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Sportwelt

Sport: Mission erfüllt

Später hält Drogba eine kleine Rede, es geht dabei weder um das 1:1, noch um sein alles entscheidendes Tor im Elfmeterschießen. Drogba redet nicht gern über sich, umso lieber über andere. Über „unsere fantastischen Fans, die uns nach dem Rückstand zurück ins Spiel gebracht haben“. Über seine Trainer in acht Jahren bei Chelsea, „ich bedanke mich bei allen, sie haben aus mir einen besseren Fußballspieler und einen besseren Menschen gemacht“. Über seine Kollegen Petr Cech („Der beste Torhüter der Welt“) und Ashley Cole, „denn wenn er im Achtelfinale gegen Neapel nicht auf der Linie gerettet hätte, wären wir heute nicht hier“. Und natürlich über Chelsea: „Das ist ein großer Tag für unseren Klub. Endlich kommt der Cup zurück an die Stamford Bridge!“

Das ist in doppelter Hinsicht nicht ganz korrekt formuliert. Denn erstens kann die riesige Silbervase für Europas beste Klubmannschaft gar nicht zurückkommen zum FC Chelsea, weil sie dort noch nie war – die Blauen sind überhaupt der erste Londoner Klub, der die Trophäe in die britische Hauptstadt holt. Und zweitens ist der große Tag schon gut eineinhalb Stunden lang Geschichte, als Drogba seinen Vortrag vor der Weltpresse hält. Nach acht Jahren im blauen Trikot hat er dem milliardenschweren Klubbesitzer Roman Abramowitsch endlich den ersehnten Triumph gebracht. Drogba ist kein Getriebener, kein Unvollendeter mehr, so wie Chelsea nicht mehr der hämisch beäugte Beweis dafür ist, dass Erfolg im Fußball nicht käuflich ist. Abramowitschs Investment hat sich in Erfolg ausgezahlt. Und niemand steht dafür so wie Didier Yves Drogba Tébily, der 34 Jahre alte Stürmer aus Abidjan an der Elfenbeinküste.

Als Drogba im Frühling 2004 von Marseille nach London transferiert wurde, war er vor allem ein Spekulationsobjekt. Für die klammen Franzosen, weil sie sich mit der damals atemberaubend anmutenden Ablöse von 36 Millionen Euro auf einen Schlag sanierten – geholt hatten sie Drogba ein Jahr zuvor für sechs Millionen. Und für Abramowitsch, weil er seinen gerade erworbenen Klub so schnell wie möglich nach oben bringen wollte und der kurz zuvor noch weitgehend unbekannte Drogba das begehrteste Objekt auf dem internationalen Transfermarkt war. In seiner besten Zeit war Drogba mit seiner Symbiose aus körperlicher Wucht, technischer Brillanz, Torgefahr und intuitiver Spielintelligenz der beste Stürmer der Welt. Er hat Chelsea zu Pokal und Meisterschaft geführt und neun Tore in Endspielen geschossen. Aber der ganz große Erfolg blieb ihm wie Abramowitsch versagt.

In der Nacht zu Sonntag nun stand der russische Finanzier auf der Tribüne, ein unscheinbarer Mann mit Dreitagebart und Strickjacke. Als Drogba auf dem Weg zur Siegerehrung an ihm vorbeischritt, fielen sie sich kurz in die Arme. Drogba nennt Abramowitsch kurz und respektvoll „The Owner“. Der Klubbesitzer hat sein Ziel erreicht, und das mit der wahrscheinlich schwächsten Mannschaft, die Chelsea seit der russischen Übernahme vor neun Jahren zur Verfügung hatte.

Wenig Brillanz steckte in Chelseas Auftritt in München, nie zuvor hat eine in der offenen Auseinandersetzung derart unterlegene Mannschaft die Champions League gewonnen. Alle auf Londoner Seite lobten die Leistung der Bayern, allen voran Drogba, der gleich zu Beginn der Verlängerung mit einem Tritt in die Ferse von Franck Ribéry jenen Elfmeter verursacht hatte, mit dem den Arjen Robben den Siegtreffer für die Bayern hätte erzielen können. Aber auch in Folge dieser Szene war das Momentum auf Chelseas Seite. Vorbei und vergessen, aber nicht für Drogba, er faltete, als alles vorbei war, seine Arme um Robben, mit dem er zu Beginn seiner Zeit in Chelsea den Sturm gebildet hatte. „Entscheidend war etwas, das du verinnerlichst, wenn du ein Chelsea-Spieler bist“, sagte Drogba. „Das ist unsere DNA: Ein Chelsesa-Spieler gibt nie auf, und wenn es auch noch so hoffnungslos aussieht. So sind wir gegen Neapel zurückgekommen, und so haben wir diesen Pokal gewonnen, dem wir seit acht Jahren so nah waren und der dann doch immer so weit weg war.“

