Eurovision Song Contest in Baku: Hölle und Himmel für Schwule
Leben in Baku offen schwul: Kamran Razayew und sein Freund Elham Bagirow© stern.de
Es ist der “Heaven for Gays”, der “Himmel für Schwule”, verspricht der Eintrag auf einer Website. Der Weg führt in einen kleinen Club in einer Seitenstraße, unweit der Metrostation Icherisheher, mitten in Bakus Innenstadt. Über der Tür steht kein Name, aber die laute Musik, die an diesem Samstagabend aus dem Keller dröhnt, ist unüberhörbar. Michael Jackson scheint in Bakus “Schwulenhimmel” gelandet zu sein. Der Türsteher davor sieht aus wie einer, der seit zwanzig Jahren vor Hamburgs prolligster Hafenkneipe Wache schiebt. Und hier soll ein Schwulenclub sein? Der Wohnzimmer große Raum mit der kleinen Bar in der Ecke ist nicht stylish oder modern eingerichtet, sondern plüschig-gemütlich. Die Beleuchtung ist schummrig, vor den roten Wänden stehen kleine Ledersofas. Von dort schauen mehrere Dutzend junge Männer gebannt zur Tanzfläche. Frauen mit aufgespritzten Lippen und bis zur Entstellung operierten Gesichtszügen bewegen sich theatralisch zu “Beat it”. Es sind Drag Queens, die mit lautem Klatschen bejubelt werden.
So sieht er also aus, der schwule Himmel in Baku. Es ist die Hauptstadt eines Landes, das als zutiefst schwulenfeindlich beschrieben wird. Homosexualität wird nicht strafrechtlich verfolgt – das gesetzliche Verbot wurde bereits 2001 abgeschafft – doch sie ist weit davon entfernt, gesellschaftlich akzeptiert oder auch nur toleriert zu werden. “Intimer Umgang in der Öffentlichkeit wird leicht als Provokation missverstanden und kann Gegenreaktionen hervorrufen bis hin zur Abmahnung durch die Polizei”, schreibt das Auswärtige Amt in Berlin in seinen Sicherheitshinweisen. Obwohl die aserbaidschanische Führung nicht müde wird zu versichern, dass alle Gäste in Baku willkommen seien, sind es solche Warnungen, die kurz vor Beginn des Eurovision Song Contest viele schwule Fans, die nach Baku reisen, zutiefst verunsichern.
“Wir sind kein schwulenfeindliches Land”
“Wir sind nicht der Iran”, sagt Kamran Razayew. Der 39-Jährige lebt offen schwul und leitet in Baku die Nicht-Regierungsorganisation Gender Development, die staatlich registriert ist und durch internationale Spenden finanziert wird. “Wir sind kein schwulenfeindliches Land”, sagt Razayew. Die Warnung des Auswärtigen Amtes kann er nicht nachvollziehen. Er habe noch nie Ärger mit der Polizei gehabt. “Mich hat noch nie jemand auf der Straße beleidigt oder gar attackiert”, sagt auch sein Freund, Elham Bagirow, mit dem er seit zwölf Jahren zusammenlebt. Er bezeichnet das überwiegend muslimische Aserbaidschan als das toleranteste Land im Kaukasus. “Wir sind nicht das homophobe Russland und haben auch keine Kirchen, die mit Kreuzen gegen Schwule zu Felde ziehen.” Aserbaidschan würde oft als das “hinterletzte Land” dargestellt, doch er als Schwuler könne hier “sehr gut leben”.
Bakus wunderschön restaurierte Fußgängerzone wirkt tatsächlich wie das Paradies für Schwule. Über das sauber geputzte Kopfsteinpflaster, vorbei an prächtigen Jugendstilfassaden, flanieren Dutzende von jungen Männern Arm in Arm. Sie haben sich untergehakt oder legen die Hand um die Schulter ihres Freundes. Für westliche Augen ein ungewohntes Bild, für den Kaukasus etwas völlig Alltägliches. Es ist lediglich ein Ausdruck von Freundschaft, niemand würde auf die Idee kommen, dieses Verhalten als schwul zu assoziieren.
“Im besten Fall wird Homosexualität toleriert, solange sie nicht öffentlich gezeigt oder gar Anspruch auf Anerkennung erhoben wird”, erklärt Yasemin Pamuk, die im Kaukasus für die Friedrich-Naumann-Stiftung arbeitet. Es werde klar unterschieden zwischen dem aktiven und dem passiven Partner. Der Passive werde häufig zum Opfer von Stigmatisierung. “In den Augen der Gesellschaft ist seine Männlichkeit kompromittiert worden und er hat damit die Männlichkeit seiner Geschlechtsgenossen infrage gestellt”, erklärt Pamuk.
