Windows 8: Abschied von Aero
Die visuellen Änderungen in Windows 8 fallen umfassender aus, als bislang angenommen. In einem Blogbeitrag von Jensen Harris, Interface-Designer und GUI-Chef bei Microsoft, wird deutlich, dass sich auch normale Desktop-Programme an den Metro-Design-Prinzipien orientieren werden. Das gewohnte Aero-Erscheinungsbild, das Microsoft in Windows Vista eingeführt hat, wird demnach verschwinden. Bislang war nur bekannt, dass Startbildschirm, Startmenü und speziell für Tablets entwickelte Apps im Kacheldesign gehalten sein werden.
Das neue Fenster-Design ist flach und reduziert
Bild: Microsoft
Das neue Design für Fenster und Taskleiste ist flach und verzichtet vollständig auf Schatten, Transparenzen und Verläufe. Die Farben sind reduziert, es herrschen Weiß, Grau und Blau vor, viele Icons sind nur einfarbig. Der Fensterrahmen ist kompakter, die Ecken sind kantig und nicht mehr rund. Bei den Änderungen habe Microsoft darauf geachtet, dass vorhandene Programme möglichst problemlos laufen werden, betont Harris. Im kommenden Release Preview von Windows 8, das in Kürze erscheint, wird man sich ein erstes Bild von den Neuerungen machen können, allerdings sind alle GUI-Anpassungen wohl erst bei Veröffentlichung von Windows 8 sichtbar. Die neue Windows-Version wird im Herbst erwartet.
(thk)
Ablenkung hilft gegen Schmerzen
Ablenkung hilft gegen Schmerzen: Wie das Nervensystem auf Ablenkung bei Schmerzen reagiert, haben Neurowissenschaftler aus Hamburg herausgefunden. Die Schmerzreize werden auf dem Weg ins Gehirn bereits im Rückenmark abgeschwächt.
Ablenkung hilft
Das berichtet ein Wissenschaftler-Team vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachjournal “Current Biology”. Für die Studie mussten 20 gesunde Teilnehmer zwei Schwierigkeitsstufen einer Gedächtnisaufgabe bewältigen.
Gleichzeitig wurden ihnen schmerzhafte Hitzereize am Arm zugefügt. Die Testpersonen mussten sich unterschiedliche Buchstabenfolgen merken und deren Häufigkeit zählen. “Die einfache Stufe der Gedächtnisaufgabe führte zu keiner nennenswerten Ablenkung vom Schmerzempfinden, während die schwierige Stufe bewirkte, dass die Teilnehmer deutlich von den Schmerzen abgelenkt waren. Sie erlebten den Schmerz in der Folge schwächer”, sagte Christian Sprenger, der Leiter der Studie.
Wie stark wird Rückenmark aktiviert?
Beide Male wurde mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie gemessen, wie stark das Rückenmark durch die Schmerzreize aktiviert wurde. Während der schwierigeren Aufgabe zeigte sich eine deutlich geringere Aktivierung durch die Schmerzreize im Vergleich zur leichteren Aufgabe.
Wahrscheinliche Erklärung für dieses Ergebnis: Während einer anspruchsvollen kognitiven Aufgabe aktiviert das Gehirn ein System im Hirnstamm, das die Schmerzsignale auf Rückenmarksebene hemmt. Das Rückenmark gehört wie das Gehirn zum zentralen Nervensystem.
Ablenkung gegen Schmerzen hilfreich
Es liegt im Wirbelsäulenkanal und leitet Reize von der Körperperipherie über den Hirnstamm in das Gehirn und dessen gewünschte Reaktionen wieder zurück in den restlichen Körper. Bereits 2009 hatte eine im Fachjournal “Science” veröffentlichte Studie des Instituts gezeigt, dass eine positive Therapieerwartung die Schmerzverarbeitung auf Rückenmarksebene beeinflussen kann. Als Botenstoffe im Körper sind dabei endogene Opioide im Einsatz, also körpereigene schmerzstillende Substanzen. (dpa, AZ)
Ablenkung hilft gegen Schmerzen
Ablenkung hilft gegen Schmerzen: Wie das Nervensystem auf Ablenkung bei Schmerzen reagiert, haben Neurowissenschaftler aus Hamburg herausgefunden. Die Schmerzreize werden auf dem Weg ins Gehirn bereits im Rückenmark abgeschwächt.
Ablenkung hilft
Das berichtet ein Wissenschaftler-Team vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Fachjournal “Current Biology”. Für die Studie mussten 20 gesunde Teilnehmer zwei Schwierigkeitsstufen einer Gedächtnisaufgabe bewältigen.
Gleichzeitig wurden ihnen schmerzhafte Hitzereize am Arm zugefügt. Die Testpersonen mussten sich unterschiedliche Buchstabenfolgen merken und deren Häufigkeit zählen. “Die einfache Stufe der Gedächtnisaufgabe führte zu keiner nennenswerten Ablenkung vom Schmerzempfinden, während die schwierige Stufe bewirkte, dass die Teilnehmer deutlich von den Schmerzen abgelenkt waren. Sie erlebten den Schmerz in der Folge schwächer”, sagte Christian Sprenger, der Leiter der Studie.
Wie stark wird Rückenmark aktiviert?