Diktion und Emphase dieses nächtlichen Auftritts lassen darauf schließen, dass es sich um eine Abschlussrede handelt. Drogbas Mission beim FC Chelsea ist erfüllt. Er gibt keine Antwort auf die immer wiederkehrende Frage, ob dies denn nun sein letztes Spiel für Chelsea gewesen sei. „Also, in dieser Saison war es das letzte Spiel. Alles andere werden wir sehen. In emotionalen Situationen wie diesen soll man keine Entscheidungen treffen.“ Ende des Vortrags. Didier Drogba will zurück zu seinen Kollegen, zurück zu den Freuden der Nacht von München und ihren Sorgen. Sorgen? Natürlich, Drogba lacht und sagt: „Das Spiel war so schwer und aufregend, es hat unglaublich viel Kraft gekostet. Ich weiß gar nicht, ob wir noch genug Energie für die Party haben.“

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Montpellier wird Meister: Fans stürmen Rasen in Auxerre – n

Montag, 21. Mai 20122012-05-21 02:41:16


Auch in Frankreich wird ein wichtiges Fußballspiel unterbrochen, nachdem Zuschauer auf den Rasen stürmen. Am Ende steht fest: Montpellier wird Meister. Eine Überraschung.


Montpellier-Fans machen Feuer.

Montpellier-Fans machen Feuer. (Foto: AP)

Der HSC Montpellier ist zum ersten Mal in der 93-jährigen
Clubgeschichte französischer Fußball-Meister geworden. Die Südfranzosen
gewannen am letzten Spieltag der Ligue 1 am Sonntagabend in einer tumultreichen
Begegnung beim Absteiger AJ Auxerre mit 2:1 (1:1), verteidigten den
Drei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Paris Saint-Germain und traten die
Nachfolge des OSC Lille an.

Die Hauptstädter setzten sich beim FC Lorient mit 2:1 (0:1)
durch, zogen aber mit 79 Punkten aus 38 Runden gegen Montpellier (82 Punkte)
den Kürzeren. Neben Paris qualifizierte sich auch Vorjahresmeister OSC Lille
als Tabellendritter für die nächste Champions League.

Das Spiel im Stadion l’Abbé-Deschamps von Auxerre musste in
der 79. Minute für fast eine halbe Stunde unterbrochen werden, nachdem
Heimzuschauer Leuchtraketen und Böller aufs Feld geworfen hatten. “Chaos
total”, klagte das Fachmagazin “France Football”.

Olivier Kapo hatte die Hausherren in der 20. Minute in
Führung gebracht. John Utaka glich in der 32. aus, und der Stürmer aus Nigeria
war es auch, der nach der Unterbrechung das Siegtor in der 86. Minute erzielte.
Nach dem Schlusspfiff stürmten Hunderte Fans von Montpellier jubelnd aufs Feld
und sorgten erneut für Chaos.

Bester Spieler von Montpellier war in dieser Saison der vom
FC Bayern München umworbene Mittelstürmer Olivier Giroud. Der 24-Jährige wurde
mit 21 Treffern zusammen mit dem Brasilianer Nené von Paris Torschützenkönig.

Mehr zum Thema

Der Titelgewinn von Montpellier ist eine große Überraschung,
da der Club mit dem vierzehnthöchsten Etat der französischen Liga auskommen
musste. Der Hérault Sport Club hatte diese Saison nur 33 Millionen Euro zur
Verfügung – gerade mal ein Fünftel des Budgets von Rivale Paris, der seit
Saisonanfang vom Öl- und Wüstenstaat Katar aus geführt wird.

Beste Platzierung Montpelliers in der Liga war bisher ein 3.
Rang in der Saison 1987/88, Titel holte man nur im Pokal (1929, 1990) sowie im
Ligapokal (1992). Die “Fahrstuhlmannschaft” war seit den 30er Jahren
neunmal aus der ersten Liga abgestiegen und spielt erst seit 2009 wieder ganz
oben mit.