Viele Homosexuelle führen ein Doppelleben
Was diese Stigmatisierung bedeutet, ist auch in der Kellerdisco zu beobachten. Einer der Jungs zieht an seiner Zigarette. Obwohl es ziemlich warm geworden ist in dem Raum, der kaum größer ist als ein Wohnzimmer, hat er seine Lederjacke anbehalten. Er will cool aussehen, guckt abfällig den anderen Männern zu, die zu Tarkan tanzen, während er eine der Drag-Queens im Arm hält. Sein Machogehabe wirkt nicht antrainiert. Keiner würde auf die Idee kommen, ihn für schwul zu halten. Und auch er selbst ist felsenfest davon überzeugt, heterosexuell zu sein. Obwohl er gerade jemanden im Arm hält, der zwar wie eine Frau aussieht, aber anatomisch ein Mann ist. Eine schizophrene Überlebensstrategie.
Ein schwuler Sohn ist für die meisten Eltern in Aserbaidschan eine Katastrophe. Viele Schwule werden von ihrer Familie verstoßen, andere werden in Ehen gezwungen. “Die meisten Schwulen, die ich in Baku kennengelernt habe, leben nicht offen”, sagt Idris Roberts. Der 37-jährige Brite arbeitet seit einem Jahr als Architekt in Aserbaidschans Hauptstadt. Viele führten ein Doppelleben nach dem Motto “Don’t ask, don’t tell” (“nicht fragen und nichts sagen”). Er vergleicht die Situation von Homosexuellen vor Ort mit der in Westeuropa vor zwanzig oder dreißig Jahren. “Da waren auch die wenigsten geoutet.” Aber Schwule hätten heute wenigstens die Möglichkeit, sich übers Internet kennenzulernen und zu organisieren. “Seiten wie gayromeo.com oder gaydar.com sind in Aserbaidschan frei zugänglich.”
Roberts erzählt von einem Freund, der beim Küssen auf der Straße erwischt worden ist. Es sei genau das passiert, wovor die Deutsche Botschaft gewarnt habe. Die Polizei habe ihn mitgenommen und versucht, Geld von ihm zu erpressen. “Die haben es gar nicht mal auf Schwule abgesehen, das ist eben ein korruptes Land”, sagt er. Doch er glaubt, dass sich das zum Eurovision-Song-Contest niemand trauen wird, schon gar nicht bei Ausländern.
“Wir stehen am Anfang einer Entwicklung”
Auch in dem kleinen Schwulenclub, der nur wenige hundert Meter von der iranischen Botschaft entfernt liegt, scheint es fast so, als sei Küssen verboten. Aus den Lautsprechern tönt noch immer türkischer Ethno-Pop. Viele Männer haben angefangen zu tanzen. Sie gucken sich verliebt an, so wie das Schwule in Clubs in Berlin, Paris oder Madrid auch tun. Doch in Baku halten sie sich mit gegenseitigen Liebkosungen auffällig zurück. Sie flirten und halten sich im Arm, doch ein Kuss scheint etwas Unerreichbares zu sein.
“Wir stehen am Anfang einer Entwicklung”, sagt Razayew. Von Antidiskriminierungsgesetzen oder der Gleichstellung von Homosexuellen im Alltag sei Aserbaidschan noch weit entfernt. Doch das sei im Moment gar nicht sein Ziel. “Wir wollen Homosexuellen psychologische und humanitäre Hilfe geben und betreiben gesundheitliche Aufklärung”, erklärt er seine Arbeit bei Gender Development. Die schwule Gemeinschaft ist noch nicht bereit für politische Aktionen in der Öffenlichkeit wie eine Schwulenparade”, glaubt er. Doch auch wenn sich Männer in der Öffentlichkeit nicht küssen könnten, blieben Schwulen im Alltag einige Freiräume.
Einer ist der kleine Kellerclub am Icherisheher. Dort wird auch am kommenden Samstag wieder Michael Jackson gespielt werden. Dutzende Schwule werden dann dazu feiern. Ohne sich zu küssen. Vielen Schwulen aus Westeuropa mag das eher wie die Hölle vorkommen. Doch für viele Aserbaidschaner ist es der Himmel.
Bee-Gees-Sänger Robin Gibb (62) erliegt Krebsleiden
Robin Gibb (62) ist tot! Der Bee-Gees-Sänger hat am Ende den jahrelangen Kampf gegen den Krebs verloren. Das gab die Familie auf der offiziellen Internetseite bekannt.
