan Girardi (44.) erzielte Chris Kreider (46.) das 2:0. Den Erfolg perfekt machte Ryan Williams mit seinem Treffer in der 58. Minute.
Der Sieger der Serie trifft im Finale des Stanley Cups auf das Überraschungsteam Los Angeles Kings oder die Phoenix Coyotes. Nach drei Spielen führen die Kalifornier mit 3:0.
Devils gleichen gegen Rangers aus
Die New Jersey Devils haben sich von ihrer Auftaktniederlage im Finale der Eastern Conference unbeeindruckt gezeigt und sich in den Playoffs der NHL zurückgemeldet.
Am Mittwoch setzte sich der dreimalige Stanley-Cup-Sieger mit 3:2 beim Rivalen New York Rangers durch und glich damit in der Best-of-seven-Serie 1:1 aus.
Die Devils lagen durch den Treffer des Russen Ilja Kowaltschuk nach dem ersten Drittel in Führung, konnten diesen im zweiten Spielabschnitt zunächst jedoch nicht halten. Marc Staal und Chris Kreider erzielten die Treffer für die Rangers, ehe Ryan Carter für das Team aus Newark ausglich.
Für die Entscheidung zugunsten der Devils sorgte David Clarkson im letzten Drittel.
Das dritte Spiel findet am Samstag auf der anderen Seite des Hudson Rivers in New Jersey statt.
Der Sieger der Serie trifft im Finale des Stanley Cups auf das Überraschungsteam Los Angeles Kings oder die Phoenix Coyotes. Nach zwei Spielen führen die Kalifornier mit 2:0.
Kings gewinnen zweites Spiel
Die Los Angeles Kings sorgen in den Playoffs weiter für Furore.
Die Kalifornier, die erstmals seit 19 Jahren wieder im Finale der Western Conference stehen, gewannen am Dienstag auch die zweite Partie bei den Phoenix Coyotes mit 4:0.
Die Kings gingen im ersten Drittel durch den Treffer von Rookie Dwight King in Führung, ehe Jeff Carter sein Team mit zwei Toren im zweiten Drittel auf die Siegerstraße brachte.
Im letzten Spielabschnitt sorgte Carter mit seinem dritten Treffer für die Entscheidung. Torhüter Jonathan Quick erwies sich mit 24 Paraden erneut als sicherer Rückhalt.
Das Überraschungsteam von Coach Darryl Sutter hatte in Runde eins das beste Vorrunden-Team, Vorjahresfinalist Vancouver Canucks, mit 4:1 Siegen und anschließend auch die St. Louis Blues als Nummer zwei des Westens mit 4:0 ausgeschaltet. Das dritte Spiel findet am Donnerstag in Los Angeles statt.
"Kingsanity" im Laker-Land: Selbst Beckham findet’s chic
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Die L.A. Kings haben nacheinander die Topfavoriten der Western Conference eliminiert
München/Los Angeles – Die Glitzerwelt am Venice Beach steht Kopf. Eishockey boomt wieder in Los Angeles wie es das in der südkalifornischen Metropole seit Wayne Gretzky nicht mehr gegeben hat.
In den
NHL-Playoffs haben die Kings nacheinander die Nummer eins und zwei der Western Conference ausgeschaltet, überraschend deutlich und beängstigend souverän.
(DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse)
L.A., das sich als Achter nur mit Ach und Krach für die Endrunde qualifiziert hatte, steht im Conference-Finale und die Chance auf den ersten Stanley-Cup-Titel in der Franchise-Geschichte ist so groß wie seit 19 Jahren nicht mehr.
Ab Sonntagnacht (Spiel eins, ab 2 Uhr
LIVESCORES) sollen nun die Phoenix Coyotes als nächstes Team daran glauben müssen. “Wir sind total glücklich, soweit gekommen zu sein”, sagt Verteidiger-Jungstar Drew Doughty: “Aber wir sind noch nicht fertig.”
Hollywood und Sportlegenden sind Fans
Die Stadt goutiert den Siegeszug der Kings, mit einem mal ist es laut im Staples Center und eine längst verloren geglaubte Begeisterung ist entbrannt.
Bester Indikator für das emporgeschossene Interesse ist der Starfaktor bei den Heimspielen der Kings. Die angesehene Los Angeles Times schreibt von einer regelrechten “Kingsanity” – dem Wahnsinn rund um die Kings.
Da tummeln sich inzwischen Hollywood-Größen wie Tom Hanks, Matthew Perry oder Kurt Russell unter den Zuschauern, wirbt Basketball-Legende Magic Johnson um Unterstützung.
Selbst Lakers-Superstar Kobe Bryant und die Fußballer der L.A. Galaxy mit Englands Glamour-Boy David Beckham und dem Ex-Bundesligaspieler Landon Donovan finden es chic, zum Eishockey zu gehen.
Goalie als Erfolgsgarant
Die Kings sind wieder in, erleben einen Aufschwung wie damals, als Wayne Gretzky die Filmmetropole verzückte. Es war ein Meilenstein für die US-Expansion der NHL, als “The Great One” 1988 die Edmonton Oilers verließ und unter Tränen seinen Wechsel nach Kalifornien bekanntgab.