Bilderserie


Relegationsspiel zweimal unterbrochen: Düsseldorf feiert Chaos-AufstiegRelegationsspiel zweimal unterbrochen: Düsseldorf feiert Chaos-AufstiegRelegationsspiel zweimal unterbrochen: Düsseldorf feiert Chaos-Aufstieg

Relegationsspiel zweimal unterbrochen
Düsseldorf feiert Chaos-Aufstieg

Quelle: n-tv.de

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Montpellier wird Meister: Fans stürmen Rasen in Auxerre – n

Montag, 21. Mai 20122012-05-21 02:41:16


Auch in Frankreich wird ein wichtiges Fußballspiel unterbrochen, nachdem Zuschauer auf den Rasen stürmen. Am Ende steht fest: Montpellier wird Meister. Eine Überraschung.


Montpellier-Fans machen Feuer.

Montpellier-Fans machen Feuer. (Foto: AP)

Der HSC Montpellier ist zum ersten Mal in der 93-jährigen
Clubgeschichte französischer Fußball-Meister geworden. Die Südfranzosen
gewannen am letzten Spieltag der Ligue 1 am Sonntagabend in einer tumultreichen
Begegnung beim Absteiger AJ Auxerre mit 2:1 (1:1), verteidigten den
Drei-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Paris Saint-Germain und traten die
Nachfolge des OSC Lille an.

Die Hauptstädter setzten sich beim FC Lorient mit 2:1 (0:1)
durch, zogen aber mit 79 Punkten aus 38 Runden gegen Montpellier (82 Punkte)
den Kürzeren. Neben Paris qualifizierte sich auch Vorjahresmeister OSC Lille
als Tabellendritter für die nächste Champions League.

Das Spiel im Stadion l’Abbé-Deschamps von Auxerre musste in
der 79. Minute für fast eine halbe Stunde unterbrochen werden, nachdem
Heimzuschauer Leuchtraketen und Böller aufs Feld geworfen hatten. “Chaos
total”, klagte das Fachmagazin “France Football”.

Olivier Kapo hatte die Hausherren in der 20. Minute in
Führung gebracht. John Utaka glich in der 32. aus, und der Stürmer aus Nigeria
war es auch, der nach der Unterbrechung das Siegtor in der 86. Minute erzielte.
Nach dem Schlusspfiff stürmten Hunderte Fans von Montpellier jubelnd aufs Feld
und sorgten erneut für Chaos.

Bester Spieler von Montpellier war in dieser Saison der vom
FC Bayern München umworbene Mittelstürmer Olivier Giroud. Der 24-Jährige wurde
mit 21 Treffern zusammen mit dem Brasilianer Nené von Paris Torschützenkönig.

Mehr zum Thema

Der Titelgewinn von Montpellier ist eine große Überraschung,
da der Club mit dem vierzehnthöchsten Etat der französischen Liga auskommen
musste. Der Hérault Sport Club hatte diese Saison nur 33 Millionen Euro zur
Verfügung – gerade mal ein Fünftel des Budgets von Rivale Paris, der seit
Saisonanfang vom Öl- und Wüstenstaat Katar aus geführt wird.

Beste Platzierung Montpelliers in der Liga war bisher ein 3.
Rang in der Saison 1987/88, Titel holte man nur im Pokal (1929, 1990) sowie im
Ligapokal (1992). Die “Fahrstuhlmannschaft” war seit den 30er Jahren
neunmal aus der ersten Liga abgestiegen und spielt erst seit 2009 wieder ganz
oben mit.

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Düsseldorf feiert Chaos-Aufstieg

Quelle: n-tv.de

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Fußball: Das Nachspiel läuft

Augsburg Die Relegationspartie zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin wird ein Nachspiel haben – zunächst nur vor dem Sportgericht, vielleicht aber auch auf dem Rasen. Ein Wiederholungsspiel, das ist eines der möglichen Urteile, das das Sportgericht des DFB nach dem Skandal vom Dienstagabend (siehe Infokasten „Die Chronologie“) fällen könnte. Das Gremium tritt heute um 13.30 Uhr in Frankfurt zusammen.

Die Berliner, die nach dem 2:2 vom Dienstag zunächst einmal als Absteiger aus der Bundesliga feststanden, haben Einspruch gegen die Wertung eingelegt. Die Düsseldorfer glauben, dass ihr Aufstieg in die Bundesliga heute bestätigt wird. „Das Spiel ist ordnungsgemäß beendet worden. Es handelt sich um eine klare Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters“, sagte Fortuna-Manager Wolf Werner.