„Die Familie von Robin Gibb, der Bee Gees, teilen in großer Trauer mit, dass Robin heute nach einem langen Kampf mit Krebs und Darmoperationen hingeschieden ist“, hieß es in einer Erklärung.
Der Sänger hatte Darm- und Leberkrebs.
Zusammen mit seinen Brüdern Barry und Maurice wurde der Brite Robin unter dem Bandnamen Bee Gees bekannt. Das Trio produzierte in den 60er- und 70er-Jahren einen Hit nach dem anderen. Zu den berühmtesten Erfolgstiteln gehören Liebesballaden und Discohits wie „Stayin’ Alive”, „How Deep Is Your Love” und „Night Fever”.
Die Gruppe hat von ihren Alben bis zu 200 Millionen Exemplare verkauft und war damit so erfolgreich wie Bands wie Rolling Stones und Pink Floyd.
DIAGNOSE: KREBS!
Gibb hatte sich vor eineinhalb Jahren einer Darmoperation unterzogen, wobei ein bösartiger Tumor entdeckt wurde.
Noch im Februar hatte der britische Sänger erklärt, er habe sich von der Krankheit wieder erholt und damit Hoffnungen auf eine Heilung geweckt. Zuletzt hatte sich sein Zustand jedoch wieder deutlich verschlechtert. Im April fiel Gibb nach einer Lungenentzündung ins Koma, aus dem er jedoch wieder erwachte.
SEINE WURZELN
Gibb wurde am 22. Dezember 1949 auf der britischen Isle of Man geboren, etwa eine halbe Stunde später kam sein Zwillingsbruder Maurice zur Welt. Kurz nach der Geburt der Zwillinge zog die Familie nach Manchester im Nordwesten Englands, 1958 ging es weiter ins australische Brisbane.
Bereits als Kinderstars landete Robin mit seinen Brüdern Maurice und Barry 1963 ihren ersten Hit mit „The Battle of the Blue and Grey“.
Sein Verhältnis zu seinen Brüdern beschrieb er einmal so: „Wir sagten, dass wir eine Seele in drei Körpern waren, da war ein solches Gefühl zwischen uns, wir konnten unsere Gedanken lesen, als wir zusammen schrieben.“
1967 kehrte das Trio zurück nach Großbritannien, wo es weitere Erfolge feierte, darunter den britischen Nummer-eins-Hit „Massachusetts“. Als große Stars kamen sie mit Hits wie „How Can You Mend a Broken Heart“ oder „Jive Talking“ heraus.
Ihr größter Erfolg war aber der Disco-Hit „Saturday Night Fever“ aus dem Jahr 1977: Er verkaufte sich mehr als 40 Millionen Mal!
Insgesamt brachten es die Bee Gees auf mehr als 200 Millionen verkaufte Platten.
Außerdem schrieben sie Songs für andere Stars wie Diana Ross, Barbra Streisand, Kenny Rogers und Dolly Parton sowie Dionne Warwick und Frankie Valli. 2004 wurden sie zu „Commanders in the Order of the British Empire“ ernannt – eine Stufe unter dem Ritterstand.
SEINE TRAURIGE FAMILIENGESCHICHTE
Robin Gibbs war zwei Mal verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Sein Zwillingsbruder Maurice starb 2003 nach einer Darmoperation. Ihr jüngerer Bruder Andy, der nicht Mitglied der Bee Gees war, starb 1988 an seiner Drogensucht.
„Manchmal frage ich mich, ob all die Tragödien, die meine Familie erleiden muss – dass Andy und Maurice so jung gestorben sind und all das, was mir in der letzten Zeit passiert – eine Art Preis dafür ist, den wir für den ganzen Ruhm und das ganze Glück, das wir hatten, bezahlen müssen“, hatte Robin der Zeitung „Sun“ im März gesagt.
Eins dürfte unbestritten sein: Seine Lieder werden ewig in Erinnerung bleiben…
Bee-Gees-Sänger Robin Gibb (62) erliegt Krebsleiden
Robin Gibb (62) ist tot! Der Bee-Gees-Sänger hat am Ende den jahrelangen Kampf gegen den Krebs verloren. Das gab die Familie auf der offiziellen Internetseite bekannt.
„Die Familie von Robin Gibb, der Bee Gees, teilen in großer Trauer mit, dass Robin heute nach einem langen Kampf mit Krebs und Darmoperationen hingeschieden ist“, hieß es in einer Erklärung.
Der Sänger hatte Darm- und Leberkrebs.
Zusammen mit seinen Brüdern Barry und Maurice wurde der Brite Robin unter dem Bandnamen Bee Gees bekannt. Das Trio produzierte in den 60er- und 70er-Jahren einen Hit nach dem anderen. Zu den berühmtesten Erfolgstiteln gehören Liebesballaden und Discohits wie „Stayin’ Alive”, „How Deep Is Your Love” und „Night Fever”.