Beide Male wurde mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie gemessen, wie stark das Rückenmark durch die Schmerzreize aktiviert wurde. Während der schwierigeren Aufgabe zeigte sich eine deutlich geringere Aktivierung durch die Schmerzreize im Vergleich zur leichteren Aufgabe.
Wahrscheinliche Erklärung für dieses Ergebnis: Während einer anspruchsvollen kognitiven Aufgabe aktiviert das Gehirn ein System im Hirnstamm, das die Schmerzsignale auf Rückenmarksebene hemmt. Das Rückenmark gehört wie das Gehirn zum zentralen Nervensystem.
Ablenkung gegen Schmerzen hilfreich
Es liegt im Wirbelsäulenkanal und leitet Reize von der Körperperipherie über den Hirnstamm in das Gehirn und dessen gewünschte Reaktionen wieder zurück in den restlichen Körper. Bereits 2009 hatte eine im Fachjournal “Science” veröffentlichte Studie des Instituts gezeigt, dass eine positive Therapieerwartung die Schmerzverarbeitung auf Rückenmarksebene beeinflussen kann. Als Botenstoffe im Körper sind dabei endogene Opioide im Einsatz, also körpereigene schmerzstillende Substanzen. (dpa, AZ)
Ablenkung hilft bei Schmerzen – Hirnstamm mindert basement Schmerzreiz
In Zukunft könnten die Ergebnisse der Studie bei schweren Krankheiten oder Verletzungen helfen.
Ein Team vom Institut für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat eine Studie zum Phänomen der Schmerzlinderung durch Ablenkung durchgeführt. Bisher wurde angenommen, dass es ein rein psychischer Effekt sei, dass andere Reize von Verletzungen ablenken würden. Jedoch zeigte sich, dass es sich um eine Fähigkeit unseres Nervensystems handelt, die Schmerzreize abzuschwächen.
Für die Studie wurden 20 gesunde Personen durch Hitze-erzeugten Schmerzen ausgesetzt. Dabei wurden Denkaufgaben gestellt, die zuerst noch einfach waren, um dann immer komplizierter zu werden. Es zeigte sich: Je mehr die Probanden knobeln mussten, umso weniger machten sich die Schmerzen bemerkbar. Ein System im Hirnstamm sorgte dafür, dass die Übertragung der Reize im Rückenmark gehemmt wurde.
“Die Ergebnisse legen nahe, dass therapeutische Ansätze wie beispielsweise die kognitive Verhaltenstherapie auch das Potenzial haben könnten, bis auf die Rückenmarksebene zu wirken”, sagt Studienleiter Christian Sprenger. Weitere Studien sollen zeigen, wie effektiv man Schmerzen durch reine Ablenkung unterbinden kann.
Bakterien aus der Saurierzeit gefunden: Leerer Magen seit 86 Millionen Jahren
Wissenschaftler haben uraltes Leben in extremer Zeitlupe tief unter dem Meeresboden nachgewiesen. Es handelt sich um Bakterien, die ihre letzte Nahrung vor 86 Millionen Jahren hatten – als noch die Saurier über die Erde herrschten. Die Organismen teilen sich dort vielleicht alle tausend Jahre einmal, wie die dänischen Forscher in der Fachzeitschrift “Science” berichten.
Hans Roy von der Universität Aarhus und seine Mitarbeiter hatten in den Sedimenten des nördlichen Pazifiks mit Methoden nach Leben gesucht, indem sie eine dünne Sonde in den Meeresboden stachen und in verschiedenen Tiefen den Sauerstoff-Verbrauch maßen. Dafür wählten sie das Gebiet des Nordpazifikwirbels. Diese Meeresregion hat besonders starke Strömungen und ist sehr arm an Nährstoffen.
In der Tiefsee setzt sich hier nur sehr wenig Sediment ab, bis zu einem Millimeter in tausend Jahren. Die Schichten des Bodens repräsentieren damit die Erdgeschichte über Millionen von Jahren.
Leben in Zeitlupe
Zur Überraschung der Forscher fand die Sonde noch in 30 Metern Tiefe im Sediment einen winzigen Sauerstoffverbrauch. Dieser deutet auf Bakterien hin, die einen unvorstellbar langsamen Stoffwechsel haben müssen, mit einer Erneuerungsrate von etwa 1000 Jahren. Ob sich die Bakterien in dieser Zeit einmal teilen oder nur ihre chemischen Prozesse so langsam erhalten und reparieren, ist unbekannt.
Die Bakterien-Gesellschaft ist Berechnungen zufolge etwa 86 Millionen Jahre alt – und genauso lang ist sie auch schon von der Nährstoffzufuhr abgeschnitten. Nach Angaben der Experten leben die Bakterien am absoluten Existenzminimum von Zellen, gerade ausreichend um sich zu erhalten.


































































































































































