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Dietmar Bär und Nina Kunzendorf mit Goldener Kamera ausgezeichnet

Berlin (dapd). Dietmar Bär und Nina Kunzendorf sind als beste deutsche Schauspieler mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden. Bär, der am 5. Februar 51 Jahre alt wird, bedankte sich beim Team seines Filmes “Kehrtwende”, der ebenfalls nominiert wurde. “Ihr wart mit hier im Spiel”, sagte Bär (“Tatort”) am Samstagabend in Berlin. Sein Dank ging auch an die Jury der Goldenen Kamera – “für euren guten Geschmack”.

Nina Kunzendorf (“Tatort”, “Liebesjahre”) konnte ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen. Sie lag mit Mittelohrentzündung und Fieber im Bett, wie ihr Kollege Peter Simonischek, der den Preis für sie entgegennahm, ausrichtete. Als beste Sportmoderatorin wurde Katrin Müller-Hohenstein geehrt. “Ich falle jetzt gleich in Ohnmacht”, sagte die 46-jährige “Sportstudio”-Moderatorin, als sie den Preis aus den Händen von Comedian Matze Knop entgegennahm.

Einen Preis für ihr Lebenswerk sollten am späteren Abend die Schauspieler Mario Adorf, sein US-Kollege Morgan Freeman sowie die Sängerin Dionne Warwick erhalten. Zu den besten internationalen Schauspielern wurden die US-Amerikaner Denzel Washington und Scarlett Johansson gekürt.

Moderator der 47. Goldene Kamera der Fernsehzeitschrift “Hörzu” ist zum dritten Mal Hape Kerkeling, der auch selbst unter den Nominierten war.

dapd

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Wagner-Festspiele: Die Ruhe über Bayreuth trügt

Bei den Bayreuther Festspielen geht es drunter und drüber. Die Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier haben mit schwierigen Probenbedingungen, fehlendem Geld, einem maroden Gebäude und Streit um die Tickets zu kämpfen.

Eva Wagner-Pasquier (links) und ihre Halbschwester Katharina sind die Chefinnen auf dem Grünen Hügel.

Eva Wagner-Pasquier (links) und ihre Halbschwester Katharina sind die Chefinnen auf dem Grünen Hügel.

Die Bayreuther Festspiele muss man sich vorstellen wie ein ländliches Ausflugslokal mit einer kurzen, geschäftigen Saison. Im Juli werden die Beete geharkt, die roten Teppiche ausgeklopft und die Tischkärtchen für Angela Merkel, Roberto Blanco und Fürstin Gloria beschriftet. Sechs heiße Wochen lang finden dann Festspiele auf Weltprominenzniveau statt. Wer aber im Winter am Grünen Hügel vorspricht, wird gleichsam an der Hintertür vom Pressesprecher mit dem verdutzten Blick des Dienstboten empfangen: Es sei niemand zu Hause, man öffne doch erst im Sommer wieder. Gleichzeitig ist zu hören, wie drinnen Bohrmaschinen aufjaulen, schwere Möbel quietschend verrückt werden und in der Küche hektisch die Töpfe klappern. Die Ruhe über Bayreuth trügt. Alle sind zu Hause und nervös. Wer sich dieser Tage arglos auf den Weg macht, eine Halbzeitbilanz der Ära Katharina Wagner (33) und Eva Wagner-Pasquier (66) zu ziehen, erfährt Bedenkliches.

Vor dreieinhalb Jahren haben die ungleichen Halbschwestern die künstlerische Leitung der Bayreuther Festspiele übernommen. Seitdem kämpfen sie mit Problemen, die jedem gestandenen Theaterdirektor schlaflose Nächte bereiten: schwierige Arbeitsbedingungen, fehlendes Geld, Ärger mit der Gewerkschaft und den Rechnungshöfen, untreue Sponsoren, enttäuschte Künstler, frustrierte Mitarbeiter. Vom großen Aufbruch, für den der Generationswechsel stehen sollte, ist kaum etwas zu spüren. Umso lauter wird hinter vorgehaltener Hand gewispert, im Festspielhaus gehe es organisatorisch drunter und drüber, die Stimmung sei miserabel, die Lage chaotisch bis verfahren. Steht das berühmteste deutsche Festival gar vor dem Kollaps?

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Katharina und Eva müssen den autokratischen Ein-Mann-Betrieb, den sie von ihrem Vater geerbt haben, in eine moderne Theater-GmbH überführen. Wolfgang Wagner konnte die Festspiele über vier Jahrzehnte lang nach schlitzohrigem Gutdünken allein lenken, seine Töchter sind nun einem achtköpfigen Verwaltungsrat verpflichtet und haben sich wie jede öffentlich geförderte Institution nach dem geltenden Arbeitsgesetz zu richten. Ein Tarifvertrag wurde nach langem Ringen und mehreren Streikandrohungen der Belegschaft zwar abgeschlossen, ist an die Festspielpraxis aber keineswegs angepasst. Prompt klagen Regisseure und Dirigenten über unzumutbar knappe Probenzeiten. Zudem ist den Schwestern mal eben das Vorzeigeprojekt ihres Popularisierungskurses weggebrochen: Rund eine Million Euro hatte sich Siemens als Hauptsponsor das Public Viewing mit Festspielübertragungen auf den Bayreuther Volksfestplatz jährlich kosten lassen – vergangenen September zog sich der Konzern zurück, ohne Erklärung.