Fortuna-Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth meint: „Wichtig war doch, dass keiner unserer Fans auf dem Spielfeld gewaltbereit oder bedrohend war. Und wir haben es schließlich geschafft, die Zuschauer ohne Einsatz der Polizei auf ihre Plätze zurückzuführen. Danach ist das Spiel ordnungsgemäß zu Ende gebracht worden.“

Fortuna-Trainer Norbert Meier, der die Berliner als „schlechte Verlierer“ bezeichnete, sah sich nicht veranlasst, ein Training der Mannschaft anzusetzen. Bislang steht der Plan, dass das gesamte Team am Sonntag zur Saisonabschlussfahrt nach Mallorca reist. Campino, Fortunen-Fan und Chef der Düsseldorfer Punkband Die Toten Hosen, hat sein Urteil über die Vorgänge ebenfalls gefällt. „Das ist die letzte Karte, die der um seine Existenz kämpfende Klub hier spielt. Wenn man Anwälte losschickt, die behaupten, man hätte Todesängste spüren können, ist das eine Verunsachlichung auf einem gefährlichen Niveau.“

Dass die zunächst für Samstag geplante offizielle Aufstiegsfeier in der Esprit-Arena abgesagt wurde, habe allein organisatorische und logistische Gründe und nichts mit dem Hertha-Protest zu tun, so die Fortunen in einer Pressemitteilung. Der Aufstieg soll nun in großem Stil mit den Fans im August gefeiert werden.

Die Berliner dagegen sind entschlossen und optimistisch, den sechsten Abstieg aus der Bundesliga doch noch vermeiden zu können. Der Urlaub ist verschoben, Otto Rehhagel schickte am Freitag seine Profis wieder zum Training auf den Platz. „Wir trainieren wie vor einem regulären Bundesligaspiel“, verkündete ein Klubsprecher.

„Mit einem sportlichen Geschehen hatte dies nichts mehr zu tun“, sagte Manager Michael Preetz zu den Vorfällen vom Dienstag. „Die Spieler hatten Angst. Es ging nicht mehr um das sportliche Geschehen, sondern um die eigene Sicherheit.“

Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt ist zuversichtlich, dass der DFB dem Protest stattgeben wird. „In der Satzung steht klipp und klar drin, dass ein Spiel, das unter solchen Umständen stattfindet, nicht gewertet wird und wiederholt wird“, sagte der Anwalt.

Vermutlich wird das heutige Urteil nicht endgültig sein. Gegen die Entscheidung können beide Vereine Einspruch einlegen. Das Verfahren würde dann vor das DFB-Bundesgericht gehen. (dpa, AZ)

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Robbens Fehlschuss führt Bayern auf Verliererstraße

Doch wohl nicht Arjen Robben. Mancher Bayern-Fan befürchtete das Schlimmste. Der Niederländer nahm ein paar Schritte Anlauf und schob den Ball schwach und unplatziert Richtung Tor des FC Chelsea. Keeper Petr Cech tauchte ab und bekam die Kugel im Nachfassen sicher zu greifen.

Robben hatte den möglicherweise vorentscheidenden Elfmeter in der fünften Minute der Verlängerung verschossen. Entsetzen in der Münchner Fußball-Arena, das erst recht nicht mehr weichen sollte, nachdem Robbens Kollegen das anschließende Elfmeterschießen verloren hatte.

Schweinsteiger wollte nicht hinsehen

Ausgerechnet Robben. Schon beim Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund hatte sich der selbstbewusste Holländer den Ball geschnappt, ihn aber nicht im Tor untergebracht. Am Samstag scheiterte der Mann, der beim FC Bayern Spiele entscheiden kann und soll, erneut. Und das auch noch gegen seinen ehemaligen Verein. Die Nerven versagten, selbst Kollege Bastian Schweinsteiger wollte nicht hinsehen, hockte auf dem Boden mit gefalteten Händen, den Kopf nach unten gerichtet. Im Elfmeter-Krimi verfehlte Schweinsteiger dann aber beim letzten Schuss selbst.

Robben wollte, wie so oft, am liebsten alles und das immer am besten machen. Von Beginn an war ihm das Bemühen anzusehen, den FC Bayern zum historischen Erfolg vor heimischer Kulisse zu führen und sich endlich von den Chelsea-Fans richtig, wenngleich erinnerungsreich zu verabschieden. Von 2004 bis 2007 hatte Robben an der Stamford Bridge gespielt. “Es tut mir immer gut, wenn sie Erfolg haben”, hatte Robben vor der Partie noch gesagt.

