Hollande fordert Merkel heraus
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20.05.2012, 19:11
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Betriebsrat: Opel bereitet Schließung in Bochum vor
Bochum (RP). Die Spitzen der Landespolitik und mehrere Oberbürgermeister des Ruhrgebiets werden heute Vormittag den Opelanern in Bochum zur Seite stehen: Auf einer Betriebsversammlung soll Front gegen das Management des Autobauers gemacht werden, der offenbar die Schließung des Werkes vorantreibt. “Wir haben Beweise, dass Opel unsere Produktion nach Rüsselsheim verlagern will”, sagte gestern der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Er will die Beweise heute auf der Betriebsversammlung vorlegen.
Am Donnerstag hatte Opel bestätigt, dass die Produktion des Astra aus Rüsselsheim abgezogen und auf Werke in Polen und England verteilt werden soll. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sicherte Rüsselsheim aber trotzdem eine dauerhafte Voll-Auslastung zu. Zu sich immer mehr verdichtenden Anzeichen dafür, dass Opel im Gegenzug die Zafira-Produktion von Bochum nach Rüsselsheim verlagert, hat Opel gestern erstmals Stellung genommen: Spekulationen über entsprechenden Umbauarbeiten oder Investitionsentscheidungen “entbehren jeder Grundlage”, hieß es gestern bei Opel.
Die Opelaner glauben das nicht und drohen, ihren Beitrag zur Sanierung des Unternehmens zu kürzen. In der zurückliegenden Opel-Krise hatten die deutschen Opelaner im Gegenzug für sichere Jobs bis 2014 zugesagt, jährlich auf 265 Millionen Euro Gehalt zu verzichten. Opel-Chef Stracke wird heute ebenfalls in Bochum erwartet.
Betriebsrat: Opel bereitet Schließung in Bochum vor
Bochum (RP). Die Spitzen der Landespolitik und mehrere Oberbürgermeister des Ruhrgebiets werden heute Vormittag den Opelanern in Bochum zur Seite stehen: Auf einer Betriebsversammlung soll Front gegen das Management des Autobauers gemacht werden, der offenbar die Schließung des Werkes vorantreibt. “Wir haben Beweise, dass Opel unsere Produktion nach Rüsselsheim verlagern will”, sagte gestern der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel. Er will die Beweise heute auf der Betriebsversammlung vorlegen.
Am Donnerstag hatte Opel bestätigt, dass die Produktion des Astra aus Rüsselsheim abgezogen und auf Werke in Polen und England verteilt werden soll. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sicherte Rüsselsheim aber trotzdem eine dauerhafte Voll-Auslastung zu. Zu sich immer mehr verdichtenden Anzeichen dafür, dass Opel im Gegenzug die Zafira-Produktion von Bochum nach Rüsselsheim verlagert, hat Opel gestern erstmals Stellung genommen: Spekulationen über entsprechenden Umbauarbeiten oder Investitionsentscheidungen “entbehren jeder Grundlage”, hieß es gestern bei Opel.
Die Opelaner glauben das nicht und drohen, ihren Beitrag zur Sanierung des Unternehmens zu kürzen. In der zurückliegenden Opel-Krise hatten die deutschen Opelaner im Gegenzug für sichere Jobs bis 2014 zugesagt, jährlich auf 265 Millionen Euro Gehalt zu verzichten. Opel-Chef Stracke wird heute ebenfalls in Bochum erwartet.
Meldung: Gewerkschaft attackiert Opel-Führung heftig
München (dapd). Die IG Metall hat dem Management des kriselnden Autoherstellers Opel nach dem beschlossenen Abzug der Astra-Produktion aus Deutschland Skrupellosigkeit und Planlosigkeit vorgeworfen. “Opel hat kein Kostenproblem, sondern ein Führungsproblem”, sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild der “Süddeutschen Zeitung” (Samstagausgabe). Die Situation an der Spitze des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) sei extrem unübersichtlich. “Ich habe noch nie ein Unternehmen kennengelernt, wo es so wenig Vertrauen in die Führung gegeben hat”, erklärte Schild.