Wie sehr sich die Festspielleiterinnen mit ihren künstlerischen Entscheidungen mühen, zeigt die Regiebesetzung für den Ring des Nibelungen im Wagner-Jubiläumsjahr 2013: Nach einer quälend langen Wünschelruten- und Findungsphase, nach der Absage des Filmemachers Wim Wenders und abstrusen Kandidatenideen wie Florian Henckel von Donnersmarck wurde nun der Berliner Volksbühnen-Intendant Frank Castorf verpflichtet – so fahrlässig spät, dass eine seriöse Vorbereitung für einen im Musiktheatermetier eher unerfahrenen Schauspielmann wie ihn kaum zu schaffen ist (die Vorproben beginnen bereits in diesem Sommer). Immerhin haben Castorf und sein Bühnenbildner Aleksandar Denic ihre Verträge inzwischen unterschrieben, was eine gute Nachricht ist. Die Unterschrift des Dirigenten Kirill Petrenko hingegen liegt noch nicht vor. Sein Agent Michael Lewin versucht offenbar Einfluss auf die Sängerbesetzung des Rings zu nehmen, was keine gute Nachricht ist.

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  1. die Spielzeit von 6 auf 8 Wochen zu verlängern und etwas mehr Geld selbst einzunehmen. Auch könnte man für den Wagner-Promi-Zirkus die Preise gern um 20% anheben.
    Die vorhandene Nachfrage dürfte beides verkraften, oder bricht die zusammen, wenn nicht mehr kontigentiert wird?
    Leider liest man nur das Übliche vom steigenden Geldbedarf und keine Idee der Festspiele, wie man selbst zu dessen Deckung beitragen will.

  2. 1. Kann man Wagner woanders ebenso gut (und bequmer) hören und sehen (Frankfurt zur Zeit, München, demnächst hoffentlich auch wieder in Stuttgart). Andere Häuser mögen nicht die selbe Akustik haben, das gleiche oder bessere musikalisches und szenisches Niveau haben viele allemal

    2. Hat die Bedeutung von Wagner für den Spielplan insgesamt abgenommen. Wiederentdeckungen (Barock), Verdi, auch neue anspruchsvolle Stücke etc. lassen den Spielplan gut füllen. Man kann auch einmal gut zwei, drei oder vier Spielzeiten ohne Wagner auskommen.

    3. Der Nimbus Wagners nimmt ab. Neben der politisch-historischen Auseinandersetzung merkt man inzwischen auch, dass Wagner naütrlich nicht das aus sich selbstschaffende Genie war, sondern Dinge übernommen und an sie angeknüpft hat. Man sitzt bei Berlioz, Meyerbeer oder Halevey und denkt sich, das kenn ich doch. Dank eines erweiterten Spielplans erkennt man die Qualität der anderen Komponisten. Das von Bayreuth gepflegte Image des alles überragenden Wagner wird zum Glück langsam korrigert.

    4. Und das heißt im Ergebnis: Bayreuth muss sich öffnen. Belibt es allein bei Wagner, wird es künstlerisch verkümmern, da kann man so viele Castorffs holen wie man will. Musiktheater, auch Festivals leben von der Vielfalt, von neuen Werken, von Neu- und Wiederentdeckungen. Wagner mag eine übergroße Interpretationsspanne liefern, aber unendlich ist die auch nicht.

  3. es muss natürlich Hálevy heißen, nicht Halevey. Und Castorf, nicht Castorff.

    Sorry

  4. … zum Zweizylinder .. ;-) Wagner-Dämmerung?;-)))

    • okmijn
    • 04.02.2012 um
      23:46 Uhr

    Ich verstehe auch nicht was an Bayreuth so besonders förderungswürdig ist. Mir wäre lieber wenn mit Steuergeldern Aufführungen gefördert würden, die auch besucht werden können von jedem interessierten Bürger.

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Polizei baut Teile des Occupy-Camps in Washington ab

Die Polizei in Washington hat am Samstag Teile des dortigen Occupy-Zeltlagers abgebaut und sieben Mitglieder der Anti-Wall-Street-Bewegung festgenommen. Vier Demonstranten seien wegen der “Missachtung von Regeln” festgenommen worden, sagte Polizeisprecher David Schlosser der Nachrichtenagentur AFP. Anwälte der Occupy-Bewegung sprachen von drei weiteren Festnahmen.

Die Demonstranten hatten sich zunächst bereiterklärt, ein Anfang der Woche aufgestelltes großes Zelt in der Mitte des Lagers abzubauen. Anschließend begannen die Polizisten jedoch, auch weitere Zelte abzubauen – die Demonstranten waren davon ausgegangen, dass lediglich Übernachtungsutensilien beschlagnahmt würden. Das Occupy-Camp in Washington ist das letzte sichtbare Protestlager der Bewegung in den USA, andere wurden bereits geräumt.

Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe “Occupy Wall Street” (“Besetzt die Wall Street”) dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

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Dietmar Bär und Nina Kunzendorf mit Goldener Kamera ausgezeichnet

Berlin (dapd). Dietmar Bär und Nina Kunzendorf sind als beste deutsche Schauspieler mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden. Bär, der am 5. Februar 51 Jahre alt wird, bedankte sich beim Team seines Filmes “Kehrtwende”, der ebenfalls nominiert wurde. “Ihr wart mit hier im Spiel”, sagte Bär (“Tatort”) am Samstagabend in Berlin. Sein Dank ging auch an die Jury der Goldenen Kamera – “für euren guten Geschmack”.

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