Die Gruppe hat von ihren Alben bis zu 200 Millionen Exemplare verkauft und war damit so erfolgreich wie Bands wie Rolling Stones und Pink Floyd.
DIAGNOSE: KREBS!
Gibb hatte sich vor eineinhalb Jahren einer Darmoperation unterzogen, wobei ein bösartiger Tumor entdeckt wurde.
Noch im Februar hatte der britische Sänger erklärt, er habe sich von der Krankheit wieder erholt und damit Hoffnungen auf eine Heilung geweckt. Zuletzt hatte sich sein Zustand jedoch wieder deutlich verschlechtert. Im April fiel Gibb nach einer Lungenentzündung ins Koma, aus dem er jedoch wieder erwachte.
SEINE WURZELN
Gibb wurde am 22. Dezember 1949 auf der britischen Isle of Man geboren, etwa eine halbe Stunde später kam sein Zwillingsbruder Maurice zur Welt. Kurz nach der Geburt der Zwillinge zog die Familie nach Manchester im Nordwesten Englands, 1958 ging es weiter ins australische Brisbane.
Bereits als Kinderstars landete Robin mit seinen Brüdern Maurice und Barry 1963 ihren ersten Hit mit „The Battle of the Blue and Grey“.
Sein Verhältnis zu seinen Brüdern beschrieb er einmal so: „Wir sagten, dass wir eine Seele in drei Körpern waren, da war ein solches Gefühl zwischen uns, wir konnten unsere Gedanken lesen, als wir zusammen schrieben.“
1967 kehrte das Trio zurück nach Großbritannien, wo es weitere Erfolge feierte, darunter den britischen Nummer-eins-Hit „Massachusetts“. Als große Stars kamen sie mit Hits wie „How Can You Mend a Broken Heart“ oder „Jive Talking“ heraus.
Ihr größter Erfolg war aber der Disco-Hit „Saturday Night Fever“ aus dem Jahr 1977: Er verkaufte sich mehr als 40 Millionen Mal!
Insgesamt brachten es die Bee Gees auf mehr als 200 Millionen verkaufte Platten.
Außerdem schrieben sie Songs für andere Stars wie Diana Ross, Barbra Streisand, Kenny Rogers und Dolly Parton sowie Dionne Warwick und Frankie Valli. 2004 wurden sie zu „Commanders in the Order of the British Empire“ ernannt – eine Stufe unter dem Ritterstand.
SEINE TRAURIGE FAMILIENGESCHICHTE
Robin Gibbs war zwei Mal verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Sein Zwillingsbruder Maurice starb 2003 nach einer Darmoperation. Ihr jüngerer Bruder Andy, der nicht Mitglied der Bee Gees war, starb 1988 an seiner Drogensucht.
„Manchmal frage ich mich, ob all die Tragödien, die meine Familie erleiden muss – dass Andy und Maurice so jung gestorben sind und all das, was mir in der letzten Zeit passiert – eine Art Preis dafür ist, den wir für den ganzen Ruhm und das ganze Glück, das wir hatten, bezahlen müssen“, hatte Robin der Zeitung „Sun“ im März gesagt.
Eins dürfte unbestritten sein: Seine Lieder werden ewig in Erinnerung bleiben…
Der "Jahrhundertsänger": Dietrich Fischer-Dieskau mit 87 Jahren gestorben
Sein Bariton war einmalig, nun ist er für immer verstummt: Dietrich Fischer-Dieskau, hier im Sommer 1964 als Macbeth, ist tot© Gerhard Rauchwetter/DPA
Der als “Jahrhundertsänger” bezeichnete Bariton Dietrich Fischer-Dieskau ist tot. Fischer-Dieskau starb kurz vor seinem 87. Geburtstag in Berg am Starnberger See. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte Fischer-Dieskau als “Jahrhunderterscheinung”, die Bayerische Staatsoper bezeichnete ihn als prägend für die heutige Kunst des Singens.
Fischer-Dieskau kam am 28. Mai 1925 in Berlin zur Welt. Nachdem seine früh entdeckte musikalische Begabung durch den Zweiten Weltkrieg zunächst an ihrer Entfaltung gehindert wurde, begann er 1947 dann umso rasanter seine Sängerkarriere. Diese sollte insgesamt 45 Jahre andauern und ihn nach Einschätzung des Dirigenten Leonard Bernstein zum bedeutendsten Sänger des 20. Jahrhunderts machen.