Fußabwehr von Cech

Doch dürfte ihn nun der Elfmeter-Fluch schwer verfolgen. Dabei hatte Robben aus seinem hernach öffentlich diskutierten Fehlschuss gelernt und im Elfmeterschießen im Halbfinal-Rückspiel gegen Real Madrid verzichtet. Und das, nachdem der 28-Jährige in der regulären Spielzeit seinen vierten Saisontreffer in der Champions League erzielt hatte.

Der fünfte sollte gegen Chelsea folgen. In der 21. Minute konnte aber Cech mit einer Fußabwehr gegen Robben klären, der Ball sprang zu allem Überfluss auch noch an den Pfosten. Robbens Volleyschuss von der Strafraumgrenze nach einer halben Stunde ist kein Problem für den Chelsea-Keeper. Sein Schuss in der 59. Minute wird von der Chelsea-Abwehr in höchster Not abgeblockt, bei einem Versuch mit dem rechten Fuß muss sich wiederum Cech nicht besonders anstrengen. Und dann auch noch der Elfmeter.

Dabei sind es Spiele wie das “Finale dahoam”, für die die Bayern den Niederländer brauchen, so wie mit seinem spektakulären Tor auswärts gegen Manchester United, das den Münchnern 2010 das Weiterkommen ins Halbfinale beschert hatte. 

Manuel Neuer:

 

Weitgehend beschäftigungslos, bei den wenigen Prüfungen ohne Probleme, bis auf einen Wackler in der 74. Minute. Beim 1:1 nicht ganz chancenlos. Hielt  im Elfmeterschießen gegen Mata und verwandelte seinen Elfmeter souverän. Wurde dennoch nicht zum Helden.

 

Note: 3

Philipp Lahm:

 

Sehr aufmerksam und zweikampfstark. Machte seine rechte Seite zu und kurbelte auch immer wieder das Offensivspiel an. Verwandelte im Elfmeterschießen als erster Schütze.

 

Note: 2

Anatolij Timoschtschuk:

 

Gewann fast alle Zweikämpfe, auch gegen Drogba, und agierte äußerst diszipliniert. Ein starker Vertreter des gesperrten Holger Badstuber. Rückte in der Verlängerung ins Mittelfeld und spielte auch da souverän.

 

Note: 3

Jerome Boateng:

 

Solide Leistung des Nationalspielers. Wurde nach dem Wechsel immer sicherer, konnte beim 1:1 Drogba jedoch nicht am Kopfball hindern.

 

Note: 3

Diego Contento:

 

Beherzter Auftritt auf der linken Seite. Schaltete sich vor allem vor der Pause immer wieder nach vorne ein und hielt Ribery weitgehend den Rücken frei.

 

Note: 3

Bastian Schweinsteiger:

 

Viel ballsicherer und spritziger als bei seinen vergangenen Einsätzen. Guter Ballverteiler, mit zunehmender Spieldauer immer dominanter. Versagte aber beim Elfmeterschießen.

 

Note: 3

Toni Kroos:

 

Über den 22-Jährigen lief fast das gesamte Bayern-Spiel. Er war Dreh- und Angelpunkt. Starke Vorstellung des Nationalspielers. Bereitete auch das 1:0 gekonnt vor.

 

Note: 2

Arjen Robben:

 

Wechselte immer wieder mit Müller die Position. Man merkte dem 28-Jährigen den unbedingten Siegeswillen an. Entwickelte oft Zug zum Tor. Beim entscheidenden Elfmeter in der Verlängerung versagten ihm wie in Dortmund jedoch die Nerven.

 

Note: 3

Thomas Müller:

 

Großer Aktionsradius. Im Abschluss zunächst glücklos. Nach dem Wechsel aber mit viel mehr Zielstrebigkeit in seinen Aktionen und mit dem Treffer zum 1:0 belohnt.

 

Note: 3

Franck Ribery:

 

Immer in Bewegung, immer anspielbar. Sorgte für viel Druck und beschäftigte die Chelsea-Abwehr ständig mit seinen Dribblings. Kam aber zu selten zum Abschluss. Holte in der Verlängerung den Elfmeter heraus, den Robben verschoss. Musste in der Verlängerung angeschlagen raus.

 

Note: 2

Mario Gomez:

 

Fand in der Anfangsphase wenig Bindung zum Spiel, wurde in der Folge aber immer gefährlicher. Im Abschluss fehlte aber das Fortune und die Genauigkeit. Gab aber nie auf und behielt im Elfmeterschießen die Nerven.

 

Note: 4

Daniel van Buyten:

 

Kam in der 87. Minute für Müller. Lieferte sich einige heiße Duelle mit Drogba, war bei Standards offensiv gefährlich.

 

Note: -

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