Was in Alberta zu einer Eruption führte, löste nicht nur in L.A. eine nie geahnte Eishockey-Popularität aus, sondern lieferte das Fundament für die Gründung weiterer NHL-Teams im Süden der USA.
Zu Gretzkys Zeiten lebten die Kings vom Offensivspektakel, am aktuellen Erfolg hat Torhüter Jonathan Quick, der von den teils hoch dekorierten gegnerischen Stürmern bislang kaum zu überwinden war, den größten Anteil.
Die schwedischen Sedin-Zwillinge Henrik und Daniel bissen sich mit den Vancouver Canucks ebenso die Zähne aus wie die St. Louis Blues. Quick überzeugt mit extravagantem Stil und unglaublichen Reflexen. Vergleiche zu Tschechiens Legende Dominik Hasek werden bereits gezogen.
“Jeder hat großen Spaß”
Dazu steht die Defensive um den Kanadier Doughty wie ein Fels in der Brandung und selbst der Angriff offenbart plötzlich die Tiefe und Ausgeglichenheit, die in der Vorrunde lange vermisst worden war. Nur die Minnesota Wild erzielten dort noch weniger Tore als Los Angeles.
1990
Edmonton Oilers (4:1 gegen die Boston Bruins)
1991
Pittsburgh Penguins (4:2 gegen die Minnesota North Stars)
1992
Pittsburgh Penguins (4:0 gegen die Chicago Blackhawks)
1993
Montreal Canadiens (4:1 gegen die Los Angeles Kings)
1994
New York Rangers (4:3 gegen die Vancouver Canucks)
1995
New Jersey Devils (4:0 gegen die Detroit Red Wings)
1996
Colorado Avalanche (4:0 gegen die Florida Panthers)
1997
Detroit Red Wings (4:0 gegen die Philadelphia Flyers)
1998
Detroit Red Wings (4:0 gegen die Washington Capitals)
1999
Dallas Stars (4:2 gegen die Buffalo Sabres)
2000
New Jersey Devils (4:2 gegen die Dallas Stars)
2001
Colorado Avalanche (4:3 gegen die New Jersey Devils)
2002
Detroit Red Wings (4:1 gegen die Carolina Hurricanes)
2003
New Jersey Devils (4:3 gegen die Mighty Ducks of Anaheim)
2004
Tampa Bay Lightning (4:3 gegen die Calgary Flames)
2005
wegen Lockout nicht ausgetragen
2006
Carolina Hurricanes (4:3 gegen die Edmonton Oilers)
2007
Anaheim Ducks (4:1 gegen die Ottawa Senators)
2008
Detroit Red Wings (4:2 gegen die Pittsburgh Penguins)
2009
Pittsburgh Penguins (4:3 gegen die Detroit Red Wings)
2010
Chicago Blackhawks (4:2 gegen Philadelphia Flyers)
2011
Boston Bruins (4:3 gegen Vancouver Canucks)
An der Seite von Kapitän Dustin Brown und dem Slowenen Anze Kopitar haben jetzt aber selbst Ergänzungsspieler wie Trevor Lewis entscheidenden Einfluss gewonnen.
“Wir spielen mit unglaublich viel Selbstvertrauen. Jeder hat großen Spaß und fühlt sich als wichtiger Teil des Teams”, sagt Doughty.
Happy End in den Finals?
Als Gretzky vor 19 Jahren die Chance auf den großen Pott hatte, unterlag L.A. im Stanley-Cup-Finale den Montreal Canadiens dann deutlich.
Seine Nachfolger, die vom kauzigen Darryl Sutter gecoacht werden, wollen die Mission nun vollenden. Es gibt bestimmt schon jemanden in Hollywood, der dies gerne als Drehbuchvorlage nutzen würde.
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New York wirft Washinton raus
Die New York Rangers haben mit einem 2:1-Sieg im entscheidenden siebten Spiel die Washington Capitals um Superstar Alexander Owetschkin aus dem Stanley-Cup-Rennen geworfen und stehen erstmals seit 1997 wieder im Halbfinale.
Brad Richards nach 92 Sekunden und Michael Del Zotto (51.) trafen für den den Stanley-Cup-Gewinner von 1994, Roman Hamrlik konnte 38 Sekunden später nur noch verkürzen.
New Yorks Gegner im Halbfinale ist der dreimalige Stanley-Cup-Sieger New Jersey Devils, der sich mit 4:1 gegen die Philadelphia Flyers durchgesetzt hatte.
Die Capitals hatten in der ersten Play-off-Runde der NHL Titelverteidiger Boston Bruins mit dem deutschen Dennis Seidenberg ausgeschaltet.



































































































































