Opel hatte am Donnerstag entschieden, den Kompaktwagen Astra aus dem Stammwerk Rüsselsheim abzuziehen und ab 2015 nur noch im britischen Ellesmere Port und im polnischen Gliwice zu produzieren. Die Zukunft der Werke Rüsselsheim und Bochum ist damit unsicher. Der Standort Bochum könnte vor dem Aus stehen.
Dass die Belegschaft in Ellesmere Port für den Zuschlag des Astra unter Druck Lohnkürzungen akzeptierte, sei ein schlimmer Vorgang, sagte Schild, der auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt. Opel habe die Existenzangst der Kollegen “eiskalt ausgenutzt” und mit der Angst der Menschen spekuliert. “Mit herbei gepressten Arbeitnehmer-Beiträgen kann man kein Unternehmen führen”, erklärte der Gewerkschafter. Über Wochen seien alle europäischen Standorte mit Schließung bedroht worden. “Dass irgendwann der Schwächste umfällt, ist klar”, sagte er.
Die Aussage von Opel-Chef Karl-Heinz Stracke, dass Ellesmere Port und Gliwice die “Eckpfeiler” der europäischen Produktion würden, sei unprofessionell und eine Provokation für die Belegschaften in Rüsselsheim und Bochum. “Das sagt viel über die Führungskultur bei Opel aus”, sagte Schild.
IG Metall bekräftigt Widerstandswillen und Zusammenhalt
Schild verlangte von der Opel-Mutter GM einen Plan, der die Spekulationen um Werksschließungen beende. “Wenn die Unternehmensstrategie nicht bald eindeutig geklärt wird, droht eine Abwärtsspirale”, erklärte er. Alle vier heimischen Standorte, auch Bochum, müssten aber erhalten bleiben. Neben Rüsselsheim und Bochum betreibt Opel auch Fabriken in Eisenach und Kaiserslautern.
“Das Unternehmen wird nicht gegen, sondern nur mit den deutschen Belegschaften zu retten sein”, sagte Schild. Er bekräftigte die Entschlossenheit der Gewerkschaft und die Solidarität unter den Opel-Kollegen im Kampf für die deutschen Werke. “Wer Bochum schließen will, wird auf den Widerstand der ganzen IG Metall stoßen – in allen Opel-Standorten”, erklärte Schild.
Der Betriebsrat in Bochum fürchtet, dass Rüsselsheim als Ersatz für den Astra die Zafira-Produktion aus Bochum bekommen könnte. Am Montag gibt es eine Betriebsversammlung in Bochum, bei der die Belegschaft klare Worte von Stracke erwartet. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will teilnehmen.
G8: Griechenland soll in der Euro-Zone bleiben
Zentralbank: 20. Mai 2012, 00:33, AWP Finanznachrichten AG
CAMP DAVID (awp international) – Die wichtigsten westlichen Industriestaaten und Russland haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Camp David für einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. “Alle G8-Mitgliedstaaten wollen, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt”, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag am Rande der Beratungen. Voraussetzung sei aber, dass das Land die Verpflichtungen, die es eingegangen sei, auch einhalte. “Das ist von allen gleichermassen hier so geteilt worden”, sagte Merkel.
Die G8 sei sich auch einig gewesen, dass in der Euro-Zone sowohl Wachstum als auch Haushaltskonsolidierung nötig sei, sagte Merkel. “Konsolidierung und Wachstum sind zwei Seiten einer und derselben Medaille.” An dieser Stelle gebe es auch Einigkeit zwischen Frankreich und Deutschland. Wachstum könne durch Haushaltskonsolidierung, strukturelle Reformen und Zukunftsinvestitionen geschaffen werden. “Es geht nicht um Konjunkturprogramme im herkömmlichen Sinne”, sagte Merkel./mfi/DP/zb
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