Kulturstaatsminister Neumann erklärte, Fischer-Dieskau habe mit seinen Interpretationen des deutschen Liedes von Mozart über Schubert, Schumann und Brahms bis Richard Strauss Maßstäbe gesetzt. Unvergessen blieben seine Aufnahmen von Schuberts “Winterreise”. “Mit seiner Stimme hat er mehr als ein halbes Jahrhundert lang unzählige Menschen in der ganzen Welt in hunderten von Konzerten und ungezählten Einspielungen tief berührt.”
Unvergleichliche Stimme – “bis heute unerreicht”
Nach ersten Auftritten in Leipzig und Berlin erhielt Fischer-Dieskau bereits 1948 an der Städtischen Oper Berlin, der heutigen Deutschen Oper, ein Engagement als erster lyrischer Bariton. Die Deutsche Oper würdigte in einer Erklärung zum Tod ihres Ehrenmitglieds dessen “unvergleichliche Stimme, seine Präsenz und Ausstrahlung auf der Bühne und auf dem Konzertpodium”. Diese seien “bis heute unerreicht geblieben und eingebrannt im Gedächtnis der Musikfreunde in aller Welt”. Mit seiner Kunst hat Fischer-Dieskau “hohe Maßstäbe gesetzt für die kommende Sänger-Generation.”
Fischer-Dieskau sang alle erdenklichen klassischen Rollen und erhielt rasch auch Gastspielverträge außerhalb Berlins. Früh trat er in Wien und München auf, dann auch bei Auslands-Gastspielen etwa an der Mailänder Scala, er sang bei den Bayreuther Wagner-Festspielen und in Salzburg, auch im Londoner Covent Garden und in der New Yorker Carnegie Hall. Die New York Times erklärte ihn zum “besten Liedsänger der Welt”.
Der Intendant der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, erklärte, der Tod Fischer-Dieskaus sei “ein großer Verlust für die gesamte Musikwelt”. Der Verstorbene habe durch seine Interpretationen im Liedgesang und in der Oper die Kunst des Singens entscheidend geprägt. “Der heutige Liedgesang wäre ohne die Prägung durch Dietrich Fischer-Dieskau nicht denkbar. Die Bayerische Staatsoper trauert um einen ihrer wichtigsten Künstler überhaupt.”
Nach dem Karriereende ging es nahtlos weiter
1959 hatte die Staatsoper ihn zum Bayerischen Kammersänger ernannt. 1992 beendete Fischer-Dieskau am Silvesterabend mit einem Galakonzert im Münchner Nationaltheater seine Gesangkassiere. Danach arbeitete er noch weiter als Dirigent, Rezitator und Buchautor sowie als Dozent von Meisterklassen.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) würdigte den gebürtigen Berliner als “Künstler von Weltruhm, der in Bayern seine Heimat gefunden hat”. Er sei der “ideale Interpret des deutschen Liedes” und eine “Jahrhunderterscheinung” gewesen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) erklärte, Fischer-Dieskau habe deutsche Musikgeschichte geschrieben.
Fischer-Dieskau hinterlässt seine vierte Ehefrau Julia Vardy sowie drei Söhne, die aus seiner ersten Ehe mit der 1963 verstorbenen Cellistin Irmgard Poppen stammen. Fischer-Dieskau war in zweiter Ehe von 1965 bis 1967 mit der Filmschauspielerin Ruth Leuwerik verheiratet.
Lena Gercke und Sami Khedira sind verlobt




19.05.2012
Hochzeit noch diesen Sommer?
Model und Moderatorin Lena Gercke, 24, und Fußballspieler Sami Khedira, 25, sind verlobt!
Die Beiden sind schon seit mehr als einem Jahr verliebt und nach einem sexy Fotoshooting für das Männermagazin GQ, scheint das Paar nun einen Schritt weiter gehen zu wollen.
Sami, der bei Real Madrid spielt, machte Lena den Antrag ganz romantisch in Spanien. Er überraschte sie, als sie nach einem Modelauftrag in Süd-Afrika zu ihm flog. Lena wurde auch bereits mit einem Ring gesichtet, hat sich offiziell aber noch nicht zu ihrem Glück geäußert.
Das Paar möchte angeblich schon im Sommer heiraten, wird aber wohl noch die EM abwarten, damit die Flitterwochen richtig ausgekostet werden können.
Wir gratulieren!




























































